The Decline Of A Nation: Auswanderer

Wer, um alles in der Welt, würde davon träumen, ausgerechnet nach Deutschland auszuwandern? Der Heimat von Kuckucksuhr, Dieter Bohlen und Holocaust?  Insbesondere, wenn er nicht aus einem Drittweltland kommt, kein verfolgter Dissident ist und zuhause eine Arbeitslosenquote im natürlichen Bereich sein eigen nennt? Der zudem heute noch die Worte “Blitzkrieg” und “Stahlhelm” in seinem Sprachschatz trägt?
Es muss wohl jemand sein, der aus einem Land stammt, in dem es kein einziges wirklich schließendes Fenster gibt und keine funktionierende Tür. In dem Krebspatienten ihre Medikamente illegal über das Internet bestellen müssen, weil sie sie nicht verschrieben bekommen. Wo einer von 300 Patienten (!) aus Pfuscherei im Krankenhaus stirbt, jemand aus dem fettesten Land Europas mit den unverschämtesten Schratzen.
Ja, es muss ein Brite sein! Besonders München ist laut SPIEGEL Online ein beliebtes Ziel der Auswanderer. Bei “toytown munich” habe ich nachlesen, wie es sich für die (oft britischen) Zuagroasten hier anfühlt – sie haben deutsche Lieblingswörter und sie hassen deutsche Supermärkte. Sie erklären mir die neue Absolut-Werbung, die ich bis jetzt ehrlich gesagt nicht kapiert hatte… und ein britischer Neu-Neuhausener schreibt in einem Thread namens “Perpetual Complaints about Germany” sogar:

“You really cannot compare the UK to Germany. I have lived in England, both away from and in London, and Germany is 100 times better. The only reason you could pick the UK over Germany is if you had family there. The quality of life here is far superior. I would go as far as saying that that is a fact.” (toytown germany)

Reizend! Solche Briten werden gerne integriert. Wer jetzt neben dem Linksverkehr noch Gründe sucht, Großbritannien zu verlassen, lese bitte hier nach.

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