Ich bin ja immer noch auf der Suche nach dem perfekten Aquarienfisch. Der da oder der da?
Oder gleich (obacht, Zartbesaitete!) der da?
(Bild: Wikimedia Commons)
Ich bin ja immer noch auf der Suche nach dem perfekten Aquarienfisch. Der da oder der da?
Oder gleich (obacht, Zartbesaitete!) der da?
(Bild: Wikimedia Commons)
Das Planet Green Game ist was für pedantische Treehugger, denen ein penetranter Hippiesoundtrack nichts ausmacht und die glauben, dass es gegen Klimawandel was hilft, ungiftige Haushaltsreiniger zu verwendenden, sowie (besonders lustiger Tipp, wie ich finde) Geschirrspüler nur nachts laufen zu lassen, wenn die Stromnachfrage gering ist. Wer Starbucks schon vorher nicht mochte (sei es aufgrund von Antiamerikanismus oder aufgrund einer Vorliebe für Kaffee, der nach Kaffee und nicht nach mehliger Zuckermilch schmeckt), kann seinen Hass hier noch vertiefen.
Ein Spielchen mit Cohu-Prädikat hingegen findet sich hier: töte Dich selbst innerhalb von fünf Minuten mit allem, was dir im Großraumbüro in die Hände kommt, um dem nächsten Meeting des Schreckens zu entgehen. Destruktion hat schon immer mehr Spaß gemacht als Konstruktion. Gilt natürlich nur für Flashgames!
Eine walisische Baufirma hat ihren Bauarbeitern verboten, hinter Frauen herzupfeifen. Etwas ernüchternd allerdings, dass als Grund für diese m.E. ziemlich selbstverständliche Verhaltensregel Folgendes angegeben wird:
“The reality is that nowadays more and more women visit our sites looking for a new house because many are in a position to afford to buy on their own,” said Mr Goad. It all points to the fact that we need to look after our female visitors. (BBC News)
Frauen ohne Geld darf man also zumindest theoretisch auch weiterhin belästigen (daher auch der Ausdruck “billige Schlampe”, oder hat man jemals von einer wohlhabenden Schlampe gehört? Ausnahmen bestätigen wie so oft die Regel).
Fraglich ist auch, wie man das langfristig durchsetzen will. Ein typisch britischer Ansatz wäre es, sprechende Überwachungskameras einzusetzen (“He, du Maueraffe, noch ein Laut und ich hol Dich vom Gerüst!”).
Etwa ein- bis zweimal im Jahr bekommt Cohu Besuch von einem Nachtmahr. Der Nachtmahr hat, wie man schon auf nebenstehendem Gemälde sieht, die Angewohnheit, sich auf blonde Damen zu hocken, wenn diese auf dem Rücken schlafen, und sie überaus zu ängstigen. Die vom Nachtmahr besuchte Dame ist wach, kann sich durch Einwirkung des Mahrs überhaupt nicht mehr bewegen, nicht mal die Augen aufmachen, sie ist sich dessen jedoch (im Gegensatz zum normalen Schlafzustand) auch bewusst. Natürlich nur für allerhöchstens ein paar Minütchen, aber: Traumzeit hat ja mit der realen Zeit nichts zu tun, wie jeder Träumer weiß! Wenn man Pech hat, träumt man in diesem bedauernswerten Zustand auch noch weiter, hört also z.B. das Telefon klingeln, Klopfen an der Tür, Schritte, oder (das bleibt Cohu gottseidank erspart) sieht sogar seltsame Gestalten, die einen eventuell sogar "anfassen" (hier eine gruselige Beschreibung). Oder man wird gleich von Aliens entführt.
Nein, es ist noch nicht soweit, dass ich an überirdische Wesen glaube. Natürlich gibt es auch hierfür eine wissenschaftliche Erklärung: es handelt sich um eine hypnopompe Schlafparalyse, wie sie bei vielen Menschen vorkommt, und auch anscheinend in über alle Kulturen hinweg. Erstaunlich finde ich dann auch die Bemerkung des Observer:
Sleep paralysis is perhaps one of the last closet conditions. Few admit they have it, for fear of being labelled mentally ill or scaring off potential friends and lovers. (Observer)
Darauf lass ichs jetzt mal ankommen. Also praktisch schon wieder ein Outing!
