Aardvark Ahoi!

Was mein Wunschhaustier angeht: Miniaturrinder sind ja sowas von von vorgestern! Ich will stattdessen ein Erdferkel.
Vorteile von Erdferkeln:

1. “Aardvark”, das englische Wort für Erdferkel, hat sage und schreibe 15 Einträge im Urban Dictionary (z.B. “someone who induldges in cocaine – my dads been hiding in the basement and going all aardvarky” sowie “uncircumcised penis – the guy was hung like an aardvark“).
2. Erdferkel sind lebende Fossilien und kamen in dieser Form bereits vor 15 Millionen Jahren vor.
3. Ihre röhrenförmigen Zähne können zeitlebens nachwachsen.
4. Sogar Cuteoverload.com, das massengeschmacktaugliche Fachblatt schlechthin für entzückte Oooohs und Aaaaahs, hat diese Tiere letzte Woche entdeckt.
5. Aufgrund ihrer spärlichen Behaarung sind sie auch für Tierhaarallergiker (wie meine IT) die perfekten Haustiere!

Posted in Nichtmenschliche Tiere. Comments Off on Aardvark Ahoi!

The Decline of a Nation: Knock me up!

In der Rubrik “Sieh’s doch einfach positiv!” heute mal wieder Neuigkeiten aus Großbritannien: die hohe Rate von Teenagerschwangerschaften ist nicht nur schlecht, wie eine Studie behauptet.

“Charlotte Savage describes getting pregnant at 16 as the ‘best thing that ever happened to her’. (…) ‘Finding out you are pregnant at 14 is a complete eye-opener,’ said Carol Taylor, executive director for national development at the agency.” (The Observer)

Da versucht man hierzulande, den missratenen Schratzen die Handys wegzunehmen, ihnen Schuluniformen anzuziehen und die hartnäckigsten Schwänzer am Schlaffittchen wieder ins Klassenzimmer zu zerren, dabei hat der Engländer schon eine viel bessere Lösung gefunden: schwängern! Und das demographische Problem hat man so auch gleich gelöst.

Posted in Decline of a Nation. Comments Off on The Decline of a Nation: Knock me up!

Minianwendung

Ich bin ja sonst nicht diejenige, die Werbung für Windows-Produkte macht, und auch beim besten Willen kein Fußballfan – eher im Gegenteil, in Anbetracht der Horden, die sich bald auf der Public Viewing Area, die mal mein Olypark war, verlustieren werden. Aber seht selbst. Das Microsoft Football Scoreboard (Download) macht sich, finde ich, auf meinem Desktop ganz ausgezeichnet (siehe Programmchen rechts unten im Eck) verträgt sich auch gut mit meinen Yahoo Widgets und informiert mich über die aktuellen Ergebnisse während der WM.
Ach ja, habe übrigens auch schon Windows Vista ausprobiert. Drollig fand ich dort auch: die kleinen, auf dem Desktop bzw. auf der Sidebar so nebenher laufenden Dinger, die momentan so in Mode sind, heißen dort nicht Widgets, nicht Gadgets, sondern ganz elegant Minianwendungen. Typisch!

Burning Ring of Ohrwurm

Gestern hab ich mir endlich mal “Walk the Line” angesehen. Obwohl ich das Witherspoon Rieserl als June Carter ziemlich gruselig fand (irgendwie hat die lauter so seltsame Beulen, Adern und Sehnen im Gesicht, so dass ich immer Angst hab, dass gleich ein Alien aus ihr rausspringt!), war das doch ein sehr feiner und leider auch – zumindest für einen alten Cash-Fan wie mich – ohrwurmverursachender Film.
Zur Heilung zieh ich mir jetzt, vermutlich zum Leidwesen der restlichen Eppendorf-WG, gerade das Folsom Prison Album rein.
Sagenhaft, und besonders schön sind Songs wie Dirty Old Egg Sucking Dog und
Flushed from the Bathroom of your Heart:

From the backdoor of your life you swept me out dear
In the bread line of your dreams I lost my place
At the table of your love I got the brush off
At the Indianapolis of your heart I lost the race…


Posted in L'art pour l'art, U.-S.-A.! U.-S.-A.!. Comments Off on Burning Ring of Ohrwurm

Virtuelle Beratung

Wie jede gute Staatsbürgerin habe ich gestern pflichtschuldig die Seite des Deutschen Bundestags aufgerufen, um mich über die Aktivitäten unseres Geheimdienstes auf dem Laufenden zu halten.
Viel Interessanter fand ich dann aber den “Virtuellen Berater“, der als gefiederte Identifikationsfigur jede noch so blöde Frage über das parlamentarische System unseres Landes beantworten soll.

Also, auf gehts:

 

 

 

 

Nicht sehr aufschlussreich. Jetzt mal was ganz Einfaches, Unverfängliches:

 

 

 

Soso! Also, wie nennt man einen drolligen ADLER? Achtet auch mal auf den seltsamen Gruß, den der mit seinem Flügel macht, wenn man seine Seite aufschlägt. Hm? Ich wüsst schon was!

Equivokation

Neue Schuhe sind fällig und im Zuge dessen eine Begriffsklärung – Okapi:

1. Okapi, das: “ein Paarhufer aus der Familie der Giraffenartigen. In der Gestalt ähnelt es auf dem ersten Blick eher einem Pferd als einer Giraffe, zudem hat es am Hinterteil schwarz-weiße Streifen wie ein Zebra. Zur besseren Verdeutlichung der Verwandtschaftsverhältnisse ist auch die Bezeichnung Waldgiraffe verbreitet.”  (Wikipedia: Okapi)

2. Okapi, der: “Der Okapi war der erste frauenspezifische adidas-Spikeschuh überhaupt und ursprünglich mit vier austauschbaren Spikes ausgestattet. Diese neue Version kommt immer noch in schmalem Schnitt mit leicht hochgezogener Ferse und wurde durch eine komfortable – spikelose – Außensohle absolut straßentauglich gemacht.” (Frontlineshop: Okapi)

Posted in Nichtmenschliche Tiere, Sprachliches. Comments Off on Equivokation

Strandhaft bleiben!

