Die Entdeckung der Langsamkeit

Frau B. hat, wie so oft, recht:

"Aber irgendwie will man grad nicht um die Welt fliegen. Stattdessen werden Kind und Kegel und Luftmatratze ins Auto gepackt, die Räder hinten, oben, sonstwo angeschnallt und es geht los. Und nicht mal mehr zwingend übern Brenner. Slow down heißt ganz offensichtlich die Devise."

Auch bei Cohu keine Brennerüberquerung dieses Jahr. Es geht ins Ötztal, ins altbewährte tiroler Domizil mit Herrgottswinkel und Holzofen (den wir nicht brauchen werden, naja, hoffentlich!). Highlight: Besuche des Ötzidorfs und des Alpenzoos sind geplant, ebenso wie das Betrachten von wilden Forellen, eine Beschäftigung, die das Herz des Städters bekanntermaßen auch dann erfrischt, wenn er ohne Angelausrüstung anreist. Irgendwann lerne ich es auch noch, die Viecher mit der bloßen Hand zu fangen (doch, das gibts. Der Schotte nennt es "Guddling for Trout", Zitat " ….you’re going to get wet and cold. Very wet and very cold. But the reward—-")

Da wir zwangskosmopolitisierten Jungspunde aber doch nicht von einer Flugreise ablassen können (so lange wir noch dürfen!), gehts danach auch noch nach Irland (ebenfalls ein bereits bewährtes Cohu-Reiseziel). Diesmal allerdings nach Kerry. Auch da wird vermutlich kein wirkliches Exotik-Feeling aufkommen: der Ire ist ja, was Bierkonsum und Traditionsbewusstsein angeht, der Bayer der britischen Inseln. Auch das Wetter dürfte sich vom hiesigen nicht groß unterscheiden. Richtig so. Denn, wie Frau B. sagt:

"…der Erholungswert beim downslowen ist enorm."

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Ein Unglück kommt selten allein

Um 12:00 gabs nämlich auch noch den Programmpunkt "Autounfall" – beim Tag der offenen Tür der Feuerwache 4.

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Cohu stöbert

In den alten Fotosammlungen, die durch Digitalisierung nach und nach im Netz auftauchen, findet sich so manche Perle.

The Humphrey Winterton Collection of East African Photographs 1860-1960 etwa enthält Herrn Stanley (der von Livingstone) mit seinem beachtlichen Gefolge und den unheimlichen Captain Speedy und seinen Kleinen Prinzen (mehr zu ihm gibt es hier).

Das Bilder-Bundesarchiv ist (bis auf unrühmliche Ausnahmen) weniger exotisch – und unglücklicherweise durch Wasserzeichen verunziert…- aber trotzdem interessant: Büro im Wasser, Krippenwagen, E-Mail anno 1930. Und zum Thema "es war ja nicht alles schlecht damals" der photographische Beleg einer "schönen Weihnnachtssitte" im Jahr 1931.

Das alles wird aber weit in den Schatten gestellt durch die Werke des russischen Fotografen Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskii vom Beginn des letzten Jahrhunderts. In für die Zeit um 1910 wahrlich ungewohnter Farbenpracht strahlen uns in dieser Sammlung entgegen: Jüdische Schüler mit ihrem Lehrer. Gefangene und Wärter. Ein turkmenischer Kameltreiber. Und: Teepflückerinnen. Mehr Informationen zu der Sammlung und Prokudin-Gorskis Methode gibt es hier

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Californiliquidation

Ein sueddeutsche.de-Kommentar versucht heute, das kalifornische Finanzdebakel zu analysieren. Hm, also, wenn ich den Kommentar, nach einiger Überlegung und wiederholtem Lesen, richtig verstehe, dann… hmmmm….hat auch der sz-Kommentator eigentlich keine Ahnung, warum es so gekommen ist, findet Schwarzenegger aber irgendwie diffus doof, weil der mal im Kino war.

Wen die Frage trotzdem noch interessiert, der kann ihr bei reason nachgehen: unterhaltsamer, polemischer, argumenthaltiger und passenderweise in Videoform, präsentiert vom einzig wahren Lederjackenlibertarian Dr. Nick Gillespie.

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