How many roads

In Vorbereitung auf ihren baldigen Umzug in die Heimatstadt der politischen Hippiebewegung hat Cohu sich schon mal auf die Suche nach den schönsten Protestliedern gemacht. Hier die drei mit den tiefsten psychosoziopolitischen Einsichten:

Trotz meiner neuronalen Vorliebe für Tom Lehrer und meiner hormonellen Vorliebe für Hugh Laurie gefallen mir die Asylum Street Spankers eigentlich am besten.

Decline of a Nation: Thatcher’s bitter legacy

Das ist doch total kaputt!

Das Schlagwort der “broken society” ist in Großbritannien sehr beliebt. Darunter kann man eigentlich alles zusammenfassen, was schief läuft: binge drinking, knife crime, muffin tops. Fraglich nur, wer eigentlich schuld ist an der kaputten Gesellschaft: Laut Herrn Cameron ist es natürlich Labour (ein Kapitel des konservativen Parteiprogramms heißt passenderweise “Mending Our Broken Society”, pdf). Für die Gegenseite dagegen ist klar: Broken Britain is Thatcher’s bitter legacy.

Bei der Recherche zu dieser Frage ist Cohu auf wahrhaft Schockierendes gestoßen – Thatcher hat Dinge verbrochen, mit denen verglichen ihre Zerstörung der Britischen Gesellschaft noch ziemlich harmlos wirkt. Sie ist nämlich für eine Sache verantwortlich, die auch durch die damaligen historischen Umstände kaum zu rechtfertigen, abstoßend und moralisch verkommen ist: Softeis!

“One important development in the 20th century was the introduction of soft ice cream. A chemical research team in Britain (of which a young Margaret Thatcher was a member) discovered a method of doubling the amount of air in ice cream, which allowed manufacturers to use less of the actual ingredients, thereby reducing costs. It made possible the soft ice cream machine in which a cone is filled beneath a spigot on order.” (Wikipedia: Ice Cream)

Das kann man ja wohl kaum als Jugendsünde abtun, das fällt schon in die Kategorie Charakterfehler…

Posted in Decline of a Nation, Speis & Trank, Weichwaren. Comments Off on Decline of a Nation: Thatcher’s bitter legacy

Hellabrunn

Read the rest of this entry »

This Wald is your Wald

Das großartige “Wanderer”-Schild bei German Joys hat mich an ein ähnlich strenges Mahn-Schild erinnert, das ich letzten Sommer auf dem Söldener Gletscher fotografiert habe:

Die naheliegende Frage: Wenn es denn mein Wald ist, warum darf ich dann nicht darin Skifahren?

Der gewiefte Schildtexter hat solche Fragen natürlich von vorneherein verhindert, indem er das “Dein” mit distanzierenden Anführungszeichen versah. Ein passiv-aggressiver Hinweis darauf, dass es natürlich alles andere als mein Wald ist…so ähnlich wie die “frischen” Muscheln, die man so oft auf Restaurantkarten findet!

Die obligatorische amerikanische Entsprechung, was landschaftsbezogene Possessivpronomen angeht:

Keep Calm and Carry On

“Good evening ladies and gentlemen. This is your captain speaking. We have a small problem. All four engines have stopped. We are all doing our damnedest to get them going again. I trust you are not in too much distress.”

via BBC News – When volcanic ash stopped a Jumbo at 37,000ft.

So hat man das 1982 gemacht. Und heute? Ein kleines Aschewölkchen legt ganz England lahm…

Westward the Course of Empire Takes Its Way

Blick auf Berkeley, im Hintergrund das Golden Gate

Falls sich jemand über das momentan etwas eingerostete Blog wundert: Ich bin nicht etwa im Urlaub oder zu beschäftigt, sondern sozusagen durch vorsorglichen Kulturschock in eine leichte Schreckstarre verfallen (auf dieser übersichtlichen Grafik wurde die Phase des preliminary culture shock leider ausgelassen, aber glaubt mir, das gibt es!). In etwa drei Monaten wird Eure Cohu nämlich nicht nur München, sondern auch Bayern, gar Europa, ja, die eurasische Platte verlassen und sich, wo wir schon bei tektonischen Platten sind, quasi direkt auf der San-Andreas-Falte niederlassen, genauer: in Berkeley, Kalifornien, einem Nachbarort des schönen San Francisco. Berkeley ist die Heimat der Hippies, des Berkeliums, der Anti-Kriegs- und der Free-Speech-Bewegung und des Café Latte.

Da höre ich schon den Chor der Amerika-Skeptiker aufheulen, Kalifornien, wähwäh – geschichtslose Wildnis, gesättigt mit dem Blut wehrloser Indianer und Grizzlybären und überhaupt ein Hort der kulturellen Schande, aber Gemach: benannt ist Cohus Zielort immerhin nach einem ganz und gar alteuropäischen Denker, nämlich dem irischen Bischof und Philosophen George Berkeley (das ist der von esse es percipi), der über Amerika Folgendes dichtete:

“Westward the course of empire takes its way;
The four first acts already past,
A fifth shall close the drama with the day:
Time’s noblest offspring is the last.”

Da habt ihrs: der letzte Posten vor dem Osten, glorreiches Ende der Geschichte, angekündigt 1723, vollzogen nun auch von Eurer Cohu. Auf zum Ende der Welt!

Read the rest of this entry »

Kosmische Gerechtigkeit

Was habt ihr denn? Ihr wolltet doch so dringend Asche von den Isländern!

Posted in Decline of a Nation. Comments Off on Kosmische Gerechtigkeit

STEP OUTSIDE POSH BOY