Apfent, Apfent, etc. pp.

Nicht nur, dass jetzt schon ein Lichtlein brennt, nein, manchmal erfüllt der eine oder andere Münchenblogger, sozusagen als virtueller Bischof von Myra (oder soll ich sagen “Nikolaus 2.0”?), prompt die Wünsche von Bloggerinnen. Weil ich dieses Jahr aber auch wirklich brav war!

Posted in Cohu, Internetz. Comments Off on Apfent, Apfent, etc. pp.

Reih Dich ein in die Suchmaschineneinheitsfront…

Manche denken, der Sozialismus sei tot. Andere haben bereits von Quaero gehört – einem staatlichen Suchmaschinentechnologieprojekt mit einem Investitionsvolumen von "deutlich über 400 Millionen Euro" (davon anscheinend etwa 100 Millionen Euro aus deutschen Steuergeldern). Das Projekt dient hauptsächlich der Förderung des Nationalstolzes der Grande Nation, die meint, dass der Prozess der europäische Identitätsfindung in regelmäßigen Abständen mit großen Dosen Antiamerikanismus befeuert werden muss  – in your face, Google! Interessant diese Anmerkung in einem Heise-Artikel zum Thema Quaero:

Alle diese "Business Cases" seien "von vornherein auf kommerzielle Nutzung ausgerichtet", da "alle beteiligten Firmen Geld verdienen wollen" und keine reine Werbefinanzierung geplant sei. "Wir sind nicht interessiert an Dingen", betonte Wahlster auf einem Bitkom-Forum Anfang September in Berlin, "wo wir sagen, das stellen wir jetzt zum Gemeinwohl ins Internet." (heise online)

Von einer Ausschreibung wurde selbstverständlich abgesehen, mit der reizenden ministeriellen Begründung:

"Bei der Aufsetzung von strategischen Großprojekten mit grundlegender Bedeutung sind Ausschreibungen nicht üblich, da hier – auf der Grundlage von vorgegebenen Zielen – die Projektpartner durch die stringente Projektführung ausgewählt werden und das notwendige Projektmanagement durch den Konsortialführer vorgenommen wird." (gleicher heise-artikel)

Ich verweise, um diese schrecklichen Formulierungen aus meinem Hirn zu tilgen, einfach mal auf Milton Friedman’s Analyse der Kraft des freien Marktes in der legendären "Bleistift"-Szen aus Free To Choose:

Ich bezweifle, ob ein staatlich kontrolliertes europäisches Großprojekt in der Lage wäre, auch nur einen einzigen popeligen Bleistift (zu einem konkurrenzfähigen Preis!) herzustellen. Wie ihre Suchmaschinentechnologie am Ende aussehen wird, möcht ich daher gar nicht wissen… Am Schluss wird vermutlich in allen europäischen Behörden, Universitäten, Unternehmen und Privathaushalten eine Quote eingeführt, wie oft "Quaero" an Stelle von Google benutzt werden muss. Diese wird anhand eines Fünfjahresplans zentral festgelegt. Hasta la victoria siempre!

Posted in Freier Markt, Internetz, Politisches. Comments Off on Reih Dich ein in die Suchmaschineneinheitsfront…

