Mein langer Lauf zu mir selbst

Naaa, vom Joggen schreibe ich jetzt nicht, nachdem es mich heut vormittag praktisch wieder ins Haus geweht hat nach einer jämmerlichen Runde um die Pinakotek. Vielmehr geht es um meinen politischen Werdegang.
Von dem hier im Oktober 2005 bin ich inzwischen nämlich hier gelandet:

You are a
Social Liberal
(95% permissive)

and an…

Economic Conservative
(68% permissive)

You are best described as a:

Libertarian

 
 

 
 

Link: The Politics Test on Ok Cupid
Also: The OkCupid Dating Persona Test

Also, wenn man da eine Prognose erstellen will per Extrapolation, bin ich spätestens Ende des Jahres Anarchistin. Der vermutlich dann auch bald eintretende Zwang, (Einkommens-)Steuer sowie Rentenbeiträge zahlen zu müssen, wird mich vermutlich dem Staat nicht gewogener machen. Schande, wo ich gerade eine "Belehrung und Erklärung über die Pflicht zur Verfassungstreue" ( vgl ..pdf) unterschrieben hab, da kann ich mir so ein extremistisches Abdriften doch gar nicht leisten! Bin froh über Literatur- , Film- oder Psychopharmakavorschläge, die mich vom Pfad in Richtung Anarchokapitalismus wieder abbringen.

Kurze Korrektur

Hab mich heut morgen getäuscht und muss mich korrigieren: die Sicherheitskonferenz hat auch ihre heiteren Seiten. So z.B. die Rede von Mr. Gates, der sich (zumindest anfänglich) als Stand-Up-Comedian wider den düstren Geist des Putin betätigt. Hoffen wir, dass es was beiträgt zur globalen Entspannung. Und, von hier, noch eine lustige Preisfrage: Do you know of any other state in our region which has been so much dedicated to democracy as Iran? Mir würd jetzt, so ganz spontan, schon einer einfallen, aber irgendwie hab ich das dumpfe Gefühl, dass die Antwort dem Herrn Laridschani nicht ganz passen würde…

Wie die Karnickel!

Jaja, schon wieder Tiercontent. Aber schließlich ist Sonntag und schlechtes Wetter, irgendwie muss man sich aufheitern, und das geht schließlich nicht per Berichterstattung über die Sicherheitskonferenz. Also: dem einen oder anderen dürfte beim Sport Springreiten schon aufgefallen sein, dass Pferde als Steppentiere irgendwie physiologisch total ungeeignet dafür sind, über 1,60-Hindernisse zu hüpfen, die im Abstand von ein paar Metern voneinander und in wirren Schlangenparcours aufgebaut sind, nochdazu  mit so einem Aff auf dem Rücken. Da knacksen die Gelenke, die Wirbelsäule ächzt, und der edle Herrenreiter greift zu zweifelhaften Methoden der Konditionierung. Aber, Rettung kommt aus der allweisen Natur: es gibt nämlich Tiere, die zum Turniersprung eine natürliche Veranlagung haben, seht selbst (via Cuteoverload).
 

Jetzt bräuchte man nur noch Kaninchen, auf denen man reiten kann, aber ich hätte da schon nen Kandidaten

Decline of a Nation: Dringendes Update

Ich wollte ja über das Phänomen "Binge Drinking bei Tieren" eigentlich nicht berichten. Aber jetzt komm ich nicht mehr aus: ein Farmer in Cornwall bringt laut BBC News seine Bullen mit 20 Maß Bier täglich und zärtlichen Massagen auf Wagyu-Niveau. Manch einer würde vielleicht tauschen wollen, wäre da nicht dieser Absatz:

"The result is fatty well-marbled beef with burgers from the herd fetching up to £40 each in London restaurants."You can’t really taste the beer, it just tastes like really, really good beef," said Mr Pluess." (BBC News)

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Nix Halbes, nix Ganzes, bzw.: Weder Fisch noch Fleisch

Kriegt ihr das eigentlich auch? Zweimal die Woche ein relativ dicker Packen Werbeprospekte (WalMart, Real, etc.), direkt von der Deutschen Post zugestellt in einem Plastiksackerl. Nennt sich "Einkauf Aktuell", und die Post bezeichnet es als "Service" bzw. als "Eine ideale Kombination aus Werbung und Unterhaltung." Der Shopblogger versucht, es positiv zu sehen: mich nervt es trotzdem. Aber, versteckt auf der Post-Seite, findet sich der Hinweis:

Die Zustellung an Werbeverweigerer ist selbstverständlich ausgenommen.


Jetzt brauch ich wohl tatsächlich einen "Bitte keine Werbung"-Sticker, ich subversiver Werbeverweigerer, aber das geht irgendwie auch an der Sache vorbei…ich will z.B. gerne Werbung für alle Arten von Lieferservice. Aber eben kein "Einkauf Aktuell". Allgemein keine Werbung für besonders billiges Fleisch, das schon im Prospekt eklig aussieht oder auch für "Real Fischwochen". Aber gerne: Indisch, Thai, Sushi. Eine Halb-Verweigerung ist das bei mir.
 Parallel bei anderen Verweigerern: einen anständigen Pazifisten findest Du ja heut gar nicht mehr, stattdessen "Angriffskriegsverweigerer." Kompliziert! Die fragmentierte heutige Welt der Postmoderne ist meinen simplen Hirnstrukturen wohl einfach nicht mehr angepasst.

