OMG Ponies!

 
 Auf zur Friteuse!
(Bild: Wikimedia Commons)

Ich hab mich ja schon öfter gefragt, was eigentlich an den "Belgischen" Pommes in der Pommesboutique so toll sein soll. Also, der Laden ist ja ganz nett. Aber diese Fritten…groß sind sie und hauptsächlich mehlig. Ein bisserl langweilig, da sollen dann wohl die 534 Soßen (nur geschätzt) abhelfen. Dabei bin ich eigentlich ein Mensch, der der Meinung ist, eine Fritte muss auch ohne Soße schmecken! Folglich muss ich jetzt nach einigen Versuchen gestehen, McDonald’s-Pommes sind mir lieber. Nur: wie können lieblose Massenware-Pommes besser sein als die supertollen Szene-Fritten? Kognitive Dissonanz!
Jetzt habe ich des Rätsels Lösung: echte, original belgische Pommes nach alter Art müssten nicht nur doppelt, sondern statt in Pflanzenöl auch noch in Pferdefett – oder zumindest in Rinderfett – fritiert werden:

Belgian fries are about 10-13 mm thick and must be fried twice. Usually in horse fat, according to American culinary celebrity Alton Brown. This was used shortly after World War II but also quickly abandoned in favor of the traditional ox or beef fat. For economical reasons vegetable oil became common and is now usually preferred for a relative cholesterol benefit. (Wikipedia)

Cholesterol benefit? Da würde ich zu Pappkarton raten, noch besser, da mehr Ballaststoffe. Ja, vielleicht könnte die Pommesboutique zur guten alten Praxis des Pferdefett-Bratens zurückkehren. Leider haben die "Herrmannsdörfer", auf die die Boutique ja für Würschtl zurückgreift, keine Pferde, soweit ich weiß…
(Bei McDonalds, wie ich diesem Veganer-Forum entnehme, wird oder wurde zumindest früher übrigens angeblich auch mit Rindertalg und mit Fleischextrakten gearbeitet. Vielleicht daher der aromatische Geschmack?)

Irre!

So ging’s zu in "Bedlam", meinte zumindest Hogarth. Wobei, die beiden Damen rechts hinten, die würden uns heut vielleicht gar nicht so irr vorkommen – siehe die moderne Version der hysterischen Frauenfreundschaft.

(Bild: Wikimedia Commons)

Cohu ist nun wirklich keine Verfechterin beinharter Political Correctness. Aber Spiegel-Online-Schlagzeilen gehen mir in letzter Zeit nicht mehr nur wegen ihrer blöden Kalauer auf die Nerven (Stichwort "Blair Switch Project"), sondern auch, weil sie über Flapsigkeit hinausgehende tendenziöse, marktschreierische Ausdrücke verwenden, die meiner Ansicht nach meinetwegen in einem Blog, aber nicht ein einer "ernsthaften" (oder zumindest ernsthaft gemeinten, woran ich inzwischen bei SPON langsam meine Zweifel habe) Onlinepublikation stehen sollten. Dazu gehört für mich der Begriff "Kinderschänder", aber auch der Ausdruck "Killerspiel" (solange er nicht in distanzschaffende Anführungszeichen gesetzt wird, was dem Spiegel immerhin manchmal gelingt).
Besonders geschmacklos finde ich die Bezeichnung einer Berliner Waldorfschule, an der anscheinend seit Jahren ganz un-steiner’sche Disharmonie herrscht, als "Irrenhaus von Friedrichshagen." Wenn da stünde: "In Friedrichshagen geht’s zu wie in der Judenschule" oder "Die Anthros streiten sich wie alte Weiber" wäre es vielleicht noch klarer, dass inakzeptable antisemitische oder misogyne Anklänge vorhanden sind…aber, lieber Herr Osang, auch über die Verwendung eines abschätzigen, verächtlichmachenden Worts für Verwahranstalten psychisch Kranker (in denen z.B. im dritten Reich, aber auch noch danach, bis zu 360.000 Menschen zwangssterilisiert und 200.000  – allein aufgrund psychischer Erkrankungen – "euthanasiert" wurden, mal gar nicht zu reden von massiven Menschenrechtsverletzungen, die das medizinisches Establishment und Gesellschaft bis weit in die 70er tolerierten, denn es ging ja nur um "Irre") könnte man doch zumindest vor der Verfassung einer "witzigen" Überschrift nochmal ein wenig nachdenken…

