Verwechslungsgefahr

Momentan häufen sich ja die Geburtstage, ich weiß es nicht, aber anscheinend geht es Ende November in München heiß her, wer hätte das gedacht, vermutlich hat man da nix anderes zu tun, Wiesn lang vorbei und Weihnachten in weiter ferne. Aber Obacht: heute hat es ja auch ein eher unbeliebtes Geburtstagskind, den Heß Rudi. Wenn jetzt wer auf die Idee kommen sollte, seiner hier bei mir nebenan zu gedenken, dann muss ich davon abraten, weil: erstens sind Nazis nicht nur am Marienplatz unerwünscht, und zweitens wäre das der falsche Heß, weil unsere Heßstrass sowie das Heßstüberl gedenkt nicht so einem zweifelhaften Volkswirt, sondern Carl Ernst Christoph Heß, dem Begründer einer Landschaftsmalerdynastie. Insofern ist es ja auch total falsch, die Heßstraße als “häßliches Etwas” zu verunglimpfen, wie es mal wieder die unterqualifizierte Journaille von der SZ macht (dacht ichs mir, Philosophie, mit sowas wird so ein Bürscherl heutzutag Journalist, der soll mal was anständigs studieren)! Denn: nur ganz besonders schöne Straßen werden logischerweise nach Landschaftsmalerdynastiegründern benannt.
Die allerschönsten Straßen allerdings sind nach wie vor den Namen von versehentlich lanzendurchbohrten Rittern vorbehalten.

One Response to “Verwechslungsgefahr”

  1. Weltenweiser Says:

    Die rechten Kameraden haben einen Vorteil: Wenn der Kuchen zu braun wird, ist es auch nicht schlimm.


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