Dauer-Krapfentest

Bei Hölzl beworben: BDSM-Berliner, aber ohne Wowi-Grußwort

Ich habe das Verfahren für den "Krapfentest" verändert und mache jetzt einen Dauertest bei der Conditorei Hölzl (Türken Ecke Schelling), um die gleichbleibend gute Qualität des dort hergestellten Schmalzgebäcks sicherzustellen. Nach einer Woche erste Resultate: die Qualität der Hölzl-Krapfen schwankt auf der nach oben offenen Fingerschleck-Skala ganz beträchtlich. Das, glaube ich, liegt daran, ob der Krapfen ein paar Sekunden zu lang im Fett lag oder letzteres ein Paar grad zu heiß oder kalt war: manchmal (diese Woche 1x) schmeckts fettig, sonst lecker knusprig bis zart-weich. Die Marmelade (habe nur Aprikose probiert) ist dagegen immer gleich gut. Beschließe jedoch, die Variabilität als eine gelungene Metapher auf das Leben aufzufassen und bleibe nach wie vor bei Hölzl. Schon wegen der Werbung!

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Cohu im Interview: “Mit dem SZ-Onlineangebot bin ich stets zufrieden!”


Bei der Überschrift würde man doch denken, dass die von der Leyen die Meinung vertritt, die (möglichst ständige) Anwesenheit der Mutter sei hinreichend und notwendig zur bestmöglichen Versorgung von Kleinkindern. Tatsächlich verteidigt sie aber im Interview vehement das exakte Gegenteil. Ach, Überschriftentexter bei sueddeutsche.de müsste man sein…

Update: bemerkenswerte Ausnutzung der Vorteile eines Online-Mediums – die Redaktion hat die Überschrift nun nachträglich geändert…
Zu Bemängeln findet die pedantische Cohu allerdings, dass die Richtigstellung und Entschuldigung des Redakteurs irgendwo in den Kommentaren vergraben ist und nicht, wie es sich gehört, direkt über (oder wenigstens unter) dem Artikel selbst steht: vorbildlich macht das z.B. Guardian Unlimited (hier ein Beispiel). Sieht ziemlich peinlich aus, oder? Aber so gehört es sich eben. Viel Interessantes und Kurzweiliges über Richtigstellungen und Korrekturen in "traditionellen" Medien findet sich übrigens bei Regret the Error. Wir Blogger brauchen das alles nicht. Wir schreiben ja gottseidank nie was Falsches!

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Cohu: von Eifersucht zerfressen!

Die IT geht nämlich heute auf den Chrysanthemenball. Für alle Nichtmünchner: das ist praktisch der (das?) münchner Ball-Event direkt nach dem Lokalderby Bayern / 60er (oder meinetwegen Unterhaching). Beim Namen kommen dem Freund von Horti- und Japanischer Kultur gleich zwei Assoziationen: Obacht, Pyrethrum! Und natürlich: Chysanthementhron, ein in Buchstabierwettbewerben beliebtes Wort, das man nach neuer Rechtschreibung aber sicher weit einfacher Krüsantementron buchstabiert. Mit beidem hat der Ball nix zu tun.
Vielmehr ist es der Hauptzweck, Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln bzw. Debütantinnen in die Gesellschaft einzuführen, mit Hilfe der (Zitat) "Herren Vertreter der Münchner Corps Isaria, Suevo-Guestphalia und Normania-Vandalia, der KdStV Trifels sowie weiterer Herren". "Weitere Herren" hört sich nicht so toll an, wo sind die denn übriggeblieben? Egal, denn: das Debütieren geht sowieso nur bis zum Alter von 25, deshalb muss ich mein restliches Leben jetzt sozusagen am Rande letzterer fristen, weil ich die Frist versäumt hab. Aber ich bin auch keine Dame.
Jedenfalls: die IT wird sich an den 16-25-Jährigen und ihren feschen Burschen mit nationaler Gesinnung delektieren, und Cohu bleibt allein zuhaus. Naja, wenigstens geht er in Begleitung!

(Bild: Wikimedia Commons)

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Decline of a Nation: Dicht wie Sau

Cat content: in diesem Fall nicht intendiert!

Mal wieder was für die Tierfreunde: seht Euch mal Perky the Pig an, ein Ferkelchen in Pint-Größe aus der am Rande des Dartmoor-Nationalparks gelegenen Gemeinde Buckfastleigh.
Wie ich der Seite des lokalen Fotografen entnehme, scheint man im landschaftlich reizvollen südlichen Devon eine ganz besondere Beziehung zum Fotomotiv "Tier + Alkoholisches Getränk" zu haben – vgl. Saatkrähe (?) Jackie The Rook beim Genuss eines Scotch. Unglaublicherweise  gibt es in besagtem Buckfastleigh auch noch eine kombinierte Schmetterling- und Otterfarm. Und zu allem Überfluss- das kann doch kein Zufall sein – stammt auch die lockige Katzenrasse "Devon Rex" (s. Abb.) aus dem Kaff (ob man die süß findet, ist allerdings Geschmackssache…).

P.S. Natürlich sollte das, siehe Überschrift, ein Artikel darüber werden, dass in GB jetzt sogar schon die Schweine binge drinking praktizieren. Aber durch die vielen drolligen Tierchen wurde ich milde gestimmt. Es lebe Buckfastleigh!

Mac works for PC

Die Filmchen, die – mit Hilfe eines sehr schön verklemmten John Hodgman – für die überragende Coolness von Macintosh-Rechnern warben, fand ich zwar lustig, aber eine Spur zu selbstgefällig. Seht selbst:

Eigentlich ist der Spießer doch viel sympathischer als der junge Typ mit seinen doofen Sneakern und seiner albernen Kapuzenjacke (ob das nur an meiner Abneigung gegen Bärte liegt?). Und die endgültige Wahrheit über Mac vs. PC findet ihr: hier.
[Disclaimer: Cohu ist Mac- vs. PC-neutral. Falls es sowas gibt.]