Stoibernachfolger-Doppel

Ganz Bayern macht sich Gedanken über die mögliche Nachfolge für  Dr. Edmund Stoiber, bis jetzt auf dem Land und bei Parteiveranstaltungen auch bekannt als "sehrgeehrterherrdokterministerpresadent!". Ganz Bayern, und somit gezwungenermaßen auch Cohu (soweit man annimmt, dass  München ein Teil von Bayern ist, was manche vehement bestreiten würden). Egal: wer der Nachfolger wird, muss natürlich wie alles in der freistaatlichen Landespolitik nach rein sachlichen Kriterien entschieden werden. Und zwar in dem speziellen Fall nach dem Kriterium, ob sich ein ‘gscheides Doppel aus ihm (oder ihr – haha!) basteln lässt.
Die Kandidaten:

Rahm (sauer)
Ramsauer

Iglos
Glosi

Steckbein
Beckstein

Hm, sonst noch Kandidaten? Schlecht, schlecht… Ich hab nämlich mal feierlich geschworen, dass ich auswandere, wenn der Beckstein Ministerpräsident wird, also vielleicht gibt es ja doch noch eine Alternative?

Manche Lieder haben einfach Recht:

Hühnersuppe mit Reis kann man immer essen!

In January it’s so nice
While slipping on the sliding ice
To sip hot chicken soup with rice
Sipping once, sipping twice
Sipping chicken soup with rice

In August it will be so hot
I will become a cooking pot
Cooking soup of course-why not?
Cooking once, cooking twice
Cooking chicken soup with rice

In November’s gusty gale I will flop my flippy tail
And spout hot soup-I’ll be a whale!
Spouting once, spouting twice
Spouting chicken soup with rice

I told you once, I told you twice
All seasons of the year are nice
For eating chicken soup with rice

(Den ganzen Text findet ihr hier. Und: das hier gilt nicht als Hühnersuppe! Das da dagegen schon. Schlürf!)

Freitagsfußballcontent: “Sail away…

…dream your dreams" heißt es jetzt nicht mehr nur beim Bremer Bier (gibt’s diese Werbung eigentlich noch?) sondern auch bei einem anderen Becks.
Ob das tatsächlich zum (fußballerischen) "Decline of a Nation" beiträgt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Fest steht, dass in den USA – wie uns auch Korrespondent Colombo berichtet hat – der Fußball bzw. Soccer ein Frauen- und Mädchensport ist. Und da passt der Herr Beckham – wenn man an seine Zeiten als Metrosexual inklusive Frauenhaarschnitt und Diamantohrringen denkt – dann doch ganz gut rein…

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Booty Basics

So nennt sich, wie die erstaunte Cohu gerade festgestellt hat, eine Rubrik in der Oprah Winfrey Show (weltberühmt spätestens seit der Tom Cruise-Episode). Die Frage, die man hier diskutiert, ist eine einschneidende und dramatische, die zumindest laut Ankündigung jede Frau bewegt: “Does my butt look big?” Die Hinternexpertin Stacy London (nicht zu verwechseln mit Malibu Stacy) rät: “Before you start shopping, you should look at your body in a three-way mirror.” Ui ja, da macht das Einkaufen Spaß. Ich rate Frau London, insbesondere angesichts dieses Fotos, sich auch selbst mal dieser Behandlung zu unterziehen, um sich dann die Frage zu stellen: “Does my face look batshit crazy?” Vielleicht kann man ja auch das mit Kleidung kaschieren…

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Slogans

Die Telekomunternehmen haben alle eine Vorliebe für hysterisch grinsende Werbefrauen, vor denen ich Angst habe. Aber ich muss insgesamt sagen, dass ich den T-Com-Slogan "Erleben Sie’s einfach!" wesentlich gelungener finde als das etwas utopische "For a better world for you" von T-Mobile. Vielleicht sollten sie aber auch das direkt ändern in "Hier könn’se was erleben!". Noch passender wäre dann nur noch: "Dieser Slogan ist momentan nicht verfügbar".

Socialismo o muerte

Schon drollig, dieser Chavez. Sehr unterhaltsam das Video vom Besuch bei europäischen, äh, britischen Sozialisten. Da bekommt man Zweifel, ob die letzten 30-60 Jahre überhaupt stattgefunden haben… haben die nicht genug an ihrem Red Ken zu knabbern, dem alten Nazivergleicher? Na gut, die vor ihm haben es halt falsch angepackt bzw. sind den bösartigen Angriffen des Imperialismus erlegen, dem Chavez traut man die Umsetzung der sozialistischen Utopie – allein aufgrund seines enormen Espressoverbrauchs – aber immer noch zu. Manche unterstellen ihm gar das Zeug zum Angriffskrieg!
(Im übrigen wird der, wenn er die Wahlen abschafft, alsbald ein Beispiel für meine Theorie, dass Diktatoren im 20. Jahrhundert überwiegend äußerlich abstoßende Vertreter ihrer Art sind oder waren, siehe: Mao, Hitler, Ceausescu, Mussolini, Kim Jong-Il, Ahmadinedschad…Stalin und Hussein sind, natürlich rein äußerlich, rühmliche Ausnahmen, schon aufgrund der stattlichen Diktatorenbärte).

