I, Violin

Also, jetzt hatte ich mir grade vor ein paar Wochen vorgenommen, auf der Geige der IT einige Melodien spielen zu lernen. Bis zu einer Tonleiter und einem Weihnachtslied ("Morgen kommt der Weihnachtsmann") war ich dank meiner überbordenden Musikalität schon gekommen. Aber dann sowas: Cohu wird auf dem Weg zur Teufelsgeigerin mal wieder durch elektronische Geräte überflüssig gemacht!!!

Da brauche ich ja gar nicht weiterzulernen. Einziger Vorteil genuin menschlicher Violinenbetätigung: ich kann sicher noch schiefer spielen als der doofe Roboter und somit lärmende Nachbarn bestrafen.
Komponisten sind auch schon längst überflüssig. Wozu gibts den Virtual Music Composer ? ("…does not need any knowledge of composition or programming!"). Wenn man jetzt noch den Rezipienten durch ein aufnahmebereites Mikro ersetzt, schließt sich der Kreis.

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Gute Nachrichten (2): Der Rausch, der hat a G’woit

Real Ale=
Drei Alkoholeinheiten

(Bild: Wikimedia Commons)

Gängige Überzeugung: für das gleiche Geld kriegt man immer weniger und Schlechteres als vor einigen Jahren. Ganz falsch wäre diese Aussage jedoch über die alkoholischen Getränke im Vereinigten Königreich! Der Alkoholgehalt sowie die Glasgrößen und -Füllhöhen habe sich in britischen Public Houses seit den 70ern so nach oben verändert, dass das Office for National Statistics sich gezwungen sah, seine Angaben bezüglich Alkoholeinheiten anzupassen. So hat sich der Alkoholgehalt von Weinen in den letzten Jahren von 11,5% auf 13,5% erhöht. Ähnlich war es bei Bier. Aber nicht nur das: die Größe von Weingläsern hat sich von ehemals läppischen 125ml auf süffige 169ml erhöht, und gängige Bierdosen und -flaschen enthalten mit großzügigen 440ml weit mehr als das früher übliche mickrige "Half Pint" (284ml)! So weit, so gut – könnte man denken.
Aber den Berufspessimisten von der BBC fällt nichts besseres ein, als diese erfreuliche Entwicklung als große Gesundheitsgefahr für den Briten zu verkaufen:

An Alcohol Concern spokesman said the government and the drinks industry had to work harder to improve consumer awareness.
"There’s always been big gap between how much people think they drink and how much they actually drink, but with changes in alcoholic strength this has clearly gotten worse.
"Current confusion may mean that large numbers of people are drinking at harmful or hazardous levels and aren’t aware that they are putting themselves at risk in the long run." (BBC News)

Na endlich. Jetzt kann man das Übel des typisch britischen, alle Schichten übergreifenden Volksalkoholismus an der Wurzel packen: die Armen sind Schluckspechte und Schnapsnasen und merken es gar nicht, weil sie denken, sie würden viel weniger saufen, als sie es in Wirklichkeit tun! Exakt so wie es der Fredl Fesl im "Lied vom Rausch" beschrieben hat:

"I hob unlängst a Manderl g’seng,
des is am Straßenrand dort g’leng.
I frog, wos fejt, do sogt der Mo:
»Mir hab’n s’ ins Bier an Rausch neito,
ins Bier an Rausch neito!"

Bevor sich die Briten hinsichtlich der Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs jedoch zu viel von dieser Erkenntnis versprechen, sollten sie vielleicht die letzte Strophe des Liedes bedenken:

"Scho glei am nächsten Tag is’ g’wen,
da hob i ‘s Manderl wieder g’sehn.
Er sagt zu mir: »I mach’ an Test,
I geh heit wieder auf a Fest,
heit geh i auf a Fest!"

GRÖKLAZ

Der größte Klimaschützer aller Zeiten, Al "Ich habe das Internetz erfunden" Gore, hat in Bali:
"…die schleppende Reaktion der Welt auf den Klimawandel mit der Haltung der Westmächte im Umgang mit Adolf Hitler verglichen." Die FNP zitiert ihn außerdem hiermit: "auch während der Nazi-Zeit hätten zu viele Leute zu lange geschwiegen. Als Juden verfolgt wurden, hätten sie sich gesagt, das betrifft mich nicht, und ähnlich sei es mit weiteren Minderheiten gegangen. Schließlich seien diese Leute jedoch selbst abgeholt worden."
Bei Herrn Gore hatte man ja schon etwas länger das Gefühl, dass es ihm, um mal eine passende Metapher aus dem Energiebereich zu bemühen, bald die Sicherung raushaut. Cohu wünschte, sie könnte Euch den exakten Moment bei Youtube präsentieren. Leider findet sich dort nur ein zehnminütiges "Summary" seiner (aufgrund des hohen Heißluftanteils deutlich klimaschädigenden) Rede, der Nazivergleich wurde offensichtlich einfach rausgeschnitten.

