Was heißt hier nutzlos!

Danke erstmal an den Mann ohne Fähigkeiten für das Stöckchen.  Lustige Frage. Also die 10 nutzlosesten Fähigkeiten…

1. Ich kann alle Vogelarten Mitteleuropas bestimmen. Heute vielleicht nicht mehr so gut wie vor ein paar Jahren, aber das ist ja leicht auffrischungsfähig. Und im normalen Leben vollständig nutzlos! Habe nicht mal mehr ein gutes Fernglas. Dafür neulich im E-Garten eine Wasseramsel gesehen.

2. Ebenso bin ich recht gut im Bestimmen von allerlei Un- und Küchenkräutern. Nützlich ist nur noch evt. sowas wie Bärlauch oder Maiglöckchen, oder Kirsche und Tollkirsche, denn da gilt auch heut noch nach Darwin: survival of the fittest pflanzenbestimmer!

3. Ich beherrsche die Kommaregeln. Die alten. Vollkommen nutzlos. Nur dass man sich immer noch zusätzlich ärgert, wenn es heißt
"Wegen einer Betriebsstörung, haben heute alle S-Bahn-Linien bis zu 10 Minuten Verspätung."
Inzwischen will ich mich, nicht mehr so sklavisch, an die alten Regeln halten um mich dem Massengeschmack, anzupassen. Aber es geht irgendwie immer, schief.

4. Mir fällt zu fast allem eine Simpsons-Referenz ein. Üblicherweise schluck ich sie runter, weil man ab der dritten Äußerung eines Simpsons-Zitats als lächerlicher Mensch gilt (natürlich nur bei Simpsons-Nicht-Verstehern, aber auch das schluck ich runter!)

5. Was Schlucken angeht: ich kann viel essen! Sehr viel! (Das ist bekanntermaßen, außer beim all-you-can-eat oder evt bei italienischer oder österreichischer Schwiegermutter, die ich nicht habe, nutzlos, evt. sogar schädlich!)

6. Ich kann einen Abend ohne Fernseher aushalten (Sehr nutzlos. Wo gibt’s schon keinen Fernseher? Im Krankenhaus und im Gefängnis stehen welche rum. Sogar auf Bohrplattformen, hab ich gehört. Auf der MIR schwebt sicher auch einer im Eck rum.)

7. Ich kann unbegrenzte Zeit im Internetz surfen und finde immer wieder neue und interessante Seiten. Zugegeben: vollkommen nutzlose Seiten. Zb. welche, die auf Food Porn  spezialisiert sind. Oder meine momentane Lieblingsseite.

8. Ich kann meine Knie enorm weit durchdrücken. Sieht spacig aus!

9. Ich kann LAUT mit den Fingern knacken. Hört sich spacig an!

10. Äh, ich weiß jetzt nicht, in welche Richtung man nummerieren sollte. Also, ich hab es jetzt so gemacht, dass hier, ganz unten, bei "Zehntens" jetzt praktisch, das Allernutzloseste von der Liste steht. Und das ist bei mir die ausgeprägte Fähigkeit, mir zu jedem hirnrissigen Schmarrn was aus den Fingern zu saugen. Ladies and Gentlemen: they call it blogging!

Mag noch wer? Ursi? Die Chaostanten?

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Callcenter

Da Cohu momentan keinen Telefonanschluss hat (ich darf mich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich bei der Telekom bedanken!) und der FeTAp deshalb trockenliegt, telefoniert sie übers Internetz mit dem Telefonanbieter 2.0 (haha!), Skype. Die SkypeOut-Qualität (Anrufe aufs Festnetz) ist etwas zweifelhaft – da immer nur einer sprechen kann und der andere zuhören muss, wollte ich meiner Schwester heute schon die Verwendung von “Over” vorschlagen – dafür hat VoIP andere Vorteile. Kann zum Ersten jetzt endlich mal das Headset verwenden, das ich vor Jahren mal als Werbegeschenk bekommen hab. Da fühlt man sich gleich wie eine professionelle Telefonistin Call Center Agent (siehe Abb.), muss jetzt noch üben “Cohu-Hotline, Guten Tag, mein Name ist Cohu, wie kann ich Ihnen helfen?” in weniger als einer halben Sekunde runterzurasseln und unerwünsche Gespräche elegant abzukürzen “Einen kurzen Moment, Frau/Herr X, ich verbinde Sie mal eben mit dem Kundenservicemanager! – Fiep, fiep, dann unendliche Warteschleife mit Musik wie “Last Christmas” oder dem “Einzug der Gladiatoren“.
Hauptvorteil natürlich: nebenher im Internet surfen ist viel einfacher und nackenschonender!

