Katzenkontent

Endlich: eine Browserkatze für die, die Katzeninteraktion zur Konzentrationssteigerung während der Arbeit nutzen wollen, aber keine Bürokatze zur Kollegin haben (für Hundeliebhaber gibts sogar einen gehorsamen Kläffer). Tierhasser können sich zumindest einen virtuellen Kaffee machen.

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Frau (fast) ohne Unterleib

Wo wir schon bei Abnormitäten sind – kleiner Tipp für den Photoshop-Praktikanten bei der "Matador": wenn man vom Covermädel einseitig etwa 10 cm wegschnippeln muss, damit sie zur "Traumfrau" wird, sollte man nicht vergessen, ihren Nabel PS-chirurgisch zu zentrieren. Seitlich versetzte Näbel führen bei Cohu zu ausgeprägter Gänsehaut vor dem Zeitschriftenregal, ebenso junge Mädchen, deren Schultern etwa 20 cm breiter sind als die Hüften (ernsthaft: ist das eine Kampfschwimmerin? Oder wurde ihr der Hüftknochen amputiert? Und ist der Nabel nicht auch noch irgendwie viel zu weit oben? Wenn die Dame tatsächlich aus Krankheitsgründen entstellt sein sollte, bitte ich meine Bemerkungen zu entschuldigen, das wäre dann allerdings ziemlich bewundernswert für "Matador"!)
Wer  noch Nachhilfeunterricht braucht, was die – nicht ganz realistischen, aber überzeugend schönen – Proportionen von Pinup-Girls angeht, sollte bei Gil Elvgren in die Lehre gehen (seit 1970 vermutlich SFW).

Decline of a Nation: Exhaust-ing

Menschen, die sich als "Auto-Fans" bezeichnen, waren Cohu schon immer suspekt. Autos sind große laute stinkende Blechhaufen, die die Innenstädte verschandeln, aber doch nichts, womit man sich in der Freizeit beschäftigen will! Dieser Brite geht sogar noch weiter: er ist Auto-Liebhaber im buchstäblichen Sinne. Man könnte jetzt daraus wieder schlimme Dinge über den britischen Nationalcharakter ableiten, aber Obacht: bei der sonderbaren Beziehung der Deutschen zu ihren Autos gibt es hierzulande vielleicht sogar einen größeren Prozentsatz von Blechfetischisten. Immerhin ist das wohl eine relativ CO2-neutrale Art und Weise, sich mit Automobilen zu beschäftigen.
Entsetzte Leser, die die Vorlieben des Herrn Donald für unnatürlich halten, kann ich beruhigen: Sex mit Gegenständen ist auch in der nichtmenschlichen Tierwelt weit verbreitet. Man nehme (ich spreche aus Erfahrung!) ein Kaninchen und irgendein Stofftier – Voilá! Schön auch die sog. Sexualtäuschungsblüten der der Ragwurz-Orchideen: sie sehen aus wie Bienen- bzw. Wespenhinterteile (siehe Abb.) und sondern auch dementsprechende Duftstoffe ab. Kommt ein Männchen der imitierten Art geflogen, wird es, wie Wikipedia das ausdrückt, "verführt" (und hilft im Idealfall, die nächste verführerische Orchidee zu bestäuben). Sex mit vergleichsweise unbelebten Dingen also schon im Insektenreich. Ich weiß es nicht, aber vielleicht kommt von dieser Geschichte her ja die Sitte, Kindern von "Bienchen und Blümchen" zu erzählen…
(Bild: Wikimedia Commons)

Cohu auf dem Weg zum Anarcho-Kapitalismus, heute: Papa der Nation

Wenn ich lese, dass "der Staat" etwas besser kann als Privatpersonen, und man deshalb letztere dazu zwingen sollte, sich diesem wunderbaren Gebilde von der Wiege bis zur Bahre unterzuordnen, fallen mir dazu eigentlich nur folgende Sachen ein:
– Krieg führen (Angriffs- oder Verteidigungskrieg)
– andere Formen der Außenpolitik betreiben (insbesondere protektionistische Wirtschaftspolitik)
– Rechtssicherheit garantieren (Zivil- und Strafrecht) unter Einsatz von bewaffneter Exekutive
Diese Dinge möge jeder dem Staat gerne und mit Freude überlassen.
Wer hingegen ernsthaft der Meinung ist, "der Staat" (nicht etwa: gute, engagierte Lehrer, selbstbestimmte, gut finanzierte Schulen, individuell abgestimmte Lehrpläne, sondern "der Staat") könne Kinder am besten erziehen, der sollte meiner Meinung nach erst gar keine kriegen, sich seinen überbordenden Paternalismus sonstwohin stecken und meinetwegen in Frankreich bleiben, wenn er es dort gar so toll findet. Hmpf.
Interessant in diesem Zusammenhang auch die steigende Beliebtheit von Homeschooling in Frankreich (es gibt dort, entgegen dem, was der "Krawattenmann des Jahres 2005" uns glauben machen will, im Gegensatz zu Deutschland keineswegs einen "konsequent" durchgehaltenen Schulzwang):

