Ich teile gern

Momentan sind wohl Bürokratiewochen. Cohu durfte zwar keine Steuererklärung abgeben, dafür aber versuchen, ihre "Bezügemitteilung" zu verstehen, für ihre (übrigens mal wieder geiler Ausdruck) "Niedriglohn-Beschäftigung in der Gleitzone" (nicht zu verwechseln mit der – auch schön – "geringfügigen Beschäftigung"). Dabei ist ihr nicht die Feinheit entgangen, dass sie zwar – jetzt zwangsläufig innig an den warmen Busen der Solidargemeinschaft gepresst – monatlich 11,73 in eine Arbeitslosen"versicherung" einzahlen darf, aber natürlich (aufgrund einer Befristung auf 6 Monate) gar keinen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe erwirbt. Abzocke!, würde die Springerpresse sagen, und das mit Recht! Ob ich von meinen Renten"versicherungs"zahlungen (immerhin mehr als 50€ im Monat!) jemals wieder etwas sehen werde, bleibt mir ein Rätsel. Aber ihr ahnt es: wieder bin ich dem Anarchokapitalismus ein Stück näher gekommen!

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Cohu hat getan, was sie konnte,

…aber sie konnte ihn nicht retten. Könnt ihr es? Operation Bunny
(Für Kinder unter 10 und Erwachsene, die noch an den Osterhasen glauben, ungeeignet!)

Ich sehe nix wo du was siehst

Ziemlich lustig findet Cohu, dass die Farbenblindheit von einem britischen Wissenschaftler namens John Dalton im 19. Jahrhundert entdeckt wurde, der selbst nicht nur (was relativ häufig ist) "farbenfehlsichtig", sondern tatsächlich rot-grün-blind war. Herr Dalton beschrieb es so:

"…that part of the image which others call red appears to me little more than a shade or defect of light. After that the orange, yellow and green seem one colour which descends pretty uniformly from an intense to a rare yellow, making what I should call different shades of yellow." (Extraordinary facts relating to the vision of colours, 1794)

Klar, mit solchen Anekdötchen lockt man heutzutage niemanden hinter dem Ofen hervor, seien die wissenschaftstheoretischen Implikationen auch noch so hammermäßig. Aber die verwöhnte Jugend fordert Interaktivität! Darum, und weil ich Futurama-Fan bin, verweise ich Euch auf den Farb-Sehtest nach Farnsworth, den man hier auch online absolvieren kann. Bei Cohu war alles in Ordnung (siehe Abb.). Der Farbenblinde oder -fehlsichtige hat es im Übrigen nicht nur im Straßenverkehr schwer ("Alle Kinder halten vor der Ampel – nur nicht Clint, der ist farbenblind"), sondern auch in anderen Lebensbereichen. So markiert zumindest der Österreicher seine sich vielfach kreuzenden und verzweigenden Bergwanderwege bevorzugt mit entweder roten, grünen, oder rot-grünen Zeichen. An der accessibility muss am Berg also  noch ein bisserl gefeilt werden.

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Krankheits-Einsicht

Cohu hat’s leider schnupfentechnisch ganz übel erwischt, daher heute Bestellung bei "Hot Wok" (wenn Nase zu, Geschmack egal). Weil dort irgendwas durcheinanderging, wurde die Glasnudelsuppe zunächst fälschlicherweise an die alte Cohu-Adresse geliefert, daher gab es leider eine enorme Wartezeit… Lustig in dieser Hinsicht aber dann der Spruch, der sich im beiliegenden Fortune-Cookie fand:

GOOD THINGS COMES TO THOSE WHO WAIT

Vielleicht sind die Sprüche extra auf diesen Bestellservice abgestimmt? Alternativvorschläge:


CHEAP OILY FOOD MAKE BEAUTIFUL WOMAN
THOSE WHO CANNOT COOK MAKE THE BEST HUSBAND
TOMORROW, YOU WILL FIND ALUMINIUM BOX IN YOUR FRIDGE AND HAPPINESS

Männliche Fragen

Mei, was mir Google Analytics da wieder an Keywords liefert:
"putzplan für männer wg zum drucken"
Sprich mir nach: Ox-y-mo-ron.
"helmut kohl uncicurmcised"
Most definitely.
Und mein persönlicher Lieblings-Suchbegriff diesen Monat:
"wie masturbiert carsten spengemann ?"
WAAAH!
Es ist eben doch wahr: The Internet is for Porn.