Ein Blick aus Cohus Küchenfenster

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Verregnet

Erstaunlich: sobald es regnet, läuft Cohu glatt 1 km/h schneller (von welcher Grundgeschwindigkeit ich ausgehe, kann ich hier nicht preisgeben – auch ich habe meinen Stolz, und am Schluss wirds noch zur “Jobfalle” oder gar zum “Karrierekiller”). Vielleicht ist es das Prinzip Wasserkühlung, das ja auch bei PCs einiges an Leistungssteigerung bringt. Weiteres Vorteil des Matschlaufs: My Adidas sehen endlich nicht mehr so nagelneu aus.
Die übertaktete Cohu hat sich dann auch Sekundenbruchteile lang darüber gewundert, wie sich das mit der WAMS-Schlagzeile “Eltern töten jede Woche drei Kinder” ausgeht. Nach internen Berechnungen von Cohu wären da ja schon nach ein paar Stunden überhaupt keine Kinder mehr übrig? Scherz beiseite: beim Googeln nach dem Originalbeleg fand Cohu auch die traurige Information:
“In Deutschland sterben zur Zeit täglich drei Kinder und Jugendliche durch Suizid. Weitere 40 Kinder versuchen jeden Tag sich das Leben zu nehmen. (…) Genaue Zahlen über Suizide gibt es leider nicht, da Experten die Dunkelziffer um ein vielfaches höher schätzen als in den Statistiken aufgeführt sind.” (Walter Blüml, Suizid bei Kindern und Jugendlichen)
Unschön! Wem’s da nicht die Stimmung verregnet…

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Apfent, Apfent, etc. pp.

Nicht nur, dass jetzt schon ein Lichtlein brennt, nein, manchmal erfüllt der eine oder andere Münchenblogger, sozusagen als virtueller Bischof von Myra (oder soll ich sagen “Nikolaus 2.0”?), prompt die Wünsche von Bloggerinnen. Weil ich dieses Jahr aber auch wirklich brav war!

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Wer ist hier der Chef?

Cohu hat sich, in Anbetracht des nahenden Jahreswechsels und ihrer Abneigung gegen elektronisch gestützte Terminplanung, heute einen ganz ordinären paper-based-Kalender gekauft. Hab von den Moleskines, Bindewerk – Produkten und sonstigem kostspieligen, befilzten und belederten Tand  abgesehen. Nein, natürlich nicht, weil ich übertrieben sparsam wäre (keinesfalls!), sondern lediglich, um mich bewusst von den "Schriftstellern und Intellektuellen der letzten 200 Jahre" sowie von "Originalität, Qualität, Individualität, oder Exklusivität" abzusetzen. Als alte Anarcholiberale, die Schrifstellerei verachtet, Intellektuelle hasst, Traditionen (insbesondere 200-jährige) prinzipiell ablehnt, Originalität verspottet, Qualität meidet, Individualität entgegenzuwirken sucht und Exklusivität aus der Tiefe ihres Herzens hasst (außerdem mag ich diese Moleskine Gummibandtl nicht!), habe ich mir stattdessen für zweifuchzig beim Karstadt einen schlichtes Kalenderbuch geholt namens – man höre und staune – "Chefkalender." Es gab Familienkalender, Handwerkerkalender, Mondkalender, Arztkalender und sogar Akademikerkalender, aber der gefiel mir am besten.
Beim Durchblättern meines alten Notizblocks habe ich übrigens viele amüsante Einträge gefunden, darunter auch, einmal im September: "Bild lesen!". WTF???? Daneben ein Kastl zum Durchstreichen, das gottseidank unbefleckt war…

Über alle Berge

Falls einer fragt, ich bin für ein paar Tage in Tirol, wo ich Halloween, Reformations- und Geburtstag feiern werde. Und, nicht zu vergessen, Allerheiligen. Übrigens super Idee, einen Feiertag für sämtliche Heilige zu machen, also sehr effizient, und wenn man an dem Tag ausreichend gedenkt, hat man alles abgedeckt an Heiligenverehrung.
Warum feiert man nicht auch alle Geburtstage an einem Tag? Wie wärs mit “Allgeburtstag” am 15. Juli, da ist es schön warm. Große Party, jeder kriegt ein Geschenk, und man kommt nicht mehr mit den ganzen Daten durcheinander. Allerdings: wenn man den Tag dann auch noch vergisst, ist es wirklich blöd…

Fümpf

Von Flix kommt die Aufforderung zur Beantwortung folgenden Fragebogens. Macht Cohu doch glatt. Komme jetzt allerdings nicht zum Weiter-Werfen…wer mag, darf sich einfach ein Stöckchen nehmen und unten in den Kommentaren Bescheid sagen.