Besonders bemerkenswert: Viele Heimschüler sind Kinder von Lehrern. "Ich wollte meine Kinder nicht in die Schule schicken, nachdem ich sie von innen gesehen hatte", sagt Marcel von "Les Enfants d’Abord" und gibt sich als ehemaliger Lehrer zu erkennen. Ein anderer Lehrer, der immer noch in einer staatlichen Schule arbeitet und deshalb nicht genannt werden möchte, holte seine beiden Töchter aus dem öffentlichen System, nachdem er zwei Jahre dort gearbeitet hatte. (SPON)

Und wie wahnsinnig gut die gesellschaftliche Integration durch das Schulwesen in Frankreich funktioniert (ja auch ein Effekt, den man sich von der staatlichen Zwangsschule verspricht), sieht man hier. In diesem Sinne: ein Hoch auf "den Staat" und seine Erziehungskompetenz!
Ach, und wie sympathisch, dass ein Alt-68 inzwischen so mutig dazu stehen kann, dass ihm bei der eigenen Tochter schon mal "die Hand ausgerutscht ist", natürlich "nur ein einziges Mal" (verständlich: so selten, wie der vielbeschäftigte Wickert mutmaßlich alltägliche Erziehungsverantwortung übernommen hat, dürfte es für ihn schwierig gewesen sein, überhaupt passende Gelegenheiten zur Züchtigung der Tochter zu finden). Dazu dann noch der Kommentar: "Man sagt ja: Die Ohrfeige tut Vater oder Mutter viel mehr weh, als dem Kind, weil sie sich anschließend Vorwürfe machen." Schon das Idiom finde ich dabei so 50er-Jahre mäßig selbstgerecht und widerlich, dass ich Gänsehaut bekomme. Wah! Schluß! Sonst rutscht mir auch noch die Hand aus!

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Doppel sind in Mode

Hier hats ein alternativkulinarisches Gemischtes Doppel (wobei ich mich zwar schon neugierig bin, was "alternative dining projects" sein sollen, aber doch nicht so neugierig, denen meine Mailadresse in den Rachen zu stopfen). Und bei der Kaltmamsell gab es auch eins neulich.

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Ein Traum…

…für jeden Verleger sind wohl die "Seltsamsten Bücher", die jedes Jahr von der britischen Wochenzeitschrift "The Bookseller" ausgewählt werden – das seltsamste Buch gewinnt den "Diagram Prize". Auf der Kandidatenliste für 2007 sind laut Guardian:

How Green Were the Nazis?, Thomas Zeller, Franz-Josef Bruggemeier and Mark Cioc (Ohio University Press)
The Stray Shopping Carts of Eastern North America: a guide to field identificatio, Julian Montague (Harry N Masters)
Tattooed Mountain Women and Spoon Boxes of Daghestan, Robert Chenciner, Gabib Ismailov, Magomedkhan Magomedkhanov and Alex Binnie (Bennett & Bloom)

Gar nicht so seltsam erscheint mir "Better Never To Have Been: the Harm of Coming Into Existence" von David Benatar (Clarendon Press), zumindest auf den ersten Blick. Das liegt, ich kann meine Leser beruhigen, weniger an meiner depressiven Ader als vielmehr an meiner berufsmäßigen Beschäftigung mit mehr oder weniger abgefahrenen ethischen Fragen. Der Klappentext entlockt jedoch auch der abgebrühten Professionellen ein erstauntes Augenbrauenlüpfen:

"David Benatar argues that coming into existence is always a serious harm. (…) The author then argues for the ‘anti-natal’ view—that it is always wrong to have children (…) . Anti-natalism also implies that it would be better if humanity became extinct. Although counter-intuitive for many, that implication is defended, not least by showing that it solves many conundrums of moral theory about population." (Amazon)

In der Tat: der Anti-natalism würde nicht nur dieses, sondern praktisch auch noch alle anderen moralischen Probleme lösen. Hoch interessant. Leider sagt mir die STABI zu diesem Titel " im Geschäftsgang bis 04.07.2007" – bis dahin werde ich mich mit der Erkundung des "Anti-Natalism" also noch gedulden müssen…

Decline of a Nation: Dirrrty!

