Preaching to the choir

Nur mal so als Stimmungsbild aus dem bayerischen Wahlkampf für die Nordlichter. Drunter steht noch “Enteignung von Banken und Großkonzernen!” und ein paar ähnliche Vorschläge.

P.S.: Ist das nicht furchtbar langweilig, als Linkspartei so ne Veranstaltung zu machen wie die unten angekündigte? Also, in der Angelegenheit sollten die sich doch dann wirklich ausnahmslos alle Anwesenden einig sein. Oder melden sich dann echt welche mit  “hmja, also dieses Jahr wollte ich dann doch mal DIE NAZIS wählen, weil, ich finde die sind voll die ALTERNATIVE, oder soll ich das lieber nicht machen, was meint ihr, Genossen?” Warum, liebe sogenannte Linke, nicht mal ein Thema, über das man auch diskutieren kann. “Der Markt ist die Lösung” oder so. Ist doch sonst wirklich gähn.

6 Responses to “Preaching to the choir”

  1. felix Says:

    Man beachte auch die Listenplätze der beiden Kaschperl.Landtagskandidat der Linken mit Listenplatz 43.Hey, da häng ich mir ja erfolgreicher nen selbstgebastelten YPS-Geheimagenten-Ausweis um den Hals und überzeug die Leute, daß ich von der Polizei bin.Ansonsten bin ich aber froh, daß endlich das "Söder kommt"-Schild auf meine Arbeitsweg überbappt wurde. Den ganzen Heimweg hatte ich das schöne Verb "södern" dann im Kopf.

  2. cohu Says:

    "Södern",sehr gut, hört sich an wie etwas aus der Jägersprache:"Eine Rotