Google AdSense: für Kunden mit weit gestreuten Interessen!
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Traum und Albtraum des Mysophobikers
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Cohu stellt sich zur Verfügung, wenn das Klo geputzt werden muss – für das Be- und Abziehen der Betten ist die IT zuständig. Schlechter Deal, sagt ihr? Unterdrückung der Frau? Zeit, dass Cohu die Fesseln der männlichen Herrschaft zerschneidet und die IT zwingt, sich mit der Zahnbürste dem Urinstein zu widmen, während sie, Frau-Holle-gleich, die Federn aufschüttelt?
Ganz falsch. Cohus Wahl ist freiwillig und beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen: die University of Arizona führte eine Untersuchung von 12 typischerweise keimbelasteten Orten im Haushalt durch. Das hier kam raus:
The least contaminated surface was the toilet seat with only 49 bacteria per square inch – making it about 50 times cleaner than the desktop. He said (perhaps a little jokingly), "If an alien came from space and studied the bacterial counts, he probably would conclude he should wash his hands in your toilet."(abc.net.au)
Dass man sich – im Gegensatz zu praktisch keimfreien Toiletten – von Schreibtischen am besten fern hält, ist nichts neues. Aber: auch Kopfkissen sind hoch gefährlich! Wissenschaftler der University of Manchester fanden heraus, dass sich in ihnen Millionen von Pilzen und deren giftige Sporen verbergen:
Aspergillus fumigatus, the species most commonly found in the pillows, is most likely to cause disease; and the resulting condition Aspergillosis has become the leading infectious cause of death in leukaemia and bone marrow transplant patients. Fungi also exacerbate asthma in adults.
Und, sehr appetitlich:
Professor Ashley Woodcock who led the research said: "We know that pillows are inhabited by the house dust mite which eats fungi, and one theory is that the fungi are in turn using the house dust mites’ faeces as a major source of nitrogen and nutrition (along with human skin scales). There could therefore be a ‘miniature ecosystem’ at work inside our pillows."
Na wunderschön. Ein Ökosystem! Da bleibe ich lieber bei der Sanitärkeramik.
(Bilder: Wikimedia Commons; Aslak Raanes, Wikimedia Commons)
Was gibt es hier viel zu selten? Richtig, total süße wuckelige schnuckelige Tierbilder. Aber verzagt nicht, denn mithilfe meiner Fotos vom gestrigen Zoobesuch kann ich da sofortige Abhilfe schaffen.

Und um zumindest den Anschein der Wissenschaftlichkeit zu wahren: das da oben sind Reiherenten (Aythya fuligula) (die es auch außerhalb des Zoos gibt, das ist wie in Karl Valentins berühmten Tierpark-Sketch: “Da zahlt ma eine Mark Eintritt, und dann sieht man einen ganz gewöhlichen Spatzen!”). Darunter sehen wir zwei Alpakas (Lama pacos), das sind die vom Pulli. Wer jetzt noch nicht genug Tier-Content abgekriegt hat: hier geht’s gleich weiter, allerdings mit Tieren, die nach gängiger Einschätzung nicht besonders schuckelig sind.
Rauchverbot? Schön und gut, aber eines haben die Gesundheitsapostel und Geruchsempfindlichen nicht bedacht: wenn es in der Wirtschaft nicht mehr nach Rauch stinkt, dann stinkt es nach anderen Sachen. Man bedenke: es halten sich in diesen Räumlichkeiten ja immer noch hauptsächlich biertrinkende, von einem langen Arbeitstag erschöpfte Männer auf, und diese sind halt an sich nicht besonders wohlriechend. So beschreibt es ein britischer Wirt:
“Appetising food smells have increased but others are less attractive, such as stale food and beer, damp, sweat and body odour, drains and — how do you put this nicely? — flatulence.” (Sunday Times)
Na gut, in anderen Ländern würde man versuchen, diesen Düften dadurch Herr zu werden, dass man verdorbenes Essen und Bier entsorgt, Deo aufträgt und – how do you put this nicely? – in Gesellschaft nicht pupst. Nicht so in Großbritannien. Mal im Ernst: die Einrichtung des monströs versifften "Bar Towels", eines kleinen Handtuchs, auf dem die ja aufgrund des fehlenden Schaums randvollen Pints abgestellt und verschüttet werden, sowie die Beliebtheit von Teppichböden (!) in Trinklokalen könnte man echt nochmal überdenken auf der Insel. Aber stattdessen plant man nun laut Sunday Times, stinkende Pubs mit dem den künstlichen Aromen von Leder, Grasschnitt und – man höre und staune – Bier zu fluten.
