Bärenjagd

Man hat sich ja daran gewöhnt, dass unsere Kinder bei jedem PISA-Test von den Schratzen der Finnen und Finninnen überholt werden, ob jetzt aufgrund eines überlegenen Schulsystems, oder aufgrund ihrer Trinkfestigkeit, das sei dahingestellt, und auch in anderen Bereichen liegt Finnland ganz weit vorne. Aber dass jetzt der Schnappauf sogar für die Hatz auf den Bären finnische Köter einfliegen will – sogenannte Karelische Bärenhunde, das geht doch wohl zu weit. Tut es denn nicht ein ordentlicher Rauhhaardackel? Braucht ein bayrischer Jäger jetzt bereits die Unterstützung ausländischer Spezialtrupps?

Und natürlich klar, wer jetzt an den schlechten Manieren des Bären schuld ist: seine Mutter, wie uns, ganz im Weltbild der Staatsregierung bleibend, der Ministeriumssprecher mit dem schönen Namen Roland Eichhorn auch noch mitteilt. Da sieht man es wieder. Mama Bär, mit der Selbstverwirklichung beschäftigt, treibt sich bis spät in die Nacht in irgendwelchen Alpenmetropolen herum, vermutlich auf der Suche nach einer Disko, tagsüber trinkt sie literweise Pepsi light und feilt sich die Krallen bzw. an ihrer Karriere, gibt ihr Geld für nutzlosen Tand aus, dem kleinen Bären dieser alleinerziehenden Emanze wird nie ein richtiges Mittagessen vorgesetzt, wenn er von der Schule heimkommt, stattdessen nur Tiefkühlpizza oder, noch schlimmer, Minuteria, keine Werte, nix  Schulgebet, nix Kruzifix, immer nur des Ähmtivie, und da gerät er halt auf die falsche Bahn, erst müssen ein paar Tauben dran glauben, dann Hühner und nun sind es schließlich Schafe. Dr. Edmund Stoiber würde vielleicht, wenn ich seine Redenschreiberin wäre, sagen: "So ein Bär braucht keine Kita, so ein Bär braucht keine Ganztagsschule, so ein Bär braucht eine Mutter!"

One Response to “Bärenjagd”

  1. Oichkätzle Says:

    Armer, schlauer Bruno, brummte noch "mein Schaf, das ess’ ich nicht" und zog einfach weiter…


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