Beichte

Ich muss was gestehen. Ne, ich war nicht bei der Waffen-SS….Vielmehr ist es so, dass ich bis gestern den Film Harold and Maude kein einziges Mal gesehen hatte. Die bei Rambolds vorrätige SZ-Cinemathek hat dem gestern abgeholfen. Besonders schön fand ich den Soundtrack vom TAFKCSFKASG (The Artist Formerly Known As Cat Stevens Formerly Known As Steven Georgiou) der ja inzwischen schon seit Jahrzehnten Yusuf Islam heißt und zu letzerem bekehrt ist, aber das hört man bei den Harold-and-Maude-Liedern noch nicht. Ende des Jahres soll von ihm übrigens eine CD rauskommen (wenns ihn bis dahin nicht wegen "Terrorgefahr" nach Guantanamo ausliefern). Also jedenfalls, der Film selbst ist wunderbar, es wundert einen nur, dass es nicht schon lang ein schlechtes Remake davon gibt, mit Elijah Wood und Charlotte Rampling in den Hauptrollen. Oder, warum nicht gleich Adam Sandler und Sharon Stone.
Kann zum Genuss des Films sehr die leckeren "Kettle Chips" empfehlen, Geschmacksrichtung Salsa with Mesquite, weil das passt zum südkalifornischen Setting des Films. Warum gibts für sowas nicht mal eine Rubrik in der Zeitung – Snackempfehlung zu Filmen, evt. in Verbindung mit dem Fernsehprogramm? Zumindest in einer dieser Sonntagszeitungen, da wird ja sonst jeder Schmarrn abgehandelt. Vielleicht kann sich das neue SZ-Sonntags-Blatt dieser Frage annehmen. Zu diesem Magazin, das grad läuft, macht man sich eine Packung Dickmanns auf, zum Bullen von Tölz gäbs Huober-Brezen, dazu kann man sich am Donnerstag ein schön luftiges Soufflé mit sehr, sehr altem Kas backen, und für heut abend mach ma uns Strozzapreti mit Pesto!

Hasta La Victoria Siempre

Kaum schaut sich Cohu Woody Allen’s zweiten Film, “Bananas”, an, in dem Woody als Quasi-Fidel-Castro auftritt, inklusive falschem Bart, schon kündigt sich in Kuba ein neuer Machtwechsel an (das Schönste daran, wie immer, die taz-Schlagzeile: “Castro nicht mehr fidel”). Also: sehr zu empfehlen, der Film. Meine Lieblingsszene: nach erfolgter Revolte wird der (Ché-artige) Rebellenführer verrückt und verkündet der jubelnden Menge vor dem Palast: “Amtssprache ist ab jetzt Schwedisch. Die Bewohner von “San Marco” sind aufgefordert, ab jetzt halbstündlich ihre Unterwäsche zu wechseln. Die Unterwäsche ist ab jetzt außen zu tragen, damit wir das kontrollieren können…”
Fast so gut wie Dr. Udo Brömme (“Alte weg von der Straße”) , wirklich ein politisches Naturtalent! Oh nein – Dr. Brömmes Seite ist verschwunden – wer soll jetzt mein politisches Vorbild sein?

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Decline of a Nation: What Art Thou?

Die Royal Academy of Arts hat das Kunstwerk eines Bildhauers für eine Ausstellung angenommen. Als er die dann besuchte, stellte er fest, dass statt seiner Skulptur eines lachenden Kopfes nur deren hölzerne Stütze ausgestellt worden war. Den im Keller zwischengelagerten Kopf durfte er dann wieder abholen, denn die Akademie hatte beschlossen:

Given their separate submission, the two parts were judged independently. “It is accepted that works may not be displayed in the way that the artist might have intended.” (BBC News)

 

Jetzt wird also ein seelenloser Bolzen ausgestellt. Da kann man ja nur noch mit Chesterton sagen: “Art consists of limitation…. The most beautiful part of every picture is the frame.”