Wenn schon, denn schon: warum eigentlich kein Tabakaroma?
(Bild: Wikimedia Commons)
Maul- und Klauen-Seuche? Über sowas Unappetitliches schreibt Cohu nicht. Aber auch abgesehen davon gibt es im Vereinigten Königreich momentan wieder genug Beweise für den "Decline of a Nation". So z.B. hier das außergewöhnliche Verhalten eines Oxforders im Angesicht einer schrecklichen Flutkatastrophe – seht selbst (Danke für den Tipp, Graf W.)(*)
Dann habe ich, frisch von der Insel, auch noch gute Nachrichten für diejenigen unter Euch, die sich Sorgen machen, weil sie oder ihre Kinder zu ungesund essen. Es kann noch schlimmer kommen!
Ein bemitleidenswerter britischer Bursche namens Andrew (6) etwa ist gar nicht dazu zu bewegen, Obst oder Gemüse zu essen. Besorgniserregend für jede britische Mutter: der Kleine mag nicht mal Walker’s Crisps. Diese gelten wohl als "Gemüse," da sie aus Kartoffeln bestehen, und werden daher gerne als Frühstück in die Schule mitgegeben, nicht aber in Andrew’s Fall, denn:
"Pom-Bear are the only crisps that Andrew will eat."
"The only thing he will eat for breakfast is fish fingers and spaghetti followed by a chocolate mini roll. We call it "a full Andrew". (Guardian)
Na dann: guten Appetit!
(*) Der "mysterious bottom pincher" wurde im Übrigen inzwischen aufgespürt. Zu seiner Verteidigung hatte er Folgendes zu sagen:
When the Daily Mail located Mr Burdett on Tuesday, the father-of-two said he had acted on impulse and apologised to Miss Turton if he had offended her.
He said the tweak of her behind was his way of "brightening up a dull and depressing situation" as locals battled the floods. (Daily Mail)
Außerdem ist er auch noch Künstler und sieht seinen Grabscher als "artistic statement," das wohl in seiner nächsten Ausstellung in Form einer Videoinstallation eine Rolle spielen wird.
Wir sehen also: Großbritannien sinkt immer tiefer. Vielleicht ist die MKS-Epidemie nur ein Fingerzeig Gottes, um die Briten auf den kulturellen Abstieg ihres Landes aufmerksam zu machen.
"Yes, if:
a. your first name is a southern state-like Georgia
b. you’re blind
c. you shot a man in Memphis.
d. you can’t be satisfied.
No, if:
a. you were once blind but now can see.
b. you’re deaf
c. you have a trust fund. "
(Aus: How To Sing The Blues)
Andere Personen, die das Recht haben, den Blues zu singen: Zahnfleischbluter Murphy, wegen seines Namens, und natürlich: der unvergessene Rory Gallagher, nicht nur, weil er es konnte, nicht nur, weil die Iren ja praktisch auch als unterdrücktes Volk gelten und damit nicht als "weiß" im eigentlichen Sinne, sondern weil ein Mann, der so Gitarre spielt, einfach alles darf (ist soweit ich weiß auch positivrechtlich so geregelt). Für Empfindsame: sein ganz klassischer Walkin’ Blues. Für weniger Empfindsame mit großen Boxen und stabilen Trommelfellen: sein, äh, etwas weniger klassischer Bullfrog Blues. Und, um das mal richtigzustellen: diese wasserstoffblonde quäkende Dame hat definitiv nicht das Recht, den Blues zu singen, auch wenn sie lauthals Gegenteiliges behauptet!