Spots and Stripes

Die Sun berichtet von einer wahren Sensation auf deutschem Boden. Ein Wunder, ein Wunder! Nicht nur, dass die Sonne unter den Britischen Tabloids einen Artikel mit Deutschlandbezug ohne die Worte "Stahlhelm" oder "Blitzkrieg" hinkriegt. Sondern auch, dass die Zebrahengst-Pferdestuten-Hybride "Elyse", die in einem Safaripark zur Welt kam, nicht grau-braun gestreift aussieht wie andere Zonys, Zerde und Pfebras, sondern ganz spacig weiß/zebragestreift gescheckt ist! Wenn wir da mal keine natürliche Chimäre vor uns haben. Da schau her, sowas findet man sonst nur unter Radfahrern!

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Schräg

Wollte grade nur schnell nachschauen, wo der 154er Bus jetzt eigentlich langfährt, wo die Schellingstraße gesperrt ist. Dieses Ergebnis bei mvv-muenchen.de fand ich aber dann doch erstaunlich:

So einfach mitten durch die Neue Pinakothek? Kawumm! Ist das der Grund dafür, dass das schöne Brunnen-Café Greco seit Wochen geschlossen ist? Und dann auch noch schräg die Diakonie gerammt. Danke, ich nehm dann doch lieber die Tram…

Völkerverständigung

Jajaj, über die irren Polen schimpfen, das kann jeder. Aber hat’s bei den Kaczynski-Brüdern eigentlich schon mal jemand im Guten probiert? Also, ihnen mal was nettes schenken oder widmen, z.B. ein Doppel? Cohu macht den Anfang!

Bohlen-Posse

Polen-Bosse

(Bilder: www.fiese-scheitel.de, www.queerty.com)

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Entweder Chefarztbehandlung…oder Valensina.

Dieser Grusel-Artikel bestätigt mich mal wieder in meinem langgehegten Vorurteil, dass eine Behandlung durch Krankenhausärzte am besten so lange vermieden werden sollte, bis man von selbst stirbt.
Wobei ich doch über die Kreativität dieses Chefarztes staune: da wurden große Bauchwunden angeblich mit Zitronensaft desinfiziert. Um teure Medikamente zu sparen, behauptet der Spiegel, aber warum hat der Herr dann frisch gepressten Saft genommen, und nicht wie die manchmal allzu sparsame Cohu, "Sizilia" (20-cent Sauerbrühe aus Zitronensaftkonzentrat, abgefüllt in einer handlichen Plastikzitrone)? Hatte das geschmackliche Gründe? Noch ein wenig Virgine-Oliven-Öl, Salz, geraspelte Zitronenschale und weißen Pfeffer dazu, und man könnte den Herrn zumindest als begabten Metzger bezeichnen, der eine zünftige Marinade anzurühren weiß.

