Wenn schon Retro, dann richtig.

Von Milka gibt es jetzt, wie Cohu anlässlich eines längeren Entscheidungsprozesses zwischen Tankstellenregalen (am Schluss wurde es ein Duplo) festgestellt hat, sog. Retro-Tafeln: 50er á la Vanillepudding, 60er á la Heiße Liebe (Vanilleeis mit heißen Himbeeren), 70er á la Nussecke und 80er á la Kalter Hund (Butterkekse in Schokoladencreme).
Aber, aber! Die Marke Milka gibts doch schon viel länger! Haben die etwa eine Erinnerungslücke? Um dem erforderlichen Geschichtsbewusstsein zu seinem Recht zu verhelfen, schlage ich folgende "Retro-Tafeln" für die erste Hälfte des 20.Jahrhunderts vor:
10er á la "Platz an der Sonne" (gefüllt mit Cashewnüssen und Kaffee aus Deutsch-Ostafrika)
20er á la "Schlieffen" (gefüllt mit Doppelfront aus franz. Bourbonvanille und russischer Kaviarcreme)
30er á la "Weltwirtschaftskrise" (Carob-Ersatzschokolade gefüllt mit Luftblasen)
40er á la "Untergang" (dunkelbraune 90%-Bitterschokolade, mit Cyanidsplittern)
Am der letzten Sorte muss man aufgrund der Lebensmittelsicherheit evt. noch etwas arbeiten…

4 Responses to “Wenn schon Retro, dann richtig.”

  1. Stadtneurotiker Says:

    Ich liebe ja Vanilleeis mit heißen Himbeeren, aber gepresst zwischen Schokolade stelle ich mir die Kombination grauenhaft vor.Statt mit Cynaid könnte man die 40er-Tafeln etwas lebensmittelneutraler mit Sand (oder Schutt) füllen…

  2. cohu Says:

    Ah genau, á la Trümmerfrau. Hat dann auch eher so ne positive Message…

  3. Dr.Sno* Says:

    Was wohl die gestandenen Silverbacks zu der Retroschoko sagen würden, wo sie doch bis heute immer noch im Staatstheater ihr gewohntes Vanilleeis mit heissen Himbeeren löffeln?

  4. Stadtneurotiker Says:

    Ich sollte mal wieder ins Theater gehen – oder zu Aldi…Bei Schoki bevorzuge ich übrigens dies, auch wenn ich die neue, auf edel gemachte Verpackung nicht schön finde…


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