Spätestens seit der Fernseh-Doku über den sympathischen Bernd Stromberg, einem Schadensregulierer der Kapitol-Versicherung ("So .. wenn dir das Private unterm Arsch weg bröselt, wie son morscher Keks .. was haste denn da noch?? Da bleiben ja nur die Kollegen und wir sind ja hier praktisch sind wir hier ja eine große Familie.. ich bin der Vater, Erika ist die Tante, du bist die Tochter, sagen wir mal erste Ehe, adoptiert, dann können wir beide nämlich .. wär trotzdem kein Inzest.. nur rein platonisch natürlich.. Knick, Knack!"), jedenfalls sind Versicherungen jetzt ja ein richtig spannendes Thema. Cohu springt sozusagen auf den fahrenden Zug auf und präsentiert Euch zwei brandheiße Versicherungsthemen:
Als erstes hier mal eine Geschäftsidee aus Indien, die man in Anbetracht der Seltenheit von Fahrscheinkontrollen und angesichts der horrenden Ticketpreise auch mal im MVV-Gebiet anbieten könnte, nämlich die "Schwarzfahrer-Versicherung", die in Bombay gerne anstelle von Billets gekauft wird:
"No one actually buys a ticket, but you can buy ‘ticket insurance’ from private entrepreneurs who work at the entrance of the station. The ‘ticket insurance’ is about half the price of a regular rail ticket. It gives you a guarantee that, in the extraordinary event that you are booked by a railways inspector for taking a free ride, your fine will be paid. A relative was once booked and the ticket insurer paid the fine exactly as promised." (Sydney Morning Herald, via Marginal Revolution)
Ich befürchte aber fast, dass jemand, der ein solches Geschäft in einem Münchner U-Bahnhof aufziehen würde, sich von den Herren in Grün noch schneller vorgeknöpft würde als ein Rastaman mit seltsam riechender Zigarette oder ein auf der Leo in die falsche Richtung fahrender Radler, und das will was heißen. Der Vertrag wäre sittenwidrig und die Versicherungssumme damit nicht einklagbar, oder was sagen die zahlreichen Juristen unter meinen Lesern dazu? Selbst wenn: Sittenwidrigkeit des zugrundeliegenden Vertrags muss, wie wir aus anderen Bereichen (außerhalb des Sperrbezirks) wissen, ja noch lange nicht der Todesstoß für ein Gewerbe sein.
Aber nun zu ernsteren Problemen, die durch Unter-Versicherung entstehen könnten:
"Nach dem Atomgesetz sind Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zur Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgedeckt. Nur für einen Teil dieser Deckungsvorsorge müssen die Betreiber tatsächlich eine Haftpflichtversicherung nachweisen." (www.atomhaftpflicht.de)
Selbst eine Dyskalkulikerin wie Cohu kann sich an den, äh, mehreren Zehen des linken Fußes ausrechnen, dass die Schäden, die bei einem Atomunfall entstehen würden, ichsagjetzteinfachmal, um ein Vielfaches höher ausfallen könnten. Ich bin jetzt wirklich keine Atomkraftgegnerin, aber warum, in Gottes Namen, werden ausgerechnet Atomkraftwerksbetreiber von der Haftung befreit? Ist es wirklich so ‘ne gute Idee, für die Herren eine Anreizsituation zu schaffen, in der Sicherheitsmaßnahmen in Atomkraftwerken sich finanziell einfach nur bis zu nem gewissen Punkt lohnen? Da sich andere auch diese Frage stellen, gibt es eine Unterschriftenaktion für volle Haftpflicht, getragen u. A. vom Bund Naturschutz in Bayern und dem BUND (auch online). Interessant finde ich diese Aktion insbesondere deshalb, weil sie m.E. nicht davon abhängt, dass man kategorisch oder ideologisch "gegen Atom" ist – es geht einfach um eine, wie der Ökonom so schön sagt, Internalisierung von Externalitäten, abstrakt gesehen um den Abbau einer monströsen Subvention für einen einzelnen Wirtschaftszweig, und sowas findet doch jeder gut. Also es sei denn, einer von Euch besitzt oder leitet ein Atomkraftwerk. In dem Fall würde ich verstehen, dass er nicht unterschreibt; ihn aber dringend bitten, sich um die Sicherheit in seiner Anlage zu kümmern statt hier am hellichten Vormittag idiotische Blogs zu lesen!
