Zweiter Februar ist Erd-Eber-Tag!

Am 2. Februar ist ja wieder Groundhog Day (Jaja, gleich geht wieder das Geschimpfe los, dass ich diese neumodischen amerikanischen Feiertage alle bei uns einführen will – sorry, ich habe eben mal an Halloween Geburtstag und bestehe darauf, dass der Valentinstag eine englische Erfindung ist und es deshalb keinen Grund gibt, mir meinen wohlverdienten Riesendiamanten bzw. kiloweise herzförmige Schokolade vorzuenthalten, zur Not wird sie selbst gekauft! Außerdem, dieses ständige Amerikabashing ist eh total out). Also, darum ging es ja gar nicht, sonder vielmehr um die seltsame Krankheit des chronischen Deja Vu:


“Dr Chris Moulin first encountered chronic déjà vu sufferers at a memory clinic. “We had a peculiar referral from a man who said there was no point visiting the clinic because he’d already been there, although this would have been impossible.” The patient not only genuinely believed he had met Dr Moulin before, he gave specific details about the times and places of these ‘remembered’ meetings.
Déjà vu has developed to such an extent that he had stopped watching TV – even the news – because it seemed to be a repeat, and even believed he could hear the same bird singing the same song in the same tree every time he went out.”
(University of Leeds Reporter, via BoingBoing)

Na, kommt das jemandem bekannt vor?

Gesucht:

Ein elegantes Wort für den Ausdruck "und/oder", siehe:
"Die Eltern bringen ihre Töchter und/oder Söhne zur Schutzimpfung."
Warum gibt es das nicht? Muss man sich in dieser kalten, unmenschlichen Welt denn wirklich immer entscheiden, ob "und" oder "oder"? Argh!

Stolz und Vorurteil

Das SZ-Magazin fragt gerade, warum, ja warum bloß, niemand auf unsere Ursi stolz ist. Immerhin, sie hat sieben Kinder und eine Mordskarriere (nein, natürlich nicht die Ursi)!
Neidzerfressen, so die recht einfache Analyse, sind die Frauen, weil sie es nicht schaffen, wie die Ursi sieben (7!) Kinder mit der Karriere zu vereinbaren und nebenbei noch ein Colgate-Lächeln und eine Stepford-Frisur aufrecht zu erhalten. Und, immer gut gelaunt, so gar nicht dem Klischee des chronisch überforderten, hysterischen Muttertiers à la “Desperate Housewives” oder “Malcolm Mittendrin” zu entsprechen. Die Männer dagegen – auch ein alter Hut – haben Angst vor so viel Multi-Tasking- Fähigkeit. Das alles hat einen wahren Kern.

Störend fand ich allerdings die Titelfrage, die meiner Meinung nach schon falsch gestellt ist: warum soll ich auf jemanden stolz sein, weil er Kinder hat? Erstens: stolz ist man doch sowieso nur auf Menschen, mit denen man in einer irgendwie gearteten Verbindung steht. Diese Verbindung spüre ich zu Frau von der Leyen, obwohl sie – wie ich – blond und Gebärmutterbesitzerin ist, nicht.  Zweitens: Ich bin auch nicht stolz auf Menschen, weil sie verheiratet sind oder Single, oder weil sie in der Großstadt leben oder auf dem Land. Das alles sind Lebensentscheidungen, die per se nichts über den Charakter eines Menschen oder seine Lebensleistung aussagen. Finde ich.

Anderer Meinung ist da diese gerade von Freund Deissner für die WAMS interviewte und zitierte Berliner Mutter:

“Arite Raebel ist 30 Jahre alt und Mutter von vier Töchtern. Manche Frauen ihres Alters finden diese Kinderzahl “asozial”, erzählt sie. Arite Raebel hat es sich längst zur Maxime gemacht, sich von äußeren Erwartungen zu befreien. Aber sie bedauert, daß viele Gleichaltrige nicht bereit seien, Verantwortung zu übernehmen – Verantwortung für das eigene Leben, für die Partnerschaft und die Kinder. “Wir nehmen uns alle viel zu wichtig”, sagt Arite Raebel und meint damit diejenigen, die immer nur über sich selbst nachdenken und wesentliche Lebensentscheidungen hinauszögern, bis es für Nachwuchs zu spät ist.”

Wer keine Kinder hat, ist nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen? Ehrlich gesagt: diese Unterstellungen, Eltern seien die besseren Menschen (und die absurde Behauptung, Selbstlosigkeit wäre ihr Motiv dafür gewesen, Kinder zu bekommen – ???), gehen mir ganz schön auf die Nerven. Von Ursula von der Leyen kommen sie erfrischenderweise übrigens nicht!
Aber selbst, wenn ich – was mir, als kinderloser Egoistin, enorm schwer fällt – mal nicht an mich und meine strapazierten Nerven denke, sondern an die Sozialgemeinschaft (= Rentenkasse): ich glaube nicht, dass die Rate der Fortpflanzer dadurch steigen wird, dass man die Entscheidung für oder gegen Kinder derart moralisch überfrachtet, wie es momentan geschieht.

Langsam hat man ja schon den Eindruck, nur Übermenschen, die Nerven wie Stahlseile, hektargroße Wohnungen, Geldspeicher wie Dagobert und ebenso übermenschlichen Chefs, Freundeskreise und Familien haben, seien fähig, Kinder zu kriegen, und das auch nur unter dem enormen “Armutsrisiko”, all das zu verlieren und mit misslungenen Schratzen unter der Brücke zu landen, ohne Freunde und geschieden und sexuell frustriert. Ist das wirklich so? Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen.

