Tsk, tsk, diese Cohu, die macht ja STÄNDIG Urlaub!


Richtig, deshalb bin ich dankbar für alle Tipps zu:
1. Dublin (Hotel haben wir schon, aber gut wären: billige Restaurants, interessante Läden, und empfehlenswerte Unternehmungen)
2. Die Gegend um Galway/Connemara/Clare (Suche nach: Bed&Breakfast, Naturschönheiten, und damit meine ich nicht sowas)
Ich hoffe auf sachdienliche Hinweise meiner notorisch weitgereisten Leser!

(Bild: Wikimedia Commons, Greg O’Beirne)

Gnade des frühen Erwachens

Heute geträumt, ich wäre mit Karasek zusammen. Gottseidank aufgewacht, als wir noch in der Phase des Händchenhaltens waren.

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Cohu sucht…

…für die IT und sich eine schöne Ferienwohnung/ein Ferienhaus in den Marken/Marche für den Spätsommer. Uns interessiert das Hinterland, weniger die Küste. Wer unter den werten Lesern und Leserinnen war schon mal in dieser Region und kann ein paar Tipps geben?

Wenn die Inseln Mauern tragen

Cohus Venedig-Aufenthalt war wissenschaftlich wie touristisch ein voller Erfolg: Ich empfehle allen LMU-Angehörigen (und gegebenenfalls auch meinen Lesern von der Duke University), einmal ein Seminar auf San Servolo zu besuchen. Blockseminare sind wohl die effektivste Form, sich ein Thema zu erschließen, und: Selbst bei Regen kann man sich nachmittags mit Tischkicker und (welch ungewohnter Luxus!) sogar zimmereigenen Fernsehern gut unterhalten. So konnte ich etwa meine (noch) miserablen Italienischkenntnisse durch einen beeindruckenden Tarot-Kartenleger und anspruchsvolle Talkshows schulen. Bei schönem Wetter lassen sich Nachmittage und Abende mit bloßem durch-die-Gassen-Schlendern vortrefflich verbringen. Wer wie wir einen Reiseführer von 1972 mitgebracht hat (Danke, Herr Ford!) wird darin sogar einige nicht mehr existente Brücken und früher wohl noch betretbare Ruinen verzeichnet finden, nicht jedoch die Isola San Servolo: die war nämlich bis 78 eine psychiatrische Anstalt und somit kein Bildungsbürger-Material. Ein klein wenig gruselig wirkt die Insel – jedenfalls bei Dunkelheit und Nebel – heute noch, vor allem aufgrund der rundum angebrachten meterhohen Mauern, die nur ab und zu mit vergitterten Öffnungen den Blick auf die Lagune freigeben.
Den tiefgreifenden Erholungseffekt von Paternalismuskritik, Vaporetti, Pizza "Tira e Molla" und Aufenthalt in fürsorglicher (!) Sanatoriumsatmosphäre konnte der mehrstündige Flughafen-Wahnsinn auch nicht ganz zunichte machen – irgendwie hätte man dieses Chaos aber schon ahnen können bei einem Airport, der nach einem der notorischsten Lügner der Weltgeschichte benannt ist…

(
Bild: Letcombe/wikimedia commons)

Inselrätsel

…da fährt Cohu jetzt mal kurz hin.

Münzenwerfen ist überholt

Dank IT haben wir lediglich eine halbe Stunde dafür gebraucht, um uns auf ein Restaurant zu einigen.

Bitteres Ende einer Karriere

Nein, sowas! Böse Überraschung in Cohus Briefkasten: Der erste und einzige Arbeitgeber, der mich für meine Mühen nicht nur angemessen bezahlt (100€ für 1 Multiple-Choice-Fragebogen), sondern mir auch noch ungefragt 1 Notizblock und sogar 1 Visitenkarte ("Cohu – T-Com Beraterin") zur Verfügung gestellt hat, wirft mich eiskalt raus.

Irgendwie hatte ich damals schon ein schlechtes Gefühl beim Unterschreiben –  wie kommt das, dass das Wort "kundenorientierte Zusammenarbeit" aus dem Mund mancher Unternehmen anmutet wie eine Drohung? Aber Scherz beiseite. Der Schritt ist nachvollziehbar und richtig, denn kaum hatte Herr Obermann Ende 2006 knallharte Maßnahmen angekündigt, wurde die Telekom im Laufe des letzten Jahres doch tatsächlich zum zum "bestangesehenen Service-Unternehmen der Branche", dessen Herzschlag vom Kunden vorgegeben wird, und das folglich auch keine Verbesserungen mehr braucht!
Wieder ein Fall, wo Google schlicht Unrecht hat.

