Hamburger Hafen

Da es gestern überraschenderweise mal kurz nicht regnete, konnten wir tatsächlich unsere lang ersehnte Hafenrundfahrt machen (hier gibt es ein paar Bilder). Wir einigten uns darauf, dass Containerhäfen wohl nach Kleinstadt-Fußgängerzonen und Schweinemastanlagen zu den abscheulichsten Orten zählen, die die westliche Zivilisation hervorgebracht hat, und wunderten uns darüber, dass große Autobahnkreuze, Umschlagbahnhöfe etc. nicht auch mit Rundfahrten, Touristenkneipen, Akkordeonspielern etc. bedacht werden, "Tore zur Welt" sind sie schließlich auch.
 Im Lokal Strandperle, über das es hier heißt, es gäbe dort "…Würstchen und Kartoffelsalat, Kaffee, Brause und Bier direkt auf die Hand" (???) stärkten wir uns mit einer typisch hamburgischen Brotzeit, siehe Fotos. Nach einem Tagesmarsch durch die Speicherstadt fanden wir schließlich auch noch das SPIEGEL-Haus, das allerdings architektonisch genauso enttäuschend ist wie der wöchentliche Output seiner Bewohner.
So, und jetzt wird Frl. med. vet. Jung vom Bahnhof abgeholt.
 

Philosophie

Damit nicht nur der (verschollene bzw. sich gerade vom Biertrinker
Tellerwäscher zum Millionär hocharbeitende) Jurist W. an meiner philosophischen
Arbeit teilhaben kann, habe ich auf vielfachen Wunsch
hier eine kleine Seite gestaltet.

(Siehe auch links unter "Philosophie")

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Hamburg

Damit ihr nicht befürchten müsst, ich wäre inzwischen dem S- bzw. U-Bahn-Schubser zum Opfer gefallen, hier eine kurze Meldung aus Hamburg, wo ich – rein dienstlich! – meine IT-Abteilung besuche.

Das Viertel Hamburg-Eppendorf, wo meine IT wohnt, ist von ausgesuchter Schönheit und kann, da es anscheinend nicht oder kaum von Bombenangriffen betroffen war, mit großartigen Bürgerhäusern aufwarten – dagegen ist Schwabing ein Witz!

Da ich genau wie Herr Schmalzgruber keine Ahnung von der Musik der jungen Leute habe, kenne ich das Lied (?) “Eppendorf” von Samy Deluxe nicht, entnehme dem Text aber, dass Herr Sorge (nicht zu verwechseln mit Herrn Dr. Kleinsorge) die Konsum- und Finanz-Orientierung der Bewohner dieses Stadtteils zutiefst ablehnt (siehe dazu auch Lutti Lütte). Also, um es mit den Worten der AZ zu sagen: “Wer hier wohnt, hat’s geschafft” – was man schon daran sieht, dass vormittags im SPAR (der natürlich “Schlemmermarkt” heißt) Alkoholikerinnen anzutreffen sind, die sich zusätzlich zu den üblichen 3 Flaschen Veuve Clicquot auch noch eine Buddel “Carpe-Diem”-Kombucha in die Burberry-Tasche laden (“Detox” ist ja sooo in, das werden mir die Neu-Neu-Yorker vielleicht bestätigen. Cowboyboots hatte die Dame übrigens auch an…). Auf das Klingelschild schreibt der Eppendorfer gerne mal “I.N.Kognito”. Im Feinkostladen weist er bzw. sie darauf hin, beim Einkauf stets auf den professionellen Rat der eigenen Köchin zu hören. Zudem  lassen die zahlreichen außergewöhnlich geschmackvollen Lokale, Einrichtungs-, Antiquitätengeschäfte und exklusiven Boutiquen Eppendorfs darauf schließen, dass das Geld hier auch schon sehr lange zuhause ist, es sich gemütlich gemacht hat und jetzt die eigenartige Schönheit entfaltet, die niemals dem Neureichtum, sondern nur einer Dekadenzkultur buddenbrook’schen Ausmaßes, einem Absterben und Verfall über Jahrhunderte angehäuften Vermögens mykotisch entsprießen kann. Mann, watt’n Satz!

Ansonsten habe ich noch nichts von Hamburg gesehen, da das Wetter auch nicht so grandios war. Anscheinend gibt es aber unter anderem ein weniger reich gesegnetes Viertel, das tatsächlich (Nagetierfreunde aufgepasst!) “Mümmelmannsberg” heißt. Dort werde ich aber hoffentlich nicht hin müssen. Des weiteren kann ich hier (im Büro meiner IT) wunderbar für meine anstehende Promotion recherchieren und bin gestern sozusagen schon auf eine Literatur-Goldader gestoßen.