Süßer als Knut

Wie gut, dass mir Schweinefleisch eh nicht schmeckt. Sonst käme ich jetzt in ernsthafte Gewissenskonflikte.

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The lustrous.

Die Tatsache, dass man nur die Rückseite einer billigen chinesischen Weizennudelpackung beschriftet, ist für den Autor dieses Textes kein Grund dafür, schmucklos, lieblos oder technisch zu schreiben. Beispielhaft!

1. Put noddles into boiling water
2. After 2-3- minutes, (at first, cook it by strong fire for two minutes and then cook it by moderate fire little by little) please stir it by chopsticks
3. The lustrous. bright, soft and nutrient noodles should be poured by cold water after it is recovered from water.
4. The making method is unique and needs short time for cooking The noodles can be cooked. souted and scalded. It can be cooked into delicious noodles according your taste.

Schön auch die Wortneuschöpfung “noddles” und die beatpoetry-mäßige Interpunktion.

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Liebe wider Willen

Gibt es etwas, was die Tragödie der Moderne besser verdeutlicht als ein erwachsener Mann explizit neoliberaler Ausrichtung, der sich sozialistische Propaganda – Videocasts ansieht, nur, weil er Lucy Redler attraktiv findet? Naja, man darf mit der IT auch nicht so streng sein. Ich wollte als Kind immerhin FJS heiraten…

Keine Witze: Hitze!

Die Tatsache, dass durch den "Hitze-Sommer" 2003 in Europa 70.000 Menschen gestorben sind, ist erstaunlich. Noch interessanter wäre das ganze, wenn es z.B. auch noch Zahlen dazu gäbe, wieviele Kältetode z.B. in diesem Winter (ha, ha) ausgeblieben sind – die Bewertung, das Sommersterben 2003 sei eine der "schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte Europas" (SPON) würden die Winterzahlen ja evt. etwas relativieren. Ich warte in diesem Zusammenhang auf die Schlagzeile "Winterwärme 2006/07 – das Netteste, was die Natur je für uns getan hat!" – aber wohl vergeblich.
Tatsächlich sind einige der Meinung, dass der Klimawandel sogar dazu führen könnte, dass weniger Leute in Europa aufgrund von Hitze/Kälte insgesamt sterben. Das meinen z.B. Keatinge, Donaldson, et al. (2000):

Populations in Europe have adjusted successfully to mean summer temperatures ranging from 13.5°C to 24.1°C, and can be expected to adjust to global warming predicted for the next half century with little sustained increase in heat related mortality. Active measures to accelerate adjustment to hot weather could minimise temporary rises in heat related mortality, and measures to maintain protection against cold in winter could permit substantial reductions in overall mortality as temperatures rise.

Na, vielleicht auch schon total überholt.  Einen Hitzeschutzanzug (siehe Abb.) sollte sich aber schon aus modischen Gründen jeder Europäer zulegen, finde ich (macht ständiges Herunterdrehen der Heizungen, Herde, Waffeleisen, Backöfen etc. im Haushalt auch überflüssig und fördert so den guten Klimawandel!)

(Bild: Wikimedia Commons)

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Frische Fische?

Teuflischer Plan: Cohu überlegt sich, ob sie ihr seit Jahren trockengelegtes Aquarium wieder in Betrieb nehmen soll. Allerdings liegt die Aquaristik (wenn man nicht grade meterlange Hammerhaie oder Piranha-Schwärme inklusive Anakonda im Mangroven-Riesenbecken á la James-Bond-Bösewicht pflegt) imagemäßig noch einige Teilstriche unter dem Casemodding. Der Aquarianer an sich ist natürlich männlich, wie jeder Hobbyist leicht aspi, nicht gerade für soziale Winner-Qualitäten und Trendsetting bekannt, scheut das Licht (Algenwachstum!) und sondert (ebenfalls Algenwachstum!) einen seltsamen Geruch ab.
Vorteile der Aquaristik: aufgrund einer gewissen Vorerfahrung im Bereich Tierhaltung – immerhin hab ich im selben Becken in jungen Jahren schon Pseudotropheus tropheops zur Fortpflanzung getrieben! –  käme ich mit dieser Freizeitbeschäftigung sicher schon mal weiter als mit dem Stricken (braucht eigentlich jemand Wolle? Hätt noch welche da). Außerdem: die selbstgemachte CO2-Düngung per Hefegärungs-Bioreaktor hört sich sehr lustig an, das hat so ein bisserl was von Meth-Lab-Romantik. Also vielleicht doch nicht so uncool? Cohu muss noch überlegen.