[Am Rande: Fest steht jedenfalls, wenn man dem Sozialminister von BaWü Renner glauben schenken darf, schon mal, wer sich aus Debatten über Zeugung oder Nicht-Zeugung lieber ganz raushalten sollte… Ich bin gespannt: Ein Mann mit solch stieglereskem Temperament, der wäre doch auch ein heißer Kandidat für einen Nazivergleich!]

Complete intellectual switch?

Ich hoffe mal, dass das tatsächlich stimmt:

"…British researchers found that those smokers who spontaneously quit were much more likely to not resume smoking than those who planned a "quit strategy" long in advance. (…) "This goes very much against received wisdom which says that people usually plan their quit attempts and that planning is important for success." (…) In fact, the odds of successfully quitting were 2.6 times higher in unplanned attempts than in planned attempts, the researchers found.
Stopping smoking suddenly may reflect a more complete intellectual switch — the kind of shift that can turn a smoker into a nonsmoker, West said. "The triggers that cause this kind of shift can be very small — having a cold, something someone says, or even a storm outside when one’s run out of cigarettes."

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Ist der Ruf erst ruiniert…

…kann man auch auf eine Internetseite hinweisen, deren Schwerpunkt auf Tieren in Unterhosen liegt. Ich finde die phänomenal.

Ist ja schließlich Freitag.

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Ordnung ist das halbe Leben

Und dem Archivar,  frei nach E. Fuchs, nichts zu schwar: habe alle, auch die uralt-Einträge aus Zeiten meines England-Aufenthalts, ins Archiv eingefügt – siehe Archiv-Leiste, die nun bis Oktober 2003 zurückreicht. So kann, wer mag (vermutlich bin das hauptsächlich ich selbst…), alles gemütlich durchstöbern.

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Sweet Decline of a Nation

Englische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Lakritze besser für die Zähne ist als Zähneputzen. Berichtet die Sun.

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Hermio-me

Also, da bin ich dann lieber ein Affe! Diese Seite (via Leben oder so) behauptet, ich sähe aus wie Wesley Clark (59%) oder Emma Watson (58%), des weiteren sind im Unter-50%-Bereich diverse mir unbekannte Blondinen genannt (wer ist war Sharon Tate? Und, hat diese Gesichtserkennung mal unsere Nasen verglichen?).
Ts, ich muss mir online-tests dringend abgewöhnen (mit dem bzw. ohne das Rauchen hat es jetzt immerhin schon 2 Wochen geklappt)! Und mir ein anderes Bewerbungsfoto zulegen.

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Zum Affen gemacht

Dass Affen eigentlich auch nur Menschen sind, weiß seit Darwin jedes Kind. Diese prätheoretische Intuition wird jetzt durch Wissenschaftler bekräftigt, die fordern:

“…dass Menschen und Schimpansen einer gemeinsamen Gattung zugeordnet werden sollten – wie es schon einmal der Fall war. Zwischen 1775 und 1816 waren beide Arten Mitglieder der Gattung Homo. Dann aber wurden Schimpansen und ihre Vettern, die weniger aggressiven Bonobos, in die Gattung Pan eingeordnet – als Pan troglodytes und Pan paniscus. “Wir haben nicht nur ein extrem ähnliches Erbgut, sondern auch fast gleiche Zeitspannen von einer Generation zur anderen”, sagte Yi. “Menschen und Schimpansen sollten einer Gattung angehören.”
(Spiegel Online – Wider Erwarten ist der Name des zitierten Forschers nicht Dr. Zaius.)

Der haarsträubendste Einwurf in diesem Zusammenhang kommt (wie könnte es anders sein) aus England, von einem oxonischen Evolutionsbiologen:

“It seems a bit human-centric to want to put chimps into the ‘Homo’ genus and not reclassify humans as ‘Pan’. (…)” (Guardian)

Human-Centric! Ts! Machts nur so weiter mit dem Schlechtreden der menschlichen Spezies! Am Schluss kommt es noch so, wie Troy McLure im “Planet of the Apes”-Musical bei den Simpsons singt:

Troy: [singing] I hate every ape I see
From chimpan-a to chimpan-zee
No, you’ll never make a monkey out of me

Oh my God, I was wrong
It was Earth all along

You’ve finally made a monkey
Apes: Yes, we’ve finally made a monkey
Troy: Yes, you’ve finally made a monkey out of me
Apes: Yes, we’ve finally made a monkey out of you

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Amerikanische Erfindungen

Die besten und die schlechtesten Erfindungen kommen auch diese Woche wieder aus den USA:

–  die beste Decke der Welt! Wenn die Hände ab jetzt – evt. aufgrund einer tiefsitzenden protestantisch-calvinistischen Masturbationsphobie? –  brav über der Bettdecke bleiben, haben sie dort wenigstens was Sinnvolles zu tun! (Aber was hat der Typ da für nen Computer?)

Würg. Ich war mir zuvor eigentlich sicher, dass man das Konzept Pizza nicht gründlicher missverstehen kann als in Form einer "American Pan Pizza". Jedoch: das ist noch eine Steigerung. Und es kann nur ein US-Amerikaner draufkommen, dass "the problem with many foods is that they aren’t particularly portable and edible." – Hä? Tisch? Stuhl? Gabel? Messer? Teller?