(Bild: Breuwi/Wikimedia Commons)

Best Of Google Keywords

negativbeispiele work life balance
siehe.

sinnsprüche fliegen
Wie wäre es mit: "Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen fliegen Fliegen Fliegen hinterher."

berenike muss zum friseur?wo geht sie hin?
Zu Uschi.

ein abend zu zweit seitensprung ohne kosten
Soso. Hormonstau und geizig. Eine ungünstige Kombination.

rolltreppe abwärts meinung für dieses buch
Das Buch ist Scheiße. Da seit Jahren immer wieder Leute danach suchen: eine kurze Zusammenfassung von "Rolltreppe abwärts" und "Frag mal Alice". Ein Junge/ein Mädchen aus zerrütteten Familien machen was anderes als das, was ihnen wohlmeinende Erwachsene sagen. Am Schluss geht es übel aus. Was lernen wir daraus: wer einmal Bonbons geklaut oder Drogen probiert hat, der ist nicht mehr zu retten. Kinder geschiedener Eltern haben eh verschissen. Übelste Sittlichkeitspropaganda. Lest lieber was Anständiges, meinetwegen Clockwork Orange.

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Gute Nachrichten (1)

Der moderne Mediennutzer klagt oft über den Überschuss an schlechten Nachrichten. Über die Erderwärmung wird nur gejammert, statt sich darüber zu freuen, dass der Ural demnächst zum feinen Obst- und Weinanbaugebiet wird, genauso wie Schottland. Und dass Eisbären aussterben, kann man doch auch positiv deuten, oder? Das alles mag eine Frage der Interpretation sein – Cohu stellt Euch, passend zur Vorweihnachtszeit, Nachrichten vor, die eindeutig positiv sind.
Zum Beispiel die hier: seit 1960 hat sich die Sterblichkeit von Kindern unter 5 halbiert. Nicht schlecht, oder?

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Im Memoriam: Izear Luster Turner Jr.

Gestern starb Ike Turner, und vor exakt 40 Jahren und drei Tagen Otis Redding. Anlässlich dieser aktuellen und weniger aktuellen Ereignisse: Ike and Tina Turner mit Otis Redding’s "Respect". Der gestern Verstorbene, der sich das Lied zeit seines Lebens vielleicht etwas mehr zu Herzen hätte nehmen sollen, ist der junge Mann mit Rollkragenpulli im Hintergrund.

Cuteology

Kätzchen? Vergiss es. Buschbaby? Du kannst einpacken. Erdmännchen? Geht doch nach Hause.

Hier kommt die Riesenohr-Springmaus. Bitte seht Euch die ersten bekannten Filmaufnahmen von diesem fleischgewordenen Diddl an. Unglaublich.

Vorsprung durch Technik

Wie neulich bereits angekündigt, hat die IT zusätzlich zum sogenannten "Kommentar-Klappi" noch ein neues Feature gebastelt. Rechts oben erscheinen jetzt wie durch ein Wunder jeweils die neuesten Kommentare. So bleibt auch der faulste User stets am Puls der Zeit!
Kritische Geister, die nicht an an eine Verbesserung der menschlichen Wohlfahrt durch technischen Fortschritt glauben, sind damit widerlegt, und zwar endgültig. Führende Wirtschaftsanalysten sagen eine Produktivitätssteigerung von mindestens 300% pro Leser voraus. Und die Erfolgsgeschichte von "Cohu’s Blog" geht weiter: der nächste Rationalisierungsplan, durch den in spätestens drei Jahren Leser sowie Kommentatoren durch vollautomatische Bots ersetzt werden sollen, ist schon in Arbeit.

(Bild: Vollautomatische Selfactor-Spinnmaschine, Wikimedia Commons)

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Zustellervermerk

Zum Teil eins dieser Serie siehe hier. Unserem neuen Post-Briefzusteller gönne ich nicht nur 9,80 die Stunde. Nein, der hat sich definitiv sogar noch ein Weihnachts-Trinkgeld dazuverdient. Weil er jedes Paket brav in den vierten Stock trägt, ohne zu Murren (statt einfach nur den Benachrichtigungszettel in den Briefkasten zu werfen wie andere Nasen). Und weil bei ihm Briefe auch dann ankommen, wenn statt einer Hausnummer "hinter dem Dönerladen" draufsteht.
(Mit anderen Zustellern erlebe ich immer noch seltsame Dinge. Vom Hermes-Menschen wurde ich neulich nicht nur geduzt, sondern sogar explizit mit dem Vornamen angesprochen. Nein, so jung sehe ich eigentlich nicht aus. Fehlt nur noch, dass er fragt: "Na, ist deine Mama auch zuhause?". Und der Bursche war höchstens 20. Keine Manieren mehr, die jungen Leute!)

(Bildausschnitt: Carl Spitzweg, Der Briefbote im Rosenthal/Wikimedia Commons)

Loser generated content

He, SZ. Irgendwie bist Du total süß, wenn Du sauer bist. Muss echt schwer für Dich sein zur Zeit. Und dann musst Du auch noch bald nach Berg am Laim umziehen – ist das überhaupt noch S-Bahn-Gebiet? Lass uns doch einfach mal wieder schön zusammen frühstücken. Da kannst Du mir dann mal alles erzählen, was Dich bedrückt.
Aber nur, wenn der Heribert nicht mitkommt.

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