Friede, Freude, Eierkuchen

Wie man der Datenbank der Nominierten für den Friedensnobelpreis für die erste, ja bekanntermaßen besonders friedvolle Zeit des letzten Jahrhunderts, leicht entnehmen kann, sind die Vereinigten Staaten mit 613 Nominierten von 1901-1955 (zum Vergleich Österreich: 215, China: O) damals das friedlichste Volk überhaupt gewesen.
Andere Gründe sprechen allderdings dafür, etwas an der Aussagekraft dieses Ergebnisses zu zweifeln: ahem.

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Reisen bildet

1. Passauer Jugendliche kennen den Spruch "Trink Bier – nach Vier" nicht, bzw. sie halten sich nicht daran, sondern sitzen auch gerne schon um zwei Innstadt-schlürfend auf der Promenade
2. Man hätte gedacht, der Abriss der Nibelungenhalle – ein sagenhaft hässlicher Nazibau – könne architektonisch gesehen das Innenstadtbild nur aufwerten. Hätte man gedacht, bevor man die "Piazzetta" und den wahnwitzigen mit dunkelgrünem Marmor verkleideten Turm inklusive Cineplex und KIK-Discounter gesehen hat, der jetzt dort steht. Naja, für die Gestaltung des restlichen Platzes kann es jetzt eigentlich nur noch besser kommen…würde man denken.
3. Nachträglich erwies sich Cohus Entschluss, Passau gen München und gen Philosophie zu verlassen, als zutiefst richtig. Ansonsten müsste sie jetzt vielleicht das Ende ihres Jurastudiums auf einer Party feiern, die unter dem Motto "In dubio Promille" steht und – fast schon im Alabamahallen-Flatrate-Stil – angepriesen wird mit "3 Euro Eintritt – 1000 Shots for free!". Die haben wohl den Schuss nicht gehört! Und die Philosophische Fakultät schaffen sie auch grad ab: keine Respekt vor der Mater Scientiae, die Deppen, dann viel Spaß beim Streamlining auf erhöhten Juristen- und BWLer-Ausstoß, Unfug wie "KuWi" mit 0,75er NC und mit integrationsunwilligen Norddeutschen, die mit Jeeps und Z8s den endgültigen Verkehrskollaps herbeiführen und sich nicht zu schade dafür sind, im Reiterhofstil inkl. kniehohen Stiefeln die Gänge der Uni zu bevölkern, dabei ohne Unterlass das Razr am Ohr, um die zarte Nabelschnur zum Norden nicht zu durchtrennen. In der Zivilisation hat ja das ländliche Verkleiden noch einen gewissen ironischen Reiz (man denke z.B. an Marie Antoinettes Schäferspiele in Versailles!). Aber in Passau?  Wenigstens sind die Ballerinas hier praktisch noch nicht angekommen.
4. Auf dem Residenzplatz in der Sonne sitzend erlebt sich Passau wie eine drollige kleine italienische Stadt. Bonus: auch hier versteht man kein Wort von dem, was die Einheimischen reden.

(Bild: Wikimedia Commons)

Unten am Fluß

 Humboldt-Pinguin
(Bild: Wikimedia Commons)

Morgen verschlägt es Cohu aufgrund wissenschaftlicher (haha!) Verpflichtungen der IT in eine niederbayerische Metropole, die sogar vom doch relativ weitgereisten Humboldt zu den 7 schönsten Städten der Welt gezählt wurde. Ein Mann, nachdem sogar eine Pinguinart (s. Abb.) benannt wurde, muss doch eigentlich recht haben, oder?
Jaaa, ahnt ihr es? Nein, nicht Plattling, nicht Deggendorf, es geht vielmehr an meine ehemalige Alma Mater, nach Passau. Werde ich mir also etwas die Füße vertreten und hoffen, dass ich doch ein nettes Café finde, sollte es zu regnen anfangen. Besichtigungs- (und Lokal-)Tipps werden gerne entgegengenommen.

Zeit für den Wechsel

…so hat die CSU ja schon bei der letzten Wahl geworben. Und jetzt? Wer soll unseren unvergleichlichen Ministerpresadentdoktoredmundstoiber ablösen? Die parteiinternen Kandidaten haben sich ja bereits durch Latexhandschuhe, uneheliche Fortpflanzung, Frankentum und peinliche Boulevard-Auftritte ("Erwin Hubers Tochter: So ist mein Papa wirklich!") disqualifiziert. Aber warum nicht mal ins Ausland schauen. Japan zum Beispiel. Zum Bürgermeister von Tokyo hat dieser vielversprechende Aspirant es nicht geschafft. Aber vielleicht wird’s in der CSU was? Schwarz genug ist er zumindest, und ein Bierzelt kann er so sicher auch zum Kochen bringen! Frisurtechnisch kann er sich vielleicht vom Söder beraten lassen…

Sauber!

