Zustellervermerk

Zum Teil eins dieser Serie siehe hier. Unserem neuen Post-Briefzusteller gönne ich nicht nur 9,80 die Stunde. Nein, der hat sich definitiv sogar noch ein Weihnachts-Trinkgeld dazuverdient. Weil er jedes Paket brav in den vierten Stock trägt, ohne zu Murren (statt einfach nur den Benachrichtigungszettel in den Briefkasten zu werfen wie andere Nasen). Und weil bei ihm Briefe auch dann ankommen, wenn statt einer Hausnummer "hinter dem Dönerladen" draufsteht.
(Mit anderen Zustellern erlebe ich immer noch seltsame Dinge. Vom Hermes-Menschen wurde ich neulich nicht nur geduzt, sondern sogar explizit mit dem Vornamen angesprochen. Nein, so jung sehe ich eigentlich nicht aus. Fehlt nur noch, dass er fragt: "Na, ist deine Mama auch zuhause?". Und der Bursche war höchstens 20. Keine Manieren mehr, die jungen Leute!)

(Bildausschnitt: Carl Spitzweg, Der Briefbote im Rosenthal/Wikimedia Commons)

5 Responses to “Zustellervermerk”

  1. FloSch Says:

    Freut mich, dass du mit der Post bessere Erfahrung hast als ich. Seit siebeneinhalb Monaten wohne ich nun in dieser Wohnung, seit einen Tag vor dem Umzug steht mein Name am Briefkasten. Selbst heute nach drei Beschwerden bei der Post kommt es immer noch vor, dass Post mit "Empfänger unbekannt – keine Anschrift ermittelbar" zurückgeschickt wird. Von daher knirsch ich derzeit immer etwas mit den Zähnen, wenn’s um das Thema Post geht …

  2. Stadtneurotiker Says:

    Stimmt, als 17-Jährige gehst Du nicht mehr durch… 😉

  3. cohu Says:

    @FloSch: Tz. Als Monopolist kann man sich solche Unverschämtheiten wohl leisten…@Stadtneurotiker: Vielleicht lags an meinem überaus jugendlichen Haus-Gammel-Jogginganzug 🙂

  4. blogschrift Says:

    Keine Gnade mehr Briefträger, und schon gar nicht für die früher mal sog. Post, die heute Deutsche Post, DHL oder wie auch immer heißt.Ich will jetzt nicht von den zugemüllten, häßlichen Filialen mit ihren langen Schlangen anfangen (reimt sich sogar…), was will man erwarten von einem De-facto-immer-noch-Monopolunternehmen außer miesem Service, ungemütlichen Verkaufsräumen, patzigem Personal und schlechter Dienstleistung.Nein, davon hier kein Wort…ABER, liebe Post: wenn man groß und deutlich auf dem Briefkasten stehen hat "Dicke Kuverts und Umschläge bitte auf die Treppe legen" und immer, wirklich immer wieder Dein Erfüllungsgehilfe die dicken Umschläge trotzdem in den schmalen Briefschlitz semmelt, friggelt, schlenzt, flutscht und damit wertvolle Sendungen / Schriftstücke beschädigt, DANN IST DAS ZUM VERRÜCKTWERDEN!(Ich weiß, dass man bei der Marine nicht schwimmen können muß, denn die haben ja Boote. Aber dass man bei der Post ohne Lesen über den Tag kommt, das geht doch nicht, oder?)

  5. cohu Says:

    Wo wir schon beim Schimpfen sind: Gerade war ich in der Postfiliale, um Briefmarken zu kaufen. Da aufgrund der Schlange eine etwa halbstündige Wartezeit zu erwarten war, bin ich direkt wieder umgekehrt. Vom Automatenkauf nehme ich, seit ich einmal geschätzte 37 cent in Briefmarken (wohlgemerkt: 1-Cent-Marken!) herausbekam, Abstand…Nun dachte ich mir grade, wir sind ja nicht im Mittelalter, also bestelle ich doch einfach 20, 30 Marken bei der Deutschen Post im Internet. Denkste: das kostet 4,95 €(!!!) Versand. Man würde denken, dass die Post den Versand von 3 Markenbriefchen auch billiger hinkriegt. Und wenn nicht: könnten sie ja auch mit PIN schicken, meinetwegen… 😉


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