Was man so lesen muss…

Getreu meinem

neuen Motto
:

"I remember that as a child I used to visit the home of my sister, who
had a parrot that I always thought was kind of stupid. Whenever I would
enter my sister's home, the parrot would start "Here comes the jerk! Here
comes the jerk." I think he was coached by my nephew; nevertheless, I
believed strongly that all birds in general, and parrots in particular, had
no intelligence or language skills and were particularly deficient in
recognizing super-intelligent human beings! But they did speak a human
language!"

[Chakrabarty (2003) "Crossing Species Boundaries and Making
Human-Nonhuman Hybrids: Moral and Legal Ramifications" American Journal
of Bioethics
, 3(3)]

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Blog-Hygiene

     

Äh ja. Sowas findet man also bei Google, wenn man nach meiner Seite sucht. Also, "unanständig" gehört zu den Wörtern, die man nicht in seinem Blog verwenden sollte. Genauso wie übrigens "geil". Ooops, schon wieder passiert.

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Mehr cohu – mehr Unfug!

Damals gab es sie noch, eindeutige, markige Wahlkampf-Sprüche:

Alle Nicht-Marxisten wählen Nr. 3 (FDP, 1949)

Keine Experimente (CDU, 1957)

Wer einmal schon für Adolf war, wählt Adolf auch in diesem Jahr (Adolf Schärf, SPÖ, wurde 1957 mit diesem Slogan österreichischer Bundespräsident)

Ja, und heute muss man sich mit sowas zufrieden geben:

Vertrauen in Deutschland (SPD, 2005)

In Bayern leicht missverständlich:

Zeit für den Wechsel (CSU, 2005)

Mein persönlicher Liebling:

Freiheit ohne Angst (Stephanie Jung, SPD, 2005)

Der einzige, der heute noch überzeugend sloganisieren kann, ist doch Dr. Udo Brömme, MdB:

Alte weg von der Straße! Mehr Wichskabinen! Zukunft ist für alle gut! (2002)

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Doppelchen

Mit den elaborierten Meisterwerken des Herrn Bauer kann’s zwar nicht mithalten, aber es fiel mir halt grad ein…

    Rollschuh

   Schollruh

(Bilder: Wikimedia Commons, FCIT/University of South Florida)

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The F***ing Decline of a Nation

Schön, diese Kategorie hat immer was zu bieten, wenn auch sonst in der Welt nichts passiert außer unerfreulicher Katastrophen. Also, laut BBC dürfen in Northamptonshire die Schüler jetzt in der Klasse das "f-word" sagen, allerdings nur fünfmal die Stunde. Mitgezählt wird per Strichliste auf der Tafel. Wenigstens kann man so sicherstellen, dass diese Primaten Primaner am Ende des Schuljahres bis fünf zählen können, und wissen, wo die Tafel hängt, und das ist ja auch schon mal was.

Und wenn jetzt einer eventuell sechsmal Fuck schreien sollte: "Dann bin ich der erste, der ‘nuntergeht, dann pack ich ihn an den Ohren und zieh mit ihm den Platz ab!"…

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Kimmt er oder kimmt er ned?

Ob sich die sieche Speerspitze der deutschen Sozialdemokratie diesen Samstag echt in die Heßstraße schleppen wird? Wenn es nicht regnet, schau ich auf jeden Fall vorbei, notgedrungen, denn die Reithalle liegt auf meiner Jogging-Route. Mal sehen, wie ich als (verschwitzte) Linkspartei-Satanistin in Pro-Globalisierungs-Nike-Outfit dort ein paar Kugelschreiber abstauben kann…

Links, zwo, drei, vier!

Also, mit diesen Tests hab ich irgendwie kein Glück

Losers Manage Us

Knapp zwei Monate nach meinem Studienabschluss erreicht mich von der Alma Mater folgende Nachricht:

"Bei Überprüfung Ihres Studienganges, [sic] wurde festgestellt, dass Ihre Magisterkombination nicht die vorgeschriebenen Fächer (ein Hauptfach und zwei Nebenfächer) aufweist. (…) Sie werden hiermit gebeten Ihre Fächerverbindung in der Studentenkanzlei (…) innerhalb von zwei Wochen eintragen zu lassen."

