| Platz 1: Thilo Sarrazin.
Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin sagte zur öffentlichen Reaktion auf höhere Gebühren für Kindertagesstätten: "Es wird so getan, als ob wir Kinder ins Konzentrationslager schicken." Seine Rechtfertigung: Er habe bei seiner frei gehaltenen Rede versucht, mit "plastischen Beispielen" zu argumentieren, damit "die Leute auch zuhören". |
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Platz 2: Helmut Kohl. Charmantes Doppel verhalf zum zweiten Platz Helmut Kohl sagte (im Restaurant des Bundestages) Parteifreunden gegenüber, Wolfgang Thierse (SPD) sei der schlimmste Parlamentspräsident "seit Hermann Göring." 1986 verglich Kohl in einem Interview mit Newsweek den damaligen Präsidenten der UdSSR, Michail Gorbatschow, mit Joseph Goebbels. |
| Platz 3: Bischof Kamphaus. Diese "Totschlag"-Retourkutsche- ein echter Dellinger! Bei der Pränataldiagnostik, mahnte der Limburger Bischof Frank Kamhaus, geschehe im Ergebnis das, "was den Nationalsozialisten bei ihrer eugenischen Politik vorschwebte". Er räumte ein, dass der NS-Vergleich ein "Totschlag-Argument" sei. Es stelle sich aber die Frage, wem der Totschlag gelte. |
| Platz 3: Milos Zenan. "Und wenn ich’s euch sage: ALLES NAZIS!"
Milos Zenan, Ministerpräsident der Tschechischen Republik, verglich Palästinenserchef Jassir Arafat in der israelischen Zeitung «Haaretz» mit Adolf Hitler. zuvor hatte Zeman für Empörung gesorgt, als er die Sudetendeutschen als «fünfte Kolonne Hitlers» bezeichnet hatte. |
| Platz 5: Christian Pfeiffer, Ein Meister der Deeskalation im Dialog mit den Weltreligionen! Beim Besuch einer Pfadfindergruppe sagte der niedersächsische Justizminister Christian Pfeiffer: Wenn Kopftücher in Deutschland lediglich als Symbole gelten, müssten beispielsweise auch Hakenkreuze zugelassen sein. |

Mein letztes Essay ist abgegeben, und nun kann ich euch einen ausführlichen Bericht über die Ereignisse der letzten Wochen bieten: und zwar über mein Geburtstags-nach-Feier in Summertown, über das triumphale Christmas Dinner der German Society.
Nun wollte ich euch ja zunächst von der "Matriculation"-Zeremonie berichten, die schon vorletzte Woche stattfand – leider habe ich meine Fotos noch nicht bekommen. Also seht ihr mich noch nicht im "sub-fusc" – ah ja, da bin ich ja schon mitten im Bericht: so nennt man hier die akademische Uniform für undergraduates. Sie besteht aus einem "gown" – einer Art knielangem schwarzen Kittel – darunter wird schwarze Kleidung, eine schwarze Krawatte und ein weißes Hemd getragen. Abgerundet wird das Outfit durch einen dieser albernen viereckigen Hüte mit Quaste, den man aber als undergraduate nicht aufsetzen, sondern nur mit sich herumtragen darf.