Doku mit Cohu-Prädikat: bei Google Video gibt es eine recht interessante Feature-Doku über/von einem BBC-Journalisten, der versucht, etwas darüber rauszufinden, wie es im Iran – abgesehen von Israelflaggen-Verbrennen, Atomstreit und absurden Meldungen – tatsächlich zugeht: Rageh inside Iran. Allein wegen der Tunneleinweihungsszene mit unserem Lieblings-Monchichi lohnt sich der Film! Aber auch sonst – mal Hand aufs Herz, was wisst ihr über die neuere Geschichte des Irans, z.B. über den Iran-Irak-Krieg der 80er (1. Golfkrieg)? Und hattet ihr eine Ahnung davon, dass es im Iran ein großes Problem mit Crack- und Crystal-Meth-Abhängigen gibt? Zumindest mir war das alles neu.
Übrigens: wenn mich nicht alles täuscht, haben die in Teheran eine modernere U-Bahn als bei uns. Und es schaut auch fast sauberer aus dort. Die Einführung von überquellenden Mülleimern hier in München (insbesondere im E-Garten) hat man jetzt wohl aus der Bundeshauptstadt übernommen…
(Bild: Wikipedia)

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Von Lerchen und Eulen

Gähnende Dänen sind vielleicht bald was von gestern. Hofft die B-Society. Das ist eine in Dänemark ansässige Bewegung, die darauf besteht, dass nicht nur Morgenstund Gold im Mund hat, sondern auch ein später Vogel mal den Wurm fangen sollte. Frühaufsteher-Systeme sind altmodisch, den Bedürfnissen einer anachronistischen A-Society, die von Ackerbau und Viehzucht lebt, angepasst. Menschen, die ihrem tatsächlichen Biorhythmus folgen wollen, fordern eine "B-Society" – die auch besser zum Innovationszeitalter passt:

B-Society will create a new daily rhythm in schools and other institutions as an alternative to the current rhythm of “early at work and early at home”.
The society’s time structures based on habits of the early riser’s are not untouchable natural laws even though it can easily seem so from looking at the ways in which we have organized our lives. No.
The ‘owl’ has got the right to say: “Give me the late riser’s rhythm at work, at home and in society. Let me come to work at 11:00 and go home at 20:00. Let me have quiet mornings to read my newspaper and ease into the day gently and peacefully”. (B-Society)

Ob man eine "Lerche" oder eine "Eule" ist, kann man übrigens anhand dieses Tests rausfinden (wenn man es nicht eh schon weiß, weil man z.B. grade eben erst aufgestanden ist. Oder sich bereits die Schlafmütze aufgesetzt hat, es ist immerhin fast Sieben!).

Cohu ist mit 44 Punkten übrigens ein "Indifferenztyp". Ein schönes Schimpfwort, das ich in mein Fluchvokabular aufnehmen werde.

(Bilder: BS Thurner Hof/Wikimedia Commons, Wikimedia Commons)

Muss am Haaransatz liegen.

Ostern fällt aus,

…und schuld sind die Kommunisten. Wirklich!

Keine Witze: Hitze!

Die Tatsache, dass durch den "Hitze-Sommer" 2003 in Europa 70.000 Menschen gestorben sind, ist erstaunlich. Noch interessanter wäre das ganze, wenn es z.B. auch noch Zahlen dazu gäbe, wieviele Kältetode z.B. in diesem Winter (ha, ha) ausgeblieben sind – die Bewertung, das Sommersterben 2003 sei eine der "schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte Europas" (SPON) würden die Winterzahlen ja evt. etwas relativieren. Ich warte in diesem Zusammenhang auf die Schlagzeile "Winterwärme 2006/07 – das Netteste, was die Natur je für uns getan hat!" – aber wohl vergeblich.
Tatsächlich sind einige der Meinung, dass der Klimawandel sogar dazu führen könnte, dass weniger Leute in Europa aufgrund von Hitze/Kälte insgesamt sterben. Das meinen z.B. Keatinge, Donaldson, et al. (2000):

Populations in Europe have adjusted successfully to mean summer temperatures ranging from 13.5°C to 24.1°C, and can be expected to adjust to global warming predicted for the next half century with little sustained increase in heat related mortality. Active measures to accelerate adjustment to hot weather could minimise temporary rises in heat related mortality, and measures to maintain protection against cold in winter could permit substantial reductions in overall mortality as temperatures rise.

Na, vielleicht auch schon total überholt.  Einen Hitzeschutzanzug (siehe Abb.) sollte sich aber schon aus modischen Gründen jeder Europäer zulegen, finde ich (macht ständiges Herunterdrehen der Heizungen, Herde, Waffeleisen, Backöfen etc. im Haushalt auch überflüssig und fördert so den guten Klimawandel!)

(Bild: Wikimedia Commons)

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Unterirdisch

Die Münchner U-Bahn-Stationen sind ja schon mal nicht schlecht (zu bewundern sind sie auf FloSchs feiner U-Bahn-Seite). Cohus Lieblingsstation ist "Josephsburg," auch, wenn es außer dem U-Station leider nicht viele Gründe gibt, in Berg-am-Laim auszusteigen. Aber: noch viel coolere U-Bahnhöfe (bzw. Tunnelbana-Höfe) gibts in Stockholm. Müsste eigentlich auch noch viel Geld sparen, so zu bauen, oder?
Überhaupt, was moderne Gestaltung angeht: der Lokal-Kulturteil der SZ war heute überschrieben mit "MÜNCHNR KULTUR". Ich schwanke noch zwischen der Interpretation "gewohnheitsmäßige Schlamperei" und der Auslegung, dass die SZ-Redakteure jetzt auch versuchen, auf den Web 2.0-Zug aufzuspringen.