Wieder ein Datenpunkt…

… für meine lange Reihe von Evidenzen, dass Gott nicht existiert: Formal Shorts. Für die Leser, die nicht so  auf der Welle der neuesten Modetrends reiten wie Cohu: es handelt sich dabei um kurze Hosen für Damen, die der Saison entsprechend gerne in Wollstoffen in allen Variationen von 30cm über bis 10cm unter dem Knie aufhörend und – oh Satan, Brut der Hölle – mit Strumpfhosen drunter allen Ernstes auf öffentlich zugänglichen Plätzen von erwachsenen Menschen freiwillig getragen werden. Welche Schuhe man dazu anzieht, ist dann auch schon egal. Bis jetzt ist mir kein Exemplar begegnet, das seiner Trägerin auch nur im weitesten Sinne geschmeichelt oder auch nur unauffällig bedeckt hätte. Praktisch Hotpants hoch zwei. Leggins sind Wickelkleider dagegen!
Inzwischen jedenfalls sind sie auch in der Türkenstraße angekommen (am Stiglmaierplatz wäre ich vermutlich noch einige Monate davor verschont geblieben). Bitte nachsprechen und merken: kleine Hosen sind für kleine Buben! Der einzige Erwachsene, der sowas sonst noch tragen kann, ist Zap Brannigan .
[Cohu nimmt natürlich alle Formal-Shorts-TrägerInnen explizit von ihrer Kritik aus, die diese Dinger nicht tragen, um schön auszusehen, sondern um negativ aufzufallen, Sand im Getriebe der Gesellschaft und ihrer Ästhethik zu sein und/oder die ihre Hosen aufgrund von Flecken oder Löchern radikal kürzen mussten.]

Von wegen Vorkriegsporno

So, jetzt ist genug mit Groschenromanen! Nach dem (sehr amüsanten) "Herr Lehmann"-Prequel "Neue Vahr Süd" von Sven Regener und dem ganz netten Hippie-Outdoor-Roman "Drop City" von T.C. Boyle geht es jetzt zur Abwechslung mal an einen echten Literaturklassiker.
Sons and Lovers von D. H. Lawrence ist an der Reihe. Ich weiß nicht, ob ich eine hart zensierte Ausgabe erwischt hab, ob der Schmutz und Schund erst später kommt oder ob ich einfach schon durch den U-Bahn-Blogger so abgehärtet bin, aber jedenfalls: was Unanständiges hab ich in dem Buch bis jetzt noch nicht gefunden. Aber es ist richtig gut!
Für alle Leser, die sich jetzt aufgrund der Überschrift was Drastisches erhofft hatten, kommt jetzt zumindest noch ein zünftiges Zitat. 1912 wurde "Sons and Lovers" (nicht nur) von einem Verlagshaus abgelehnt, worauf Lawrence schrieb:

Curse the blasted, jelly-boned swines, the slimy, the belly-wriggling invertebrates, the miserable sodding rutters, the flaming sods, the snivelling, dribbling, dithering, palsied, pulseless lot that make up England today. They’ve got the white of egg in their veins and their spunk is so watery it’s a marvel they can breed. (Wikiquotes)

Hab ichs doch gesagt…

Mal wieder haben wir Pessimisten den richtigen Riecher gehabt – diesmal, wenn es um unsere Vorahnung geht, vermutlich recht bald und dann auch noch eines  unangenehmen und wenig heldenhaften Todes zu sterben. Dies zumindest ergibt eine an annähernd 1000 Holländern durchgeführte Studie, von der uns die NYT berichtet:

"Subjects were ranked in quartiles as pessimistic or optimistic on the basis of their reactions to statements like, “I still have positive expectations concerning my future” and, “I often feel that life is full of promises.”

Dr. Giltay and his colleagues found that subjects with the highest level of optimism were 45 percent less likely than those with the highest level of pessimism to die of all causes during the study. (…)  prevention of cardiovascular mortality accounted for nearly half of the protective effects of optimism."

Mich erfüllt das, im Gegensatz zum Autor des Artikels, nicht mit Sorge, bin ich doch schon immer der Meinung gewesen, das Recht haben wichtiger ist als lang leben. Im Zweifel gilt die Devise: Depressiver Realismus!

"Some studies have shown (…) that depressed people appear to have a more realistic perception of their importance, reputation, locus of control, and abilities. People without depression are more likely to have inflated self-images and look at the world through rose-colored glasses." (Wikipedia)

Ein lustiger Artikel über Depressive Realism findet sich auch im Guardian:

"Depressed people turn out to be less prone to these errors of thinking. One of Gilbert’s conclusions is that if we experienced the world as it truly is, we wouldn’t be able to get out of bed in the morning. And, of course, some seriously depressed people can’t. So maybe they’re the best people to be running the world, managing our national finances, assessing the threat from climate change, determining foreign policy – as opposed to upbeat politicians, who pride themselves on their optimistic (and therefore delusional) visions of a bright new future. But they can’t. Because they’re in bed. It’s a pretty hopeless situation, really."

Wem das nicht reicht, der kann es ja mal mit Nummer 12 probieren.

Schwache Lacher für die Daheimgebliebenen

Soso! Da wird einem so einiges klar, insbesondere, warum es denn jetzt unbedingt Yale sein musste für Freund Kolumbus. Am guten baulichen Zustand kann es ja nicht liegen, wenn man sich diese heruntergekommenen Kellergänge anschaut.

P.S. Graf Witz: Gibts im Kolpinghaus etwa keine Duschen?