(Bild: Wikimedia Commons, André Karwath)

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Decline of a Nation: Abschied in Pastell

Die dem britischen Innenministerium unterstellten "Immigration Officers"  haben unter anderem die Aufgabe, Familien, deren Aufenthalt in Großbritannien nicht erwünscht ist, zB. abgelehnte Asylbewerber, zwangsweise abzuschieben, d.h. zu deportieren. Unschön, insbesondere, wenn Kinder involviert sind. Um deren psychologische Traumatisierung zu minimieren, wird nun im "Family Removals Review" (schöner, euphemismusfreier Name!) der Immigrationsbehörde nun unter anderem eine Anpassung der – bis jetzt unfreundlich dunkelblauen –  Uniformen an die noch zarten Sehgewohnheiten junger Seelen vorgeschlagen:

Consideration should be given to providing standard issued clothing in softer colours (currently issued in navy) for enforcement officers involved in family work to reduce the appearance of a ‘uniform’ and be less intimidating to children (.pdf, siehe Punkt 11)

Die BBC hat sich die Mühe gemacht, eine Uniformdesignerin nach Vorschlägen zu fragen. Die sagt allen Ernstes:

"I equate deportation officers with traffic wardens, who have gone for a softer image now and look more like post office men or delivery men, particularly in Kensington and Chelsea, where they’ve gone from navy and black to a soft khaki colour and Italian blouson. They look more approachable."
"I can’t imagine many deportation officers wearing pink, with the training they’ve had. A soft grey, a khaki, a sand colour, a washed out French navy or a steely blue would be nice. Perhaps smiley badges too."  (BBC News)

Smiley Badges? Liebe Frau Designerin, liebes Großbritannien, ich hab hier im Rahmen der Freundlichkeitsoffensive für Gewaltmonopolisten auch schon mal eine schöne Uniform für die britischen Streitkräfte rausgesucht. So macht Angriffskrieg Spaß!

Extreme

Brrrrr, wäre dank eiskalter Sturmböen bei längerem Warten auf die Tram gerade beinahe erfroren. Trotzdem muss ich sagen, dass ich ganz froh bin, im Gegensatz zur IT nicht gerade in Thessaloniki zu weilen…

Von Müllhunden und einer Reise in die Vergangenheit.

Wie ich via Toytown der SZ entnehme, ist es einem Hundebesitzer gelungen, seinen Zeckenteppich so zu trainieren, dass dieser Müll aufsammelt und sogar in Mülleimern entsorgt. Vielleicht ein Ansatz, unser Viertel und insbesondere den maxvorstädtischen Teil des E-Gartens endlich wieder zu entberlinisieren? Dazu müsste man dann nur noch städtischerseits die Mülleimer leeren, was aber anscheinend nicht so einfach ist.
Vielleicht wird ja Josef Schmid, der neuerdings überall plakatierte, hoffnungsvolle Kandidat für das Münchner Rathaus, endlich wieder für saubere Straßen sorgen. Mit eisernem Besen, wie es in der CSU Sitte ist!
Die Tatsache allerdings, dass in seinem Slogan “Was zählt ist München” für meinen Geschmack ein Komma fehlt, ist schon mal ein schlechtes Zeichen. Erschwerend kommt hinzu – Achtung, Cohu-exklusiv-Enhüllung – dass “Josef Schmid” (der Name kommt einem schon verdächtig artifiziell vor, oder?) nach Schaf “Dolly” und Hund “Snuppy” der erste menschliche Klon ist. Von wem, fragt ihr? Die Sicherheitsbestimmungen im geheimen Unions-Biotechnologielabor von Bad Wiessee sind streng. Aber ich habe es trotzdem herausgefunden. Die CSU will mit aller Kraft und ohne Kosten und Mühen zu scheuen zurück in die 50er.
Nochmal zu den müllräumenden Hunden. Der absolute Gipfel wären natürlich Hunde, die ihren eigenen Unrat wegräumen. Oder besser noch: einfach, wie andere Leute auch, ganz normal aufs Klo gehen. Kann doch nicht so schwierig sein! Youtube sei mein Zeuge: Katzen können es. Aber das ist der fundamental falsche Ansatz, Freundchen…

Wer hätte gedacht…

…dass unser Lieblingspolitiker (s. Abb. rechts oben) unseren Günni mal sicherheitstechnisch derart rechts überholt, dass der sich nur noch umschaut? Cohu jedenfalls nicht.