Von Lerchen und Eulen

Gähnende Dänen sind vielleicht bald was von gestern. Hofft die B-Society. Das ist eine in Dänemark ansässige Bewegung, die darauf besteht, dass nicht nur Morgenstund Gold im Mund hat, sondern auch ein später Vogel mal den Wurm fangen sollte. Frühaufsteher-Systeme sind altmodisch, den Bedürfnissen einer anachronistischen A-Society, die von Ackerbau und Viehzucht lebt, angepasst. Menschen, die ihrem tatsächlichen Biorhythmus folgen wollen, fordern eine "B-Society" – die auch besser zum Innovationszeitalter passt:

B-Society will create a new daily rhythm in schools and other institutions as an alternative to the current rhythm of “early at work and early at home”.
The society’s time structures based on habits of the early riser’s are not untouchable natural laws even though it can easily seem so from looking at the ways in which we have organized our lives. No.
The ‘owl’ has got the right to say: “Give me the late riser’s rhythm at work, at home and in society. Let me come to work at 11:00 and go home at 20:00. Let me have quiet mornings to read my newspaper and ease into the day gently and peacefully”. (B-Society)

Ob man eine "Lerche" oder eine "Eule" ist, kann man übrigens anhand dieses Tests rausfinden (wenn man es nicht eh schon weiß, weil man z.B. grade eben erst aufgestanden ist. Oder sich bereits die Schlafmütze aufgesetzt hat, es ist immerhin fast Sieben!).

Cohu ist mit 44 Punkten übrigens ein "Indifferenztyp". Ein schönes Schimpfwort, das ich in mein Fluchvokabular aufnehmen werde.

(Bilder: BS Thurner Hof/Wikimedia Commons, Wikimedia Commons)

Kundenwunsch

Cohu  ist sich ja (trotz ihrer Grandiosität) nicht zu schade, hin und wieder auf Leserwünsche einzugehen. In den letzten Tagen enthielten meine Google-Keywords sehr oft die Begriffe "Nackte Osterhasen." Nacktere Karnickel hab ich leider nicht gefunden. Zählt das?
P.S.: Sorry, bei "gammelfleisch klingelton" kann ich nicht weiterhelfen.
P.P.S: "ratten müllcontainer"? Ja, hier!

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Muss am Haaransatz liegen.

SPON-Schmarrn

Irreführende Überschrift! Ansonsten wird hier ja über Spiegel-Online nur geschimpft. Aber heute mal Lob: das dort neulich erschienene Kaiserschmarrn-Rezept ist ganz vorzüglich, Cohu-Prädikat, sehr zu empfehlen. Auf  Stroh-Rum-Flambierung haben wir allerdings verzichtet, nachdem mir heut morgen schon vor dem Frühstück im Tengelmann beim Kaffee-Kaufen ein Alki den Appetit verdorben hat (Metaxa trifft auf empfindliche Morgen-Nase…).
P.S. Zum Kaiserschmarrn wird ausschließlich Apfelmus gereicht. Cohu empfiehlt die Sorte "Linkenheil – das andere Apfelmus", nicht nur wegen des leicht politischen Namens ("Ein anderes Apfelmus ist möglich!" möchte man in Attac-Manier rufen) sondern auch wegen des vorzüglichen Geschmacks.
P.P.S: Die Bemerkung über dem Rezept "Für Haushalte ohne Salamander" bezieht sich nicht auf Schwanzlurche, erinnert mich aber daran, dass ich schon immer ein Axolotl haben wollte. Vielleicht eine alternative Aquariums-Besatzidee?

(Bild: Wikimedia Commons)

Ostern fällt aus,

…und schuld sind die Kommunisten. Wirklich!

Besatz

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach dem perfekten Aquarienfisch. Der da oder der da?
Oder gleich (obacht, Zartbesaitete!) der da?

(Bild: Wikimedia Commons)

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Substance abuse und: Praecox oder Boeseman?