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
– eine Wohnung mit mehr als einem Zimmer
– einen Kühlschrank mit mehr als einem **-Eisfach
– eine Doktorarbeit mit mehr als 2 Kapiteln
– starke Nerven
– ein Grundverständnis mathematisch-logischer Themen

5 Dinge die ich habe, aber lieber nicht hätte:
– diverse Zipperlein
– Stumpfelbeine (doch, dieses Wort gibt es!)
– meine wunderbare Quäkstimme
– Neigung zum nutzlosen Surfen im Internetz
– Pizzasucht (mindestens 4x die Woche: Pizza!)

5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
– ein Auto, mit dem ich dann auch noch fahren muss
– Schuh- oder sonstige Shoppingfimmel
– Fernseher
– Parteibuch
– Warzen, Fußpilz o.ä.

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Drunten

Gestern abend stieg Cohu hinab in den Orkus der Subkultur. Dafür ging es über die Stadtteilgrenze nach Schwabing. Ganz in der Nähe meiner bescheidenen Heimstätte gibt es nämlich ein von philosophischer Fachschaft und Bürgerinitiative freigeräumtes Kellergewölbe, in dem sich hin und wieder eine Schar von Wiss- bzw. Bierbegierigen einfindet, um die philosophischen Geheimnisse unseres und aller davor (und danach!) liegenden Jahrtausende zu lüften. Besonders schön die “Nietzsche-Bar” in einem ehemaligen Luftschutzkeller. Gadamer soll hier verkehrt haben, ist aber nun tot, weshalb man auf Prof. Wilhelm Vossenkuhl – seines Zeiches Cohus Doktorvater und nebenbei noch Nachfolger von Robert “Ich beweise Es” Spaemann auf dem Lehrstuhl I für Philosophie der LMU, zusätzlich Autor des Weltbestsellers Philosophie für die Westentasche, 127 S., 9,90€ – zurückgriff.
Nach einem Diavortrag über Occam (der von Rasiermesser, Altschwabinger Straße und “Name der Rose”) gab es erstmal Skiffle-Musik, die jedoch aufgrund der Urlaubsreise des Waschbrettisten entgegen der Wikipedia-Beschreibung vollständig ohne improvisierte Instrumente auskam. Dafür hatten sie einen brekeresken (ihr geht recht in der Annahme, dass ich dieses Wort grad erfunden habe) Kontrabassisten. Schließlich und endlich kam es zur Einführung in das neue Buch des Gastes “Die Möglichkeit des Guten. Ethik im 21. Jahrhundert” mit “renitenten” (WV) Fragen eines skandinavischen Kollegen. Ich selbst habe das Buch nicht, ahem, noch nicht gelesen, kann Euch aber dahingehend beruhigen, dass das Gute auch im 21. Jahrhundert noch möglich ist. Das Schlechte auch. Weil sonst gäbs im 21. Jahrhundert am Schluss gar keine Ethik mehr und das Buch wäre deprimierend, der Untertitel falsch gewählt und ich könnte meine Diss einrollen und als Fliegenklatsche benutzen. Falls sich jetzt jemand Sorgen gemacht hatte.

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Wohlbehalten zurückgekehrt…

…aus dem Land der Berge bin ich. Zwar habe ich – dank altersbedingter Kreislaufschwäche und darauffolgendem Regenwetter – keinen Berg bestiegen, aber dafür auf den Hütten des Tals zahlreichen Marillen- und Spinatknödeln, Schlutzkrapfen und Spätzle den garaus gemacht und  einen liebeskranken Hirsch röhren gehört.
Gewohnt wurde stilecht in einem jahrhundertealten Tiroler Bauernhaus mit mehreren Original-Herrgotts-bzw. Muttergottes-winkeln (siehe Abb.) und zugehörigen (Nicht-Original)-Scottish-Highland-Rindern sowie Zentralheizung und Satellitenfernsehen. Bin jetzt – nach dem Türkeiurlaub – wieder ausreichend europäisiert, auch dank der zahlreichen FPÖ-Plakate für den Österreichischen Wahlkampf ("Sichere Pensionen statt Asyl für Millionen!" – "EU-Austritt!")
Morgen gibts dann einen ausführlichen Bericht über Cohus Sommerferienlektüre!