(National) Social(ist) Networking

HA-ha! (Nelson Muntz-Style). Wir haben den ersten Nazivergleich 2.0 (Näheres zur Verwendung dieser schrecklichen Formulierung siehe hier). Danke, Herr Bauer, für den schadenfrohen Hinweis. Aber sag mal, dieser SPON Artikel über das StudiVZ ist ja voller Tipp- und Satzfehler, können die sich nicht mal mehr einen Praktikanten leisten?
 Cohu ist übrigens bei keiner Social Networking – Seite angemeldet, außer bei, wie hieß das? Friendster! Aber da hab ich nur einen einzigen Freund, äh, Friend. Ach, und natürlich bei Open BC/Xing, aber das ist ja wohl so uncool, dass ich den Satz jetzt einfach mal wieder durchstreiche.
Cohu muss jetzt, gegen sammlerische Neutralität verstoßend, sagen, dass sie diesen "Nazivergleich" nicht sooo schlimm findet. Ja, klar, ich bin die erste, die mitmacht, wenn es darum geht, sich über einen (vermeintlich?) unverdient Erfolg- und Neureichen zu amüsieren, der in ein Fettnäpfchen getreten ist. Neid, das bestätigt jeder Psychologe, ist eine der größten psychodynamischen Kräfte.
Aber bitte: der Dariani vergleicht dort praktisch seine eigene Organisation mit der nationalsozialistischen Bewegung. Satirisch. Mehr oder weniger amüsant. Wem schadet das? Niemandem. Wen beleidigt das? Wenn dann ja wohl die Nazis, wenn man sich die dubiosen Geschäftsmethoden und die oft fehlende Professionalität bei StudiVZ anschaut. Groß aufregen kann ich mich darüber nicht.
(Cohu, die sich jetzt wieder wesentlich wichtigeren Dingen zuwendet, verhungernde Kinder, Weltfrieden, etc. Aber erst muss ich Mittagessenkochen.)

Future Leaders of Tomorrow

Langeweile am Schreibtisch? Dann surft doch mal zu dieser Seite, die mir Freund und evt. bald Vormieter Graf Witz aus Starnberg empfohlen hat. Des Grafen Äußerung in Angesicht dieser Reinkarnation von Dr. Udo Brömme kann ich mich nur anschließen: “Um Deutschlands Zukunft ist mir fortan nicht mehr bang.”

Fümpf

Von Flix kommt die Aufforderung zur Beantwortung folgenden Fragebogens. Macht Cohu doch glatt. Komme jetzt allerdings nicht zum Weiter-Werfen…wer mag, darf sich einfach ein Stöckchen nehmen und unten in den Kommentaren Bescheid sagen.

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
– eine Wohnung mit mehr als einem Zimmer
– einen Kühlschrank mit mehr als einem **-Eisfach
– eine Doktorarbeit mit mehr als 2 Kapiteln
– starke Nerven
– ein Grundverständnis mathematisch-logischer Themen

5 Dinge die ich habe, aber lieber nicht hätte:
– diverse Zipperlein
– Stumpfelbeine (doch, dieses Wort gibt es!)
– meine wunderbare Quäkstimme
– Neigung zum nutzlosen Surfen im Internetz
– Pizzasucht (mindestens 4x die Woche: Pizza!)

5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
– ein Auto, mit dem ich dann auch noch fahren muss
– Schuh- oder sonstige Shoppingfimmel
– Fernseher
– Parteibuch
– Warzen, Fußpilz o.ä.

Posted in Cohu, Internetz. Comments Off on Fümpf

Die Quadratur des Dreiecks

Die New York Times thematisiert ein Problem, will sagen: problematisiert ein Thema, das zweifellos jedem von uns schon mal auf dem Herzen lag: Eifersucht auf die Hardware des Partners bzw. der Partnerin. Ich mein jetzt nicht: Penisneid (sicher auch ein großes Problem in unserer Generation!), sondern Ärger über die störende Präsenz eines Laptops oder “Handheld” im ehe- bzw. partnerschaftlichen Bett. Durch den mobilen Computer soll auf den Matratzen laut NYT ein “Love Triangle”, sprich Liebesdreieck, oder gar eine “Ménage a trois” entstehen. Wenn auch Ihr unter einer solchen Dreieckskonstellation leidet, könnt Ihr natürlich gerne auf den im Artikel zitierten amerikanischen Experten auf dem Gebiet der Leidenschaftserhaltung hören (solltet aber vielleicht vorerst ausblenden, dass er David Schnarch heißt), oder aber auf Cohu, die Euch dringend empfiehlt, das Dreieck auf ein Viereck zu erweitern und einen weiteren PC ins Boot, äh, Bett zu holen. Bei schweren Fällen von Computerautismus kann man sich dann auch über Messenger-Programme unterhalten und so wichtige Beziehungsprobleme (etwa PC-Sucht, Streit um die einzige Steckdose im Schlafzimmer, Downloadkontingente) besprechen. Nur von einem rate ich ab: holt Euch bloß kein iBook wie der Typ in dem Artikel, sonst: Ka-Wumm!