(Bild: Wikimedia Commons)
Cohu als bekennender Milchzahn ist ob der Milchpreiserhöhungen besorgt: werde ich mir auch in Zukunft meinen Liter Vollmilch am Tag leisten können? Oder werde ich in 40 Jahren vor lauter Osteoporose zu einem Haufen Brösel zerfallen, weil ich mir diesen Stall-Champagner und damit die tägliche Überdosis Calcium nicht mehr leisten kann? Und wodurch soll man den winterlichen Valrhona-Kakao ersetzen, der nur mit der guten Milch – und natürlich dem Rezitieren der Zeilen "Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends / Wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts" so richtig wärmend und tröstend ist? Was hat es eigentlich mit diesem Milchkartell auf sich?
Naja, Dürre in Australien glaube ich ja noch. Aber jetzt mal zwei Fragen: soll ich ernsthaft glauben, dass ein deutscher, traditionell Mercedes fahrender Landwirt Milch so billig produziert, dass das Zeug mit Gewinn nach China und Indien geht? Ich mein, man würde doch denken, dass die dort wesentlich billiger Milch herstellen können, so wahnsinnig viel Know-How gehört ja nicht dazu. Eine Kuh ist ja kein Atomkraftwerk (s. Abb.). Und grad in Indien laufen doch wirklich genug Kühe rum.
Und dann: gabs nicht mal sowas wie die Milchquote? Zu genau dem Zweck eingeführt, um den Milchpreis exakt steuern zu können? Also, wenn schon Planwirtschaft, können wir diese Quote jetzt vielleicht einfach erhöhen? Die Agrarpolitik der EU: sie ist so rätselhaft wie das Lächeln der Sphinx oder besser: wie die großen, sanften Augen einer Milchkuh.
(Bild: Denis Gustavo, Wikimedia Commons)
Europa, wird ja immer wieder geunkt, hat keinen guten Ruf mehr. Der europäische Bürger fühlt sich von Brüssel ignoriert! Vollkommen zu Unrecht, schließlich ist jeder einzelne Brüsseler Beamte jeden Tag seines Berufslebens damit beschäftigt, das Leben jedes einzelnen EU-Bürgers bis ins kleinste Detail zu regeln. Und dann lehnen diese Volldeppen doch tatsächlich die EU-Verfassung ab!
Den Missverständnissen von seiten der widerwilligen EU-Bürger sollte jetzt (naja, eigentlich schon seit Ende 2005) mit einer – wie könnte es anders sein – ganz, ganz groß angelegten Initiative entgegengewirkt werden. Sie trägt den schönen Namen "Plan D". "D" könnte für was lustiges stehen, für Destruktion, Dussel, Donald oder Dukannstmichmal, aber in Wirklichkeit heißt es: Demokratie, Dialog und Debatte. Gähn! Na gut, quälen wir uns trotzdem durch den Text auf einer der unzähligen Euro-Projekt-Seiten:
Die Kernidee des Kommunikationsplans besteht darin, dass den Mitgliedstaaten geholfen werden soll,nationale Debatten über die Zukunft der Europäischen Union anzustoßen. (…) Europa ist das Projekt kleiner politischer Eliten gewesen“, räumte Wallström ein. Aber angesichts der Tatsache, dass „Menschen heute gebildeter und besser informiert sind“, sei es an der Zeit, dass sie stärker einbezogen würden.