Während andere sich mit falschen Stränden zufrieden geben müssen, war ich gestern an einem richtigen, nämlich in Bülk, sozusagen am linken oberen Eck der Kieler Förde. Dort gibt es Schafe, Karnickel, Rapsfelder, einen Leuchtturm, ein Klärwerk, Austernfischer, Brandgänse und Möwennester, die nur das ornithologisch geschulte Auge entdeckt. Nach einem zweistündigen Gewaltmarsch bis kurz vor Skagen kehrten wir um und schleppten uns bis vor eine Strandhütte, wo uns die zutraulichen Einheimischen ganz köstliche Currywurst mit Pommes servierten und ich mir trotz Orkanwarnung einen Sonnenbrand holte. Zurück in Hamburg gab es dann den legendären, altkanzlergeprüften Streuselkuchen vom Petit Café. So ein schöner Tag!
(Und nachträglich eine sehr gute Idee, nicht zur Jungfernstieg-Eröffnung zu gehen…)


Posted in Cohu. 1 Comment »

Empfehlung von msn Music

…oder soll ich sagen “ms’n Mu’sic” ?

Sounddreck of my life

Aufgrund des typisch hamburgischen Wetters und meines gefährlich klingenden Nichtmehrraucherhustens à la Madame Chauchat konnte ich bis jetzt meinen neues Spielzeug noch nicht seiner eigentlichen Bestimmung zuführen. Habe jedoch festgestellt, dass es zur Leistungssteigerung auch beim Wäscheaufhängen dient. Jetzt fehlt mir natürlich ein Wäscheaufhäng-Soundtrack, aber was müsste da drauf? Muss man als gute Hausfrau ja vorsortieren. Bei dunkler Wäsche vielleicht La camisa negra, bei der weißen White Tee, zur Handwäsche Dirrrty, ab und zu was von den Toten Hosen, dann natürlich Washing Machine von Sonic Youth und – mein absoluter Favorit – der unvergleichliche Laundromat von Rory Gallagher.

Posted in Cohu. 1 Comment »

Genug ist genug.

Obwohl ich ja nicht zu den Verschwörungstheoretikern bzw. ehemaligen Waldorfschülern gehöre, die in der Mikrowelle, vermutlich schon aufgrund ihrer Rechtwinkligkeit, ein Werkzeug Satans sehen, das zuvor einwandfreie Speisen wie Seitan, Hirse- und Grünkernlaibchen mit schädlichen Wellen vollstopft und dabei auch noch die Augäpfel all zu neugieriger Zubereitungs-Betrachter von innen heraus radioaktiv verseucht (korrigiert mich, wenn ich die aktuellen Thesen zur Schädlichkeit der Mikrowelle nicht richtig wiedergebe) – irgendwann is’ gut.

Jetzt gibt es doch tatsächlich einen neuen schändlichen Versuch, meine Leibspeise Pizza unserer schnelllebigen Zeit anzupassen, und zwar eine mit allerlei Unrat bestreute, tiefgefrorene Teigscheibe, die man zur Zubereitung innerhalb von 5:30 Minuten in die Mikrowelle stellen und danach angeblich mit Genuss essen kann. Bah! Ihr Dauerfernseher habt diese Produktinnovation garantiert schon mitbekommen, aber ich war heut im Flieger doch einigermaßen über die "Minuteria"-Kampagne erstaunt. Die Spots kenn ich jetzt nicht, aber die Print-Anzeigen sind ziemlich textlastig, und folgende Stellen daraus kann und will ich Euch nicht vorenthalten:

"Der Minuteria Kenner ist anderen Genießern stets ein Stück voraus. Während die Kollegen noch in der Kantinenschlange warten, hat er sich schon in der Büroküche seine schmackhafte Pizza bereitet."

Hm ja, und dieser Typ, vermutlich SysAdmin, der da in der Büroküche vor der Mikro seine Pizza mampft, kommt auch echt sympathisch rüber. Ich wäre gern wie er! Blöde Kollegen! Geht doch allein in die Kantine! Und in der Zeit, die ich mir spare, schau ich mal, was ihr so auf den Festplatten habt. "Meinneuerbikini.jpg", aha, soso!
Aber weiter im Text:

"Wenn andere den romantischen Abend damit verbringen, alleine am Herd oder Backofen zu stehen, widmet er sich schon intensiv dem Partner."

Aaaah! Der Traumpartner für mich! Nicht so ne Lusche, die übertriebene Fünfgängemenüs aufkocht, während ich mir in Ruhe Simpsons reinziehe, nee, eher so einer, der mir ne  labbrige Papp-Frisbee à 2,99 vorsetzt, um schneller zum …äh… "intensiven Widmen" zu kommen. Werde ab jetzt nach Minuteria-kaufenden Männern Ausschau halten!

Wie schade, dass ich überhaupt keine Mikrowelle habe, sonst würd ich aus reiner Abenteuerlust mal so ein Teil kaufen. Aber im Ernst: komm mir bitte keiner auf die Idee, mir das Zeug bei nem Besuch vorzusetzen –

"Denn sobald die Freunde ihren Mantel ausgezogen haben, steht die heiße Pizza auf dem Tisch."


– so ein Mantel ist nämlich auch ganz schnell wieder angezogen.