Man sieht nur mit der Brille gut

Als ich gerade bei meinem Lieblingsoptiker, der dem geneigten Leser inzwischen hinlänglich bekannt sein dürfte, in der Refraktionseinheit mit Phoropter, Probierbrille und schwindelerregenden Dioptriewerten kämpfte, wer schäkerte da am Nebentisch galant mit der Optikerin? Richtig – unser stadtbekannter Nobelpreisträger, Prof. Hänsch, lustigerweise ausgerechnet eine Koryphäe der Quantenoptik. Hänsch erhielt den Nobelpreis für die Erfindung des Frequenzkammes, scheint aber, wenn meine – zugegebenermaßen schwachen – Augen nicht trügen, keinen, äh, makroskopischen Kamm zu besitzen… Archetypus Nutty Professor (s. Abb.). Cohu berichtete bereits über eine andere oberflächliche Unzulänglichkeit dieses sympathischen Geistesmenschen (Stichwort Diastema)  – nun ist es aber wirklich keine Überraschung, dass der Mann hinsichtlich der Sehkraft genau wie Cohu das Ideal des Maulwurfs anstrebt. Zwischen Intelligenz und Kurzsichtigkeit besteht schließlich eine gut belegte Korrelation:

"Verschiedene Studien zeigten einen Zusammenhang[*] zwischen IQ und Kurzsichtigkeit. Im Schnitt schaffen Kurzsichtige etwa 7 bis 9 Punkte mehr beim IQ-Test als Leute ohne Brille. Hochbegabte sind ganz besonders oft kurzsichtig. Eine Studie an 157 748 israelischen Rekruten kam zu dem Ergebnis, dass von den Menschen mit dem niedrigsten IQ 8% kurzsichtig waren, in der Gruppe mit dem höchsten IQ dagegen 27,3 Prozent."  (Wikipedia)

Und, ich sage es jetzt mit aller Bescheidenheit: Genies kaufen bei Brillen Schneider!

([*] Wenn Wikipedia von einem "Zusammenhang" spricht, ist das natürlich sehr irreführend, weil es eine Kausalbeziehung impliziert. Die ist aber nicht belegt, sondern lediglich eine Korrelation. Ich musste das jetzt klarstellen, auf die Gefahr hin, dass es ganz furchtbar klugscheißerisch wirkt. Obwohl man argumentieren könnte, dass das jetzt auch schon egal ist.)

Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn

"Brillengeschäfte sind der Hort des Amokläufers", klagt Felix. Alle Brillengeschäfte? Nein.
Denn gerade hat sich etwas wahrhaft wunderbares ereignet. Cohu – myopischer Maulwurf vor dem Herrn – betrat den Brillen Schneider in der Amalienstraße. Etwa zwei Minuten, nachdem die Tür hinter Cohu zugefallen war, reichte ihr der sympathische Inhaber eine schöne Brille. Zwanzig Minuten später, nach dem Ausprobieren vieler geeigneter und weniger ungeeigneter Modelle stand fest: die von diesem  wahren Glasschmuck-Virtuosen als allererstes vorgeschlagene Brille war das Idealmodell!
In ein paar Wochen gibt’s also für Cohu diese neue Brille. Und für den "Brillen Schneider", bei dessen Kontaktlinsenabteilung ich früher auch schon gute Erfahrungen gemacht habe, gibts – nach zahllosen erfolglosen und frustrierenden Besuchen bei den unterschiedlichsten Optikern – jetzt schon ein großes Cohu-Prädikat.

(Bild: Friedrich Herlin, Lesender Petrus, 1466, Wikimedia Commons)

Á propos Fidel

Wenn man wie Cohu beim Lernen eines Instruments ganz am Anfang steht, muss man sich verinnerlichen: der Weg zum Teufelsgeiger besteht aus kleinen Schritten. Heute hab ich zum ersten Mal gemerkt, dass die Geige verstimmt war, als ich anfing, zu spielen. Es hörte sich einfach noch schiefer an als sonst. Und allein, dass man diesen Unterschied schon hört, ist doch ein riesen Fortschritt.

Noch ein paar Monate üben und ich mach das da unten mit links. Die Geige mein ich, den Tanz muss natürlich die IT einüben!