Großbritannien, kleine grüne saubere Insel der Hecken, Hügel und Naturschönheiten? Nix da, alles total verdreckt, wie uns Jeremy Paxman im Guardian erklärt:

The gutters heave with the spring awakening of Starbucks cartons. The pavements glitter with discarded gum and the sun twinkles on a million soft-drink cans. What is that streaming from the top of the tree? It’s a 12ft length of grubby plastic. (Guardian)

Dazu dann, was den Bio-Dreck angeht, noch die Hunde und die Briten selbst – und schon hat man einen Saustall auf den Straßen (s. Abb.). Wir wären nicht beim Guardian, wenn man, statt einfach auf die kaugummispuckenden und müllwerfenden Dreckspatzen zu schimpfen, nicht auch zumindest den Versuch einer gesamtgesellschaftlichen Erklärung machen würde. Immerhin: "it is too easy to blame it all on Margaret Thatcher."
Stattdessen, so der Autor, ist zumindest auch die Respect Culture an der Umweltverdreckung schuld, und natürlich die "increasingly frenetic attempts to persuade us to spend money on things we don’t need to buy", äh, also der freie Markt. Nachvollziehbar – erinnern wir uns, wie vorbildlich sauber und aufgeräumt es z.B. im Ostblock zuging. Wer für eine Plastiktüte drei Tage anstehen muss, wird einen Teufel tun, sie danach achtlos wegzuwerfen! Da eine Rückkehr zum wahren Sozialismus aber auch Paxman momentan nicht machbar erscheint (Blair!), schlägt er eine konzertierte Aktion vor, sozusagen einen landesweiten Frühjahrsputz:

What is obviously needed is some combined initiative, individual and collective, voluntary and coercive, before it is too late. Unless we are to revel in a belief that somehow the British are a uniquely sordid people, we should seize the moment. This is the perfect time of year for a national spring-clean, which could involve councils, schools, voluntary groups and community organisations, as well as the statutory authorities. It would be one of those few tasks in life at the end of which you would see a result.

Vielleicht kann Berlin da ja auch gleich mitmachen?

Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand…

…aber wozu? Vermutlich nur, um Cohu wieder mal einen ihrer saublöden schlagerinspirierten Post-Titel zu liefern. Viel nützlicher, zumal an der Küchenwand, ist das hier (via Don). Ob ich mir sowas auch basteln kann? Alte, mit Müh und Not noch funktionierende Laptops hätt ich genug…mit meinem Pavilion müsste ich sogar noch eine WLAN-Verbindung hinkriegen. Zwar koche ich eigentlich nicht streng nach Rezept, aber hier kriegt man doch manchmal (trotz mancher Ausfälle) taugliche Inspirationen.

Decline of a Nation: Spending a Penny

Wie ich diesem interessanten Artikel entnehme, ist die Zahl der öffentlichen Toiletten in London von 2000 bis 2005 um 40% gefallen, so dass jetzt noch 415 öffentliche Toiletten für 7,5 Millionen Einwohner zur Verfügung stehen (28 Millionen Touristen kommen noch dazu pro Jahr). Und das, obwohl London seit viktorianischen Zeiten für besonders gute Sanitäreinrichtungen berühmt war und Großbritannien überhaupt eine ruhmreiche Vergangenheit in der Geschichte der Erfindung und Weiterentwicklung des Klosetts vorweisen kann – WC kommt nicht von ungefähr von Water Closet! Aber das war einmal.
Heute schockt dieses Ergebnis:

"Research by ENCAMS, an environmental charity, showed 95 percent of Britons had urinated, vomited or defecated in public because no toilet was available." (Bloomberg)

Ich bin keine Expertin der empirischen Sozialwissenschaften, aber trotzdem nicht ganz sicher, ob das faktische Verhalten der Briten tatsächlich am Mangel öffentlicher WCs liegt oder eher an einem grundsätzlich anderen Verhältnis zu Alkohol, Öffentlichkeit und Körperfunktionen…
Für Zartbesaitete gibt es jetzt in der Oxford Street ein privates Luxusklo namens "WC1" – eines der wenigen Klos, das eine eigene Homepage hat. 3 Euro kostet einfaches Pinkeln, 7,50€ die Benutzung des "Powder Rooms" inkl. Handmassage (nur für Frauen das Ganze – laut Website ist das dann a perfect shopping pitstop, and a great place to meet girlfriends between work and play – naja).
Private Luxusklos, Vielleicht der Markt der Zukunft? Cohu patentiert sich die Idee, sowas in der ähnlich luxuriösen Prinzregentenstraße zu bauen und es "P1" zu nennen, pecunia non olet!

(Bild: Andrew Dunn/Wikimedia Commons)

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Wake Me Up Before you Go-Go

Ist er nicht süß? Cohus Drittwecker SLABANG (gestern für 3€ in der Fundgrube abgestaubt). Mit der Funktion "Individuelles Wecksignal durch Aufnahme eigener Mitteilungen" sind Schabernack, Klamauk und kindischem Vergnügen Tür und Tor geöffnet –  die Aufnahmesessions gehören zu den äußerst seltenen Anlässen, wo Cohu sich darüber ärgert, dass sie nicht (absichtlich) rülpsen kann.
Vielleicht mit ein Grund dafür, warum ich dieses wunderschöne Massivgummi-Designerstück nicht im Schlafzimmer betreiben darf.