Bild: Heinrich Füssli, "Der Nachtmahr" (1781). Das Gemälde existiert in mehreren Versionen, eine davon hängt glaube ich in der Neuen Pinakothek, oder im Lenbachhaus?
Falls sich jemand über die herabgesetzte Postfrequenz wundert: Cohu wird grade zerrieben zwischen 1. einer Seminararbeit (hoffentlich meiner letzten) und 2. den Ansprüchen der modernen Aquaristik.
ad 1.: Ich weiß nicht, warum ich dieses Fach studiere. Ich habe diesen Text gefunden. Ihn am nächsten Tag nochmal gelesen. Ihn nach dem Mittagessen nochmal angeschaut. Dann: nochmal genauer inspiziert, mit Hilfe einer Tafel "Rausch Nouméa Edel-Vollmilch Plantagenschokolade aus Neuguinea Edel-Kakao". Was ich bis jetzt verstanden habe: es gibt mindestens sechs Sachen, die man unter "Substanz" verstehen kann. Grob gesagt, "Substanzen" sind irgendso Dinger (es sei denn, man versteht was anderes drunter). Zu mehr hat es von meiner Seite aus leider nicht gereicht. Dysmetaphysie, eindeutig.
ad 2.: Als Cohu ihr erstes Aquarium bekam, kaufte man sich üblicherweise ein 40cm-Becken, warf ein wenig Rollsplit, Wasserpest und fünfzehn Goldfische hinein, füllte mit Leitungswasser auf und gut wars. Menschen mit Filter oder (Wunder der Technik!) Ausströmerstein waren Profis der Aquaristik. Heutzutage schaut’s da ein bisserl anders aus. Lange Zeit war fraglich, ob ich nach heutigen Standards in meinem alten (immerhin 200-Liter)-Becken, das in den vierten Stock zu tragen wir gestern die Freude hatten, überhaupt irgendwelche Fische außer die ungeziefermäßigen lebendgebärenden Zahnkarpfen halten kann. Immer wieder erstaunlich auch, dass in zahlreichen Aquaristikforen Filtertuning (ne, echt!) und sonstige technische Fragen wesentlich regeren Anklang finden als Nebensächlichkeiten wie etwa die, äh, wie hießen sie? Fische. Aber da muss ich jetzt durch! Der momentane Favorit ist ein Ährenfisch mit dem schönen Namen Melanotaenia praecox, bzw. treffender: Diamant-Regenbogenfisch, oder aber: M. boesemani (Harlekin-Regenbogenfisch, siehe Abbildung). Ist er nicht ein Prachtkerl? Falls hier jemand seinen Möchtegernzynismus ausleben möchte: essen könnte man sie vermutlich schon, wäre aber ein sehr teures Vergnügen. Ihr entschuldigt, ich muss weiter die Kalkränder aus dem Alt-Aquarium kratzen.
Die Feinheiten, wie "wieder hat eine Mutter ihr Kind umgebracht" und die vielleicht etwas voreilige Überschrift "Kindsmord" übersehe ich jetzt mal – wie sind ja bei Spiegel Online, und nicht bei einer ernsthaften Onlinepublikation. Aber der letzte Absatz ist dann doch (abgesehen vom unschönen Inhalt) ein Brüller:
"…der gewaltsame Tod von Kindern durch einen Elternteil (…) ist in Deutschland keine Ausnahme. Im Februar brachte eine 33-Jährige aus Esslingen bei Stuttgart ihre beiden acht und zwölf Jahre alten Söhne um. (…) Im Mai 2005 erstickte ein psychisch kranker Vater in Nordrhein-Westfalen seine ein und fünf Jahre alten Kinder."