Ich hatte ja schon ersten Verdacht geschöpft, als ich vor vier Jahren (nach überstandenem Bewerbungsverfahren) mit dem Zulassungsbrief des M.Phil. in der Studentenkanzlei stand und mir hartnäckig versichert wurde, diesen Studiengang gäbe es definitiv nicht (O-Ton "Naa, des hamma ned, des gibts ned, wos isn des, gems des amal her, eanan Schrieb!). Erst nach einem Anruf im Department gelang der Studienfachwechsel.
Aber anscheinend kennen sie trotz "Überprüfung" den noch im letzten Jahrtausend eingerichteten M.Phil. immer noch nicht so richtig. Wie man auf der (LMU-eigenen) Website nachlesen kann: "Der Studiengang umfaßt keine Nebenfächer."
Äh ja, ich habe mir jetzt doch nachträglich mal überlegt, welche Nebenfächer ich gerne hätte: meiner persönlichen Weltanschauung entsprechend katholische Theologie (auch sicher phänomenale Männerquote), und zwecks Parties: Amerikanistik!

The Decline Of a Profession: Beware of the Großkanzlei!

Nachdem heute ja auch andernorts Enthüllungen aus der Welt der Heuschrecken geboten werden, will ich nicht zurückstehen und möchte auf das Buch "Fish Sunday Thinking" von Alex Gilmore verweisen, das heute auch im SZ-Feuilleton besprochen wurde. Hier berichtet ein pseudonymer Autor aus den Kreisen der "richest London lawyers" und schockiert alle, die davon überzeugt waren, dass Londoner Großkanzleien ein Hort von Fairness, Freundlichkeit, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance sind (also sicher einen Großteil meiner Leserschaft). Setzt Euch:

"In one scene in Fish Sunday Thinking, (the title refers to the dread of returning to work after the weekend), a group of corporate lawyers on a bonding weekend retire to a bar where the partners take it in turn to use their tongues to extract a slice of lemon from a trainee’s cleavage.

In another episode one of the lawyers describes waking up in bed with two of the firm’s legal secretaries.

Mr Gilmore, who now works for a solicitors’ practice in the Midlands, says he wrote the book because he wanted to warn other lawyers of what they were letting themselves in for if they decided to join a City law firm." (Independent)

Äh ja, also der Ausschnitt scheint jetzt ungünstig gewählt, ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass es doch einige gibt, die diesen Arbeitsalltag gar nicht so schlimm fänden…ja, aber dem Herrn hat es nicht gefallen:

"All my time was spent photocopying. I soon realised I was just a paper-pusher on a good salary. But I was so unhappy I was spending 80 per cent of my salary on alcohol. Drink was all that was left at the end of another soul-destroying, 18-hour day."

Hm, gut, es liegt also daran, dass er am Kopierer stand während seine Kollegen in der Cocktailbar zugange waren! Jedenfalls ist das alles den Großkanzleien furchtbar unangenehm, und hier kommt nun auch das beste Zitat:

Senior partners in charge of the top London law firms will be hoping that the name of the firm remains secret. A partner at one of the main London law firms said: "If it turns out to be us then the proverbial excrement will truly hit the fan."

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Wer die Wahl hat…

Wieder stehe ich also vor der gleichen schwierigen Entscheidung wie 2002: Ist es Zeit für einen Wechsel? Wer verdient mein Vertrauen?
 
Der, der viel verspricht, aber unter Belastung wenig hält und nur noch langsam reagiert? Der mich und andere schon so oft bitter enttäuscht, gar in die Verzweiflung getrieben hat? Der durch sein Versagen dafür verantwortlich ist, dass ich jede Sekunde damit rechnen muss, meine Arbeit zu verlieren? Der viel Lärm macht, ohne, dass in seinem Inneren tatsächlich etwas Produktives vorgeht? Dessen Äußeres, schwarz und matt, Seriosität vortäuscht – und doch in Wirklichkeit, wir wissen es alle, nur gefärbt ist!

Oder der charmante Rivale, der allerdings mit finanzieller Belastung droht und mit vielen meiner Programmvorstellungen nicht kompatibel ist? Nach außen glänzend, doch innen rätselhaft, undurchschaubar und unbekannt. Verehrt von einer Fangemeinde, deren Kleidungs-, Sprech- und Denkstil mir zutiefst suspekt ist.

Ja, es handelt sich um eine Richtungsentscheidung, eine Entscheidung zwischen zwei Systemen.

Wen werde ich wählen – Thinkpad oder IBook?