Decline of a Nation: Stink gets in your eyes

Rauchverbot? Schön und gut, aber eines haben die Gesundheitsapostel und Geruchsempfindlichen nicht bedacht: wenn es in der Wirtschaft nicht mehr nach Rauch stinkt, dann stinkt es nach anderen Sachen. Man bedenke: es halten sich in diesen Räumlichkeiten ja immer noch hauptsächlich biertrinkende, von einem langen Arbeitstag erschöpfte Männer auf, und diese sind halt an sich nicht besonders wohlriechend. So beschreibt es ein britischer Wirt:

“Appetising food smells have increased but others are less attractive, such as stale food and beer, damp, sweat and body odour, drains and — how do you put this nicely? — flatulence.” (Sunday Times)

Na gut, in anderen Ländern würde man versuchen, diesen Düften dadurch Herr zu werden, dass man verdorbenes Essen und Bier entsorgt, Deo aufträgt und – how do you put this nicely? – in Gesellschaft nicht pupst. Nicht so in Großbritannien. Mal im Ernst: die Einrichtung des monströs versifften "Bar Towels", eines kleinen Handtuchs, auf dem die ja  aufgrund des fehlenden Schaums randvollen Pints abgestellt und verschüttet werden, sowie die Beliebtheit von Teppichböden (!) in Trinklokalen könnte man echt nochmal überdenken auf der Insel. Aber stattdessen plant man nun laut Sunday Times, stinkende Pubs mit dem den künstlichen Aromen von Leder, Grasschnitt und – man höre und staune – Bier zu fluten.
Wenn schon, denn schon: warum eigentlich kein Tabakaroma?
 
(Bild: Wikimedia Commons)

2 Responses to “Decline of a Nation: Stink gets in your eyes”

  1. Weltenweiser Says:

    Also ich mag den Geruch von unangezündetem Tabak wirklich gern. allerdings wäre es auf Dauer auch sehr penetrant. Wäre die Lösung nicht einfach mal frische Luft reinlassen?

  2. cohu Says:

    Dies wird in Großbritannien leider dadurch verhindert, dass Fenster, einmal geöffnet, sich nie wieder dicht schließen lassen. Alte Tradition. Wäre dann im Winter zu kalt!


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