What’s Love Got To Do With It

Das Buch "Schwester Helga – Du maximierst mein Glück: Der Arztroman zur Mikroökonomie" versucht angeblich, die Welten von Romantik und Mikroökonomie durch Humor zu vereinen. Einen Trailer (ne, echt) und eine Website gibts von dem Buch auch schon. Also mal ernsthaft: ist mein Humorzentrum irgendwie blockiert oder wirkt das einfach wahnsinnig… unwitzig? In der FTD erklärt der Autor seine Motivation:

"Bei meinem VWL-Studium habe ich mich wie viele Kommilitonen an der Mikroökonomie gerieben", sagt Hönscheid. "Das ist ja ein grundlegendes Fach, doch es wird leider sehr dröge präsentiert: sehr mathematisch, sehr abstrakt – und völlig unerotisch." (FTD.de)

Lass mal, bevor ich mir eine schlechte Parodie auf eine schlechte Parodie von Mikroökonomie in Form einer schlechten Arztromanparodie reinziehe, lese ich ja noch lieber "The Mathematics of Marriage: Dynamic Nonlinear Models" von James D. Murray. Dieser genialische Brausekopf hat in seinem langen Wissenschaftlerleben laut Wikipedia unter anderem die Biomechanik von Schleudersitzmechanismen, Narbenbildung, Tumore, das Entstehen von Fingerabdrücken und die Territorien von Wölfen untersucht. Und es dann in Angriff genommen, die Ehe als mathematisches Modell nachzubilden. Scheint jedenfalls, was das Wesen dieser Institution angeht, schon mal in die richtige Richtung zu gehen:

"Unter dynamischen nichtlinearen Systemen versteht man solche, die auch Speicherelemente besitzen. (…) Die Systemantwort hängt somit auch von der Vorgeschichte, also von der Stärke der vorangehenden Erregung ab." (Wikipedia)

 

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