Hm. Tötung durch die Eltern ist bei den ca. 12 Millionen in Deutschland lebenden Kindern also die Regel? Ich frag mich, was nach diesen Standards überhaupt noch eine Ausnahme ist. Ein SPON-Artikel ohne Tippfehler und/oder Busenbildstrecke?
Momentan sind wohl Bürokratiewochen. Cohu durfte zwar keine Steuererklärung abgeben, dafür aber versuchen, ihre "Bezügemitteilung" zu verstehen, für ihre (übrigens mal wieder geiler Ausdruck) "Niedriglohn-Beschäftigung in der Gleitzone" (nicht zu verwechseln mit der – auch schön – "geringfügigen Beschäftigung"). Dabei ist ihr nicht die Feinheit entgangen, dass sie zwar – jetzt zwangsläufig innig an den warmen Busen der Solidargemeinschaft gepresst – monatlich 11,73 in eine Arbeitslosen"versicherung" einzahlen darf, aber natürlich (aufgrund einer Befristung auf 6 Monate) gar keinen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe erwirbt. Abzocke!, würde die Springerpresse sagen, und das mit Recht! Ob ich von meinen Renten"versicherungs"zahlungen (immerhin mehr als 50€ im Monat!) jemals wieder etwas sehen werde, bleibt mir ein Rätsel. Aber ihr ahnt es: wieder bin ich dem Anarchokapitalismus ein Stück näher gekommen!
…aber sie konnte ihn nicht retten. Könnt ihr es? Operation Bunny
(Für Kinder unter 10 und Erwachsene, die noch an den Osterhasen glauben, ungeeignet!)
Ziemlich lustig findet Cohu, dass die Farbenblindheit von einem britischen Wissenschaftler namens John Dalton im 19. Jahrhundert entdeckt wurde, der selbst nicht nur (was relativ häufig ist) "farbenfehlsichtig", sondern tatsächlich rot-grün-blind war. Herr Dalton beschrieb es so:
"…that part of the image which others call red appears to me little more than a shade or defect of light. After that the orange, yellow and green seem one colour which descends pretty uniformly from an intense to a rare yellow, making what I should call different shades of yellow." (Extraordinary facts relating to the vision of colours, 1794)
Klar, mit solchen Anekdötchen lockt man heutzutage niemanden hinter dem Ofen hervor, seien die wissenschaftstheoretischen Implikationen auch noch so hammermäßig. Aber die verwöhnte Jugend fordert Interaktivität! Darum, und weil ich Futurama-Fan bin, verweise ich Euch auf den Farb-Sehtest nach Farnsworth, den man hier auch online absolvieren kann. Bei Cohu war alles in Ordnung (siehe Abb.). Der Farbenblinde oder -fehlsichtige hat es im Übrigen nicht nur im Straßenverkehr schwer ("Alle Kinder halten vor der Ampel – nur nicht Clint, der ist farbenblind"), sondern auch in anderen Lebensbereichen. So markiert zumindest der Österreicher seine sich vielfach kreuzenden und verzweigenden Bergwanderwege bevorzugt mit entweder roten, grünen, oder rot-grünen Zeichen. An der accessibility muss am Berg also noch ein bisserl gefeilt werden.
Cohu hat’s leider schnupfentechnisch ganz übel erwischt, daher heute Bestellung bei "Hot Wok" (wenn Nase zu, Geschmack egal). Weil dort irgendwas durcheinanderging, wurde die Glasnudelsuppe zunächst fälschlicherweise an die alte Cohu-Adresse geliefert, daher gab es leider eine enorme Wartezeit… Lustig in dieser Hinsicht aber dann der Spruch, der sich im beiliegenden Fortune-Cookie fand:
CHEAP OILY FOOD MAKE BEAUTIFUL WOMAN
THOSE WHO CANNOT COOK MAKE THE BEST HUSBAND
TOMORROW, YOU WILL FIND ALUMINIUM BOX IN YOUR FRIDGE AND HAPPINESS