Falls sich jemand über die herabgesetzte Postfrequenz wundert: Cohu wird grade zerrieben zwischen 1. einer Seminararbeit (hoffentlich meiner letzten) und 2. den Ansprüchen der modernen Aquaristik.
ad 1.: Ich weiß nicht, warum ich dieses Fach studiere. Ich habe diesen Text gefunden. Ihn am nächsten Tag nochmal gelesen. Ihn nach dem Mittagessen nochmal angeschaut. Dann: nochmal genauer inspiziert, mit Hilfe einer  Tafel "Rausch Nouméa Edel-Vollmilch Plantagenschokolade aus Neuguinea Edel-Kakao". Was ich bis jetzt verstanden habe: es gibt mindestens sechs Sachen, die man unter "Substanz" verstehen kann. Grob gesagt, "Substanzen" sind irgendso Dinger (es sei denn, man versteht was anderes drunter). Zu mehr hat es von meiner Seite aus leider nicht gereicht. Dysmetaphysie, eindeutig.
ad 2.: Als Cohu ihr erstes Aquarium bekam, kaufte man sich üblicherweise ein 40cm-Becken, warf ein wenig Rollsplit, Wasserpest und fünfzehn Goldfische hinein, füllte mit Leitungswasser auf und gut wars. Menschen mit Filter oder (Wunder der Technik!) Ausströmerstein waren Profis der Aquaristik. Heutzutage schaut’s da ein bisserl anders aus. Lange Zeit war fraglich, ob ich nach heutigen Standards in meinem alten (immerhin 200-Liter)-Becken, das in den vierten Stock zu tragen wir gestern die Freude hatten, überhaupt irgendwelche Fische außer die ungeziefermäßigen lebendgebärenden Zahnkarpfen halten kann. Immer wieder erstaunlich auch, dass in zahlreichen Aquaristikforen Filtertuning (ne, echt!) und sonstige technische Fragen wesentlich regeren Anklang finden als Nebensächlichkeiten wie etwa die, äh, wie hießen sie? Fische. Aber da muss ich jetzt durch! Der momentane Favorit ist ein Ährenfisch mit dem schönen Namen Melanotaenia praecox, bzw. treffender: Diamant-Regenbogenfisch, oder aber: M. boesemani (Harlekin-Regenbogenfisch, siehe Abbildung). Ist er nicht ein Prachtkerl? Falls hier jemand seinen Möchtegernzynismus ausleben möchte: essen könnte man sie vermutlich schon, wäre aber ein sehr teures Vergnügen. Ihr entschuldigt, ich muss weiter die Kalkränder aus dem Alt-Aquarium kratzen.

(Bild: Eileen Kortright, Wikimedia Commons)

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Cohu hat getan, was sie konnte,

…aber sie konnte ihn nicht retten. Könnt ihr es? Operation Bunny
(Für Kinder unter 10 und Erwachsene, die noch an den Osterhasen glauben, ungeeignet!)

Süßer als Knut

Wie gut, dass mir Schweinefleisch eh nicht schmeckt. Sonst käme ich jetzt in ernsthafte Gewissenskonflikte.

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Frische Fische?

Teuflischer Plan: Cohu überlegt sich, ob sie ihr seit Jahren trockengelegtes Aquarium wieder in Betrieb nehmen soll. Allerdings liegt die Aquaristik (wenn man nicht grade meterlange Hammerhaie oder Piranha-Schwärme inklusive Anakonda im Mangroven-Riesenbecken á la James-Bond-Bösewicht pflegt) imagemäßig noch einige Teilstriche unter dem Casemodding. Der Aquarianer an sich ist natürlich männlich, wie jeder Hobbyist leicht aspi, nicht gerade für soziale Winner-Qualitäten und Trendsetting bekannt, scheut das Licht (Algenwachstum!) und sondert (ebenfalls Algenwachstum!) einen seltsamen Geruch ab.
Vorteile der Aquaristik: aufgrund einer gewissen Vorerfahrung im Bereich Tierhaltung – immerhin hab ich im selben Becken in jungen Jahren schon Pseudotropheus tropheops zur Fortpflanzung getrieben! –  käme ich mit dieser Freizeitbeschäftigung sicher schon mal weiter als mit dem Stricken (braucht eigentlich jemand Wolle? Hätt noch welche da). Außerdem: die selbstgemachte CO2-Düngung per Hefegärungs-Bioreaktor hört sich sehr lustig an, das hat so ein bisserl was von Meth-Lab-Romantik. Also vielleicht doch nicht so uncool? Cohu muss noch überlegen.