Bilder von Fischmarkt, Hafen, und vielleicht von der Ostsee wird es bald geben, wenn das Wetter mitspielt; von der Reeperbahn allerdings nur, wenn meine IT sich mit Freizeitgestaltungsvorschlägen durchsetzt (Matteo, was hast du den Jungen verdorben…).
(Bild: Eppendorf um 1845, Wikimedia Commons)

Buidl

Da kam mir der “beste Freund meines Mannes” (?)
zuvor:
meine Flickr-Bilder gibt’s hier
zu bewundern. Vorerst nur die Schachen-Sachen. Ach ja: nur für “friends”
zugänglich, also … seid ihr schon bei Flickr.com?

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Der Geist, der stets verneint…

Heute in der Bibliothek:

"Entschuldigung, könnten Sie…"

"Nein."

"…mir diesen Zehner wechseln?"

"Nein!"

"Gibt es vielleicht noch einen…"

"Nein."

"…einen Wechselautom…"

"Nein!"

"….maten? Nicht? Oder vielleicht…"

"Nein!"

"…einen Kopierer, wo man…."

"Nein! Gibt es nicht!"

"…mit Münzen zahlen…. ok…"

Hätt ich meinen Faust besser gekannt, hätt ich der Höllenbibliothekarin
natürlich erwidert:

"Nun kenn ich deine würd'gen Pflichten!
Du kannst im Großen nichts vernichten
Und fängst es nun im Kleinen an."

Heute im Standesamt


U-Bahn-Fahrt zur Poccistraße: 2 €


"1 Ki. Austritt": 31 €

Nicht mehr Mitglied der katholischen Kirche zu sein: Unbezahlbar.

Äh

Beim vorgestrigen Staatsempfang, den zu besuchen ich die Ehre hatte, bemühte sich Justizministerin Dr. Beate Merk, die ächzend bestiegene Metapher des “Wachturms Justiz” so gründlich totzureiten, dass man fast Mitleid hatte. Mit der Justiz, meine ich.

“Unsersehrverehrterherrministerpräsadent” (UMP) war nicht ganz so gründlich und teilte nicht nur Hottes schicke Brosche aus, sondern auch noch einen “Ehrendoktor” (oder war das eher ein sog. “Fünfzigerjahre-Arztfrauen-Doktor”? Frau Mutter ist nämlich nicht promoviert, wohl aber Herr Vater!). Des weiteren wies UMP darauf hin, dass “damals” (in Frau Mutters Jugend) “die Welt
noch
von Männern dominiert war“. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind, und man den Geschlechterkampf einfach mal so entspannt beim Frühstück erledigen kann, ganz ohne böse Männerdominanz. Nach gediegenem Antidiskriminierungsgesetzbashing wurde dann noch die ehrenamtliche Mitarbeit Frau Mutters in der Gesellschaft für Wirtschaftsmeditation und Konfliktmanagement lobend erwähnt. Wirtschaftsmeditation, das ist das, was man im Simpl so um halb 3 macht, wenn man über den Tisch gebeugt überlegt, obs jetzt noch einen Schnitt gibt oder ein g’scheids Bier. UMP hat sich getäuscht: Frau Mutter geht dieser Tätigkeit nicht nach, nicht mal ehrenamtlich, sie mag nämlich nur Pils.

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Geschenke


(Hendrik Avercamp: Schlittschuhlaufen,um 1615, Öl auf Holz, 24 × 38 cm, Moskau,
Puschkin-Museum der bildenden Künste.)

Das einzige Nicht-Küchen-Geschenk dieses Jahr: "Die virtuelle
Gemälde-Galerie", NEU: jetzt mit 10.000 Meisterwerken! Großartig!

Weihnachten

Blick aus meinem Fenster

Mein grandioser Christbaum mit selbst gebastelten (!) Strohsternen.

Frohes Fest!

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Schachen

Gestern vollkommen konditionslos auf den Schachen  (Panorama siehe Hier) gehumpelt, zumindest bis zu SEINER Jagdhütte. ER wurde dort nur als ER bezeichnet, Namen wurden nicht genannt. Nach der Besichtigung des Orient-Zimmers waren alle Zweifel ob SEINER sexuellen Orientierung verflogen. eigene Fotos folgen, sobald digitalisiert, bin momentan nur Analog/Mechanisch unterwegs – Klick! Rrrt, Rrrt.
Dienstag geht’s gen Italien (ha.ha.), zunächst Bologna, dann irgendwohin, wo es schön ist, denn ich mag die schönen Dinge im Leben, auch einmal einen guten Rotwein, bin sportlich, kulturell interessiert und gebildet. Und Schlank!
Hier noch ein exzellenter Link, auf den mich ein der Verzweiflung naher Examenskandidat aufmerksam gemacht hat (Danke!): www.bildblog.de – Für alle, die wie mich eine hasserfüllte Abhängigkeit mit “Dutschkes Mördern” verbindet.

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