Ruhm und Ehre

…hat mir das Limerickdichten bis jetzt zwar noch nicht eingebracht. Dafür
hat Scott Harrison sie in seine
Philosophical Doggerel Page
aufgenommen und mit launigen Einleitungen
versehen; siehe
Utilitarianism
, J.S.Mill
und Singer.
Ich darf vielleicht noch darauf hinweisen, dass ich die vom Autor vorgebrachte
Singer-Kritik in keiner Weise teile und auch dem Utilitarismus bei weitem nicht
so distanziert gegenüberstehe, wie es meine schnippischen Reime vermuten lassen!
(Richtig boshaft wird es erst, wenn mir endlich ein Wort einfällt, das sich auf
"Habermas" reimt. Suum cuique.)

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Ich weiß, was Du diesen Morgen getan hast

Von
wegen, in meinem Viertel gibt es

keine Kriminalität
. Heute hat ein gemeiner Dieb meine SZ eiskalt aus dem
Briefkasten geklaut! Man muss wissen: wenn ich am Freitag morgen nicht mein
SZ-Magazin kriege, werde ich ganz wuschig (schon wegen des "Gemischten Doppels",
das ich jetzt doch tatsächlich verpasst habe!). Also werde ich jetzt
nebenstehenden Zettel aufhängen, der klingt, als wäre er von einem sadistischen
Psychopathen verfasst. Also, wenn ich den lesen würde, würde ich mich nicht mehr
trauen, die Zeitung zu klauen, schon, weil ich immer an dies Szene aus "Der
bewegte Mann" denken müsste, wo sie im Treppenhaus auf den Zeitunsdieb…kennt
ja jeder. Ach ja, ich hab natürlich in Wirklichkeit überhaupt nichts beobachtet,
hab ja bis um 10 geschlafen. Pure Taktik, das. Doch ich bin mir sicher, dass die
SZ geliefert wurde, weil nämlich eine "SZ-Aktions-Karte" in meinem Briefkasten
lag, an der noch Fetzen des corpus delicti klebten…wenn der Psychopathenbrief
jetzt nichts hilft, leg ich mich auf die Lauer, auch, wenn ich keinen Til
Schweiger habe, der mir dabei Gesellschaft leistet.
Warte nur, krimineller Nachbar, du entkommst mir nicht!

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Dass wir das noch erleben durften!

Endlich, eine Sokolov-Kritik.

"(…) In solchen Momenten ist man geneigt, für Handyklingeln im Konzert mehrjährige Freiheitsstrafen zu fordern. Doch Sokolov ließ sich nicht beirren und führte seinen Schubert zu einem fulminanten Ende. Uff!

Aber damit nicht genug: Nach der Pause setzte er sogar noch einen drauf.(…)

Während das Publikum danach, beglückt und überwältigt, seine letzten Kräfte beim Trampeln und Bravobrüllen verausgabte, war Sokolov, der traumhafte Tasten-Titan, lange nicht am Ende – und schickte sechs Zugaben hinterher. Unglaublich." (Hamburger Abendblatt)

Überwältigend? Unglaublich? Uff? Traumhafter Tasten-Titan ????

Aufgabe: Das nächste mal die Kritik bitte in Comic- bzw. Mangaform verfassen. Und bitte noch mehr Fuchsche Wortschöpfungen einbauen ("Die Karten des Konzertveranstalters waren vollkommen überteuert – Grrr!")

 

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Constantia

Juhuuu, in
Office 12
ist eine Schriftart nach mir benannt
! (Und nein, es ist nicht Comic Sans).
Introducing "Constantia":

Vergleich
der Beständigen: Die Schrift sieht – wie ich – relativ unauffällig aus. Ebenso
zutreffend: "relatively small x-height", "classic proportions" und "slight
squareness." Aber: "long extenders" habe ich nicht. Im Gegenteil, wenn ich Hosen
kaufe bekomme ich jedes Mal den Eindruck, dass die Beine der Durchschnittsfrau
um die 30cm länger sind als meine. Ts. Und so alberne Serifen hab ich auch
nicht.

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In English, Please

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Perlen vor die Säue

…soviel zu meinem Besuch von Grigory Sokolovs Klavierkonzert gestern abend. Beruhigend in diesem Zusammenhang die Distanziertheit des Künstlers:

“Rechts von ihm sitzt das Publikum. Es kümmert ihn nicht. “Ich spiele nicht
für Beifall”, sagt er. Musik ist für einen wie ihn kein Beruf, sondern eine
Seite des Lebens: “Man bekommt Geld dafür, aber man spielt nicht für Geld.”
Braucht er überhaupt Publikum? “Die Akustik ist besser, wenn der Saal mindestens
halbvoll ist.” Für ihn gibt es nur die Musik.

(Welt am Sonntag)

So war ich gestern zumindest als akustisch wirksamer Raumfüller eine Bereicherung.

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Induktionsproblem

Eine schöne Illustration des Induktionsproblems:

In der Bank hebt ein Mann 2000 Euro in 50-Euro-Scheinen ab. Vorsichtshalber zählt er das Geld nach: „50-100-150-200-250-…“ Bei 1000 hört er auf. „Warum zählen Sie denn nicht weiter?“ fragt der Kassierer. „Och“, meint der Kunde, „wenn’s bis dahin stimmt, dann ist der Rest sicher auch in Ordnung.“ (bild.de)

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Scriptor non calculat

Heute in der SZ (in einem seltsam-wirren Artikel betreffend den Vorschlag, die objektbezogene in eine subjektbezogene Theaterförderung zu ändern)

Würde nicht jede Theaterkarte mit insgesamt zwei Milliarden Euro
Steuergeldern alimentiert, könnte sie am Schalter nicht für 25 Euro verkauft
werden, sondern müsste 250 Euro kosten.”

Hm. Würde jeder SZ-Artikel einmal redigiert, wäre das Abo noch n paar Euro
teurer. Also bin ich mal still jetzt.

Ach ja. Morgen fahre ich wieder nach München, um den Nikolaus nicht zu verpassen, hehe. Vom katholischen Bischof zur Ikone des Consumerism – das ist eine Karriere ganz nach meinem Geschmack!

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Die deutlichsten Anzeichen…

…dafür,
dass es viel zu kalt ist:

7. Du freust Dich, wenn Du alarmierende Berichte über das Scheitern des
Kyoto-Protokolls liest
6. Du suchst die Nähe stark schwitzender Menschen in der Annahme, sie gäben auch
mehr Körperwärme ab
5. Die Engländerinnen, Die Dir auf der Straße entgegenkommen, tragen Oberteile
4. Du erwägst ernsthaft den Kauf von
Mukluks

3. Dein Schneemobil springt nicht mehr an
2. Die Engländerinnen, Die Dir auf der Straße entgegenkommen, schnallen Spikes
an ihre Flipflops
1. Du gehst im Pelzmantel vor die Tür, obwohl Du über Tierethik promovierst

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