Posted in Internetz, Technisches. Comments Off on Die Quadratur des Dreiecks

My Little Lebowski

Don’t fuck with the Jesus!

Posted in Internetz. Comments Off on My Little Lebowski

Kontrapost

Wie ich gerade überrascht feststelle, hat meine Alma Mater einen ganz nagelneuen Webauftritt. Feine Sache! Auch das Corporate Design findet durchaus Cohus Zustimmung. Beim Virtuellen Rundgang fragt man sich schon ein bisserl, warum man Unmengen Geld in so eine Spielerei stecken muss, aber gut, ich will nicht meckern, jetzt, wo es mit Deutschland wieder aufwärts geht! Immerhin weiß ich jetzt, wo der Salinenhof ist, und finde somit problemlos zum Philosophenfest heute abend.
Das einzige, was mich am Webauftritt wirklich spontan gestört hat: im absoluten Zentrum der Sichtachse der den Besucher empfangenden Seite befindet sich ein nackter Männerarsch, meinetwegen Jünglingshintern, aber irgendwie find ich das…irritierend. Cohu ist wohl entweder zu spießig oder hat zu wenig humanistische Bildung abbekommen…

Heute im Spamordner

Besonders schön find ich: "prestigious non-accredited universities." Übrigens, warum krieg ich immer nur Spam für Sachen, die ich gar nicht brauche? Universtity Degrees, Viagra bzw V146r4!, Rolexuhren, "hot stocks" und – man höre und staune – "heißen Parkplatzsex." Mir ist so schon heiß genug!!!
Bei so einem Angebot brauch ich den Spamordner eigentlich gar nicht anzuschauen. Wenn es dagegen um Stracciatellaeis ginge, Ventilatoren, Bikinis, Wundermittel gegen Mückenstiche, Flip-Flops o.ä., würde es mich schon eher interessieren (müsste man natürlich der jeweiligen Jahreszeit anpassen). Also, Spammer, gebt Euch mehr Mühe!

Posted in Internetz. Comments Off on Heute im Spamordner

Toooohllll! Tooooohlllll!!!!

Cohu musste sich gestern aufgrund notorischer Fernseher-Losigkeit das unselige Spiel im Internetz anschauen. Ja, ich hab – mit Hilfe von Wired –  tatsächlich einen Live-Stream gefunden! Sogar die IT war erstaunt.
Der Haken: die erste Halbzeit gab’s für mich nur mit chinesischem Kommentar. Hatte ja eigentlich geplant, einen Radiokommentar dazuzuschalten, aber nicht bedacht, dass der Stream ja – von Dortmund nach China, von China nach Israel, von Israel an meine “Peers” und dann zu mir – mit einer halben Minute Verspätung ankommen würde. Aber da tat sich eh nicht viel bei den Jungs von Kalins-Mah (u.a. Ballak-O, Lahm-O, Pololki, Le-ih-mah, Schanei-Dah und, ja, tatsächlich: Bolowski). Den chinesischen Kommentatorenausruf für “Tooooor!” zu hören, war mir leider nicht vergönnt. In der zweiten Halbzeit bekam ich dann sogar ESPN rein und zwei wunderbare Ami-Kommentatoren, die nicht nur landeskundliche Weisheiten einstreuten (“Nationalism has been downplayed here since Word War II”) sondern auch immer wieder Regeln (Abseits, Verlängerung, Elfmeter etc. ) und Trikotfarben bzw. Nationalität der Spieler wiederholten, was für einen Fußballdeppen wie mich sehr angenehm war. Naja, geholfen hat’s trotzdem nix. Aber in Zukunft kann ich die absurdesten Fernsehsender über’s Internet empfangen…