Schenk dem Böhmer einen Sohn

Das war wohl nichts

Immer mehr junge Frauen kehren den neuen Bundesländern den Rücken, so das Ergebnis von inzwischen schon mehreren Studien. Zu diesem Anlass wurde heute morgen der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Wolfgang Böhmer interviewt (Mp3 audio, Text).
Es tröstet Cohu zwar, dass man drüben dazugelernt hat (“Wir können die Menschen nicht einmauern”). Aber dass Herrn Böhmer zum Problem der Frauenabwanderung als allererstes einfällt, dass Sachsen-Anhalt dadurch “eine Müttergeneration verloren geht”, finde ich dann schon ein wenig erstaunlich.
Also, liebe Sachsen-Anhaltinerinnen: wenn ihr da drüben in erster Linie als Fortpflanzungssubstrat gesehen werdet, nur rüber mit Euch. Cohu und der münchner Arbeitsmarkt empfangen Euch mit offenen Armen.

(P.S. Psssst! Ich weiß auch, warum ihr in Wirklichkeit hier rüber kommt. Von wegen Arbeitsplätze… Thüringisch-Obersächsische Dialektgruppe. Nichts entmannt einen Kerl schneller als dieses Idiom. Obwohl in diesem Fall u.U. auch noch andere Dinge eine Rolle spielen könnten…)

(Bild: Ceridwen / Wikimedia Commons)

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KatzenKontent

Leider hab ich ja keine Katze (mehr). Von früheren Haustiererfahrungen weiß ich aber, dass Katzen sich bevorzugt auf Tastaturen setzen, was zu Eingabefehlern und gerne auch zur Löschung ganzer Seiten führt. Pfui! Das beliebteste Erziehungsinstrument des Kätzchenhalters, die Wasserpistole, kann man hier leider nicht einsetzen (außer, man hat so ne tolle wasserdichte Tastatur aus Gummi!). Aber jetzt gibt es auch für den normalen katzenhaltenden Komputerbenutzer Abhilfe, nämlich durch das Programm "PawSense" (via Cute Overload). Es erkennt angeblich sofort katzenartige Eingabeversuche, unterbricht die Eingabe und spielt Alarmtöne ab. Na toll. Aber eigentlich ist es schon ein bisschen gemein, den (üblicherweise eh schon kastrierten) Hauskater jetzt auch noch davon abzuhalten, ein wenig nach Katzenporno (SFW) zu googeln…

Gib mir mein Herz zurück!

Objekt der Begierde
(Abb. aus Gray’s Anatomy)

Cohu ist bereits seit ihrer Volljährigkeit, also seit, ahem, fast einem Jahrzehnt, Organspender. Dies entspringt weniger hehren ethischen Motiven ("Lasst mich Leben retten!") als vielmehr eingebauter Sparsamkeit bzw. Effizienzdenken. Ich esse ohne zu zögern Joghurts, die schon länger abgelaufen sind, werfe keine alten Klamotten weg, Handtücher hab ich noch von meiner Oma ("Des is noch pfenningguad!"); ähnlich geht es mir mit den eigenen Organen. Warum denn gleich begraben, wenn sie noch zu etwas nütze sind. Man weiß nicht, wozu man die nochmal braucht. Das sind wohl die Vertriebenengene, die da durchkommen.
Aber jetzt. Eine Organspende-Überzeugungs-Offensive plant meine ausgewiesene Lieblingspolitikerin, Ulla Schmidt, um endlich genug Organe herbeizuschaffen. Deutschland, ansonsten Exportweltmeister, ist ja peinlicherweise Importland, was die Transplantationsgewebe angeht. Und den Vorstoß des Ethikrats, eine Zustimmung zur Organentnahme immer dann konkludent anzunehmen, wenn kein Widerspruch vorliegt, will Frau Schmidt den armen Deutschen nicht zumuten. Ich für meinen Teil kann nur sagen: wenn die Schmidt an meine Organe will, dann läuft es mir kalt den Rücken herunter, dann rollen sich mir die Zehennägel auf und dann zerreiße ich augenblicklich meinen Organspendeausweis. So nicht!
P.S. Spieltheoretisch sinnvoll  fände ich persönlich die Regelung, Menschen, die vor ihrer eine Transplantation erforderlich machenden Erkrankung bereits Organspender waren, einen höheren Rang auf der Warteliste einzuräumen. Dass heutzutage Menschen, die geizig an ihren eigenen Lebern, Herzen, etc. festhalten, Freigiebigeren vollkommen gleichgestellt sind, finde ich erstaunlich ungerecht.

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