Ob sie da die Leute nicht überschätzt? Ich mein, die meisten sind, wie wir alle wissen, doch relativ blöd und schlecht informiert. Also, schau Dir mal das Fernsehprogramm eines Durchschnittsnachmittags an, oder diese U-Bahn-Fressen. Wenn man ehrlich ist: so eine, äh, gaaaaaanz, gaaaaanz indirekte Demokratie wäre doch vielleicht besser geeignet. Und damit die Leute beschäftigt sind, finanzieren wir ihnen nach dem Plan D von unseren mühsam eingetriebenen Europamillionen noch so eine alberne Kampagne mit englischem Namen, äääh: Speak Up Europe. Und da die Leute eh so blöd sind, bauen wir ihnen da noch ein Flashfilmchen (bitte betrachten!) ein, das ihnen die Vorteile Europas nochmal richtig ohne viel Text erklärt.
Und an diesem Punkt, hoffentlich, hoffentlich, versinken wir vor Scham tief in den Brüsseler bzw. Berliner Boden ob der Peinlichkeit, die wir da ins geduldige Internetz gestellt haben. Ca. 3-4 Meter tief, da gibts aber sicher eine EU-Norm. (Mal ernsthaft, was haben die sich bei dem Afrikaner und dem Asiaten gedacht? Und wieso sind die weißen Europäer alle Österreicher? Um Gottes Willen!).
Als Bonus für die, die es bis hier überstanden haben: Eurotik! (NSFW)
Ich habs ja schon immer geahnt. Dass das Magazin "New Yorker" inzwischen das einzige Abo ist, das ich nicht aus Wut über schlechte Artikel abbestellt habe, war ja schon ein ziemliches starkes Indiz. Aber dieser Ask-MetaFilter-Thread zum Thema "Wie verhalte ich mich wie ein New Yorker?" bestätigt meine Vermutung: ich bin eigentlich ein New Yorker, ich lebe nur in der falschen Stadt! Das bestimmende Merkmal der Bewohner dieser Metropole aller Metropolen scheint nämlich dieser Punkt zu sein:
Walk in a straight line and to the right of the sidewalk. Look where you’re going. Don’t step out into the sidewalk from a building without looking for foot traffic.
Do NOT stand at the top of the subway steps when you come out to try to figure out where you are or what direction you’re facing (or otherwise block doors, etc.).
(…) But as long as you’re not stopping in the middle of the sidewalk, we don’t really care where you’re from.
(…) never ever block the sidewalk.
Stand on the right, walk on the left, and if you stand dumbly on the down escalator and I can’t get by, I’ll kill you.
Walk quickly and don’t get in anybody’s way. Do not stop at the top of the stairs at the station exit to check your map. Do not stand anywhere but on the right on an escalator. Do not walk slowly.
To sum that up, it would be "Don’t block the sidewalk. Don’t block the box. Don’t, generally, obstruct other people’s legitimate business; we’ve all got stuff to do and we’re all in a hurry, so if you’re dawdling, flirting with the cashier, gawking at the pickles/lox/olives, gawking at a tall building: do it on your own time and space, and most definitely not while I’m blocked up waiting in line behind you."
Eine Stadt von diesem Kaliber wäre ganz nach Cohu’s Geschmack. Ich – die ich doch sonst von ausgeglichenem, ruhigem und mitfühlendem Gemüt bin – gerate nämlich in eine unberechenbare, bösartige und aggressive Stimmung, wenn jemand mir den Weg verstellt. Menschen, die genau mittig auf dem Bürgersteig stehen, um Auslagen zu betrachten? Wah! Subjekte, die sich vor Cafés, idealerweise noch mit geschobenen, quergestellten Fahrrädern, ausführlich unterhalten? Oh nein! Am Schlimmsten: solche, die ganz grundlos einfach GAAANZ LAAAANGSAAAAM GEHEN???? Da werde ich, sozusagen, zum New Yorker.
Vielleicht würde es ja schon reichen, nach Braunschweig umzuziehen. Das ist ja angeblich (laut Brand Eins Wissen, siehe .pdf) die schnellste Geh-Stadt Deutschlands, während München (hinter Berlin mit Platz 6) auf Platz 14 rangiert…