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Burning Ring of Ohrwurm

Gestern hab ich mir endlich mal “Walk the Line” angesehen. Obwohl ich das Witherspoon Rieserl als June Carter ziemlich gruselig fand (irgendwie hat die lauter so seltsame Beulen, Adern und Sehnen im Gesicht, so dass ich immer Angst hab, dass gleich ein Alien aus ihr rausspringt!), war das doch ein sehr feiner und leider auch – zumindest für einen alten Cash-Fan wie mich – ohrwurmverursachender Film.
Zur Heilung zieh ich mir jetzt, vermutlich zum Leidwesen der restlichen Eppendorf-WG, gerade das Folsom Prison Album rein.
Sagenhaft, und besonders schön sind Songs wie Dirty Old Egg Sucking Dog und
Flushed from the Bathroom of your Heart:

From the backdoor of your life you swept me out dear
In the bread line of your dreams I lost my place
At the table of your love I got the brush off
At the Indianapolis of your heart I lost the race…


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Service des Schreckens

Die IT war zwar dezidiert anderer Geschmacksauffassung, konnte mich aber trotzdem nicht davon abhalten, dieses wunderbare, vollständige 6-Personen-Kaffeeservice aus dem Second-Hand-Laden mitzunehmen (Farbe ist übrigens ein sattes Dunkelgrün, das kommt auf dem Foto nicht so gut raus). Fast ein Sakrileg, damit was anderes zu servieren als "Echten Bohnenkaffee"… Der Vorbesitzer scheint das Schmuckstück übrigens kein einziges Mal verwendet zu haben, so sieht es zumindest aus. Evt. ein Hochzeitsgeschenk von der Schwiegermutter oder Ex-Frau? Also, bei mir kommt es nun endlich zu Ehren! Ein wahres Juwel, und angeblich sogar aus Porzellan! Passend dazu muss ich jetzt eigentlich nur noch lernen, die spacigen "Thüringer Festtagskuchen" von Frau Dietze zu nachzubacken.

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Von wegen Taille: Let’s Roll

Der Frühling ist da und damit ist es natürlich Zeit, sich nach der neuesten Mode vollständig neu einzukleiden! Und dafür braucht es Inspiration.
Mögen andere die Rückkehr der Taille beschwören – jaja, das sind so reaktionäre Kirchhofs, Schirrmachers, ach, was sag ich: Di Fabios – , ich hab da ganz andere Ideale: lasst Euch inspirieren  von  Elvis’ Bühnenkostümen. Und zwar sämtlichen. Vom stilvollen Anfang bis zum bitteren Ende. (den Link habe ich, wie so vieles, AskMefi zu verdanken)

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Lass die Knarre daheim, Burschi!

Ich weiß jetzt gar nicht, welches der Ereignisse der letzten Tage dazu geführt hat, dass ich einen Mords-Ohrwurm vom ewig nicht mehr gehörten Johnny-Cash-Song “Don’t Take Your Guns To Town” (Lyrics, MSN Music ) bekommen habe:

(…) I wouldn’t shoot without a cause
I’d gun nobody down
But she cried again as he rode away
“Don’t take your guns to town son
Leave your guns at home, Dick Bill
Don’t take your guns to town”

Ein wunderschönes Lied, das mit einer zünftigen Gitarrenbegleitung die Gefährlichkeit der Feuerwaffen in Erinnerung ruft! Noch was dazugelernt: wusstet ihr, dass Cash den berühmten “Folsom Prison Blues” (Lyrics, MSN Music), in dem es im Übrigen am Rande auch ums Ballern geht,  (laut Wikipedia) in Landsberg am Lech geschrieben hat?

Immer gleich gut…

….war das nicht der Werbeslogan für Landshuter Wittmann-Bier? Egal, es trifft jedenfalls auch auf Spike Jonze zu, der immer wieder genau meinen Geschmack trifft, auch bei Miller Auditions (trotz erforderlicher Altersangabe sfw). Gebt Euch den Otter!

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Zum Ausgleich

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Ist der Ruf erst ruiniert…

…kann man auch auf eine Internetseite hinweisen, deren Schwerpunkt auf Tieren in Unterhosen liegt. Ich finde die phänomenal.

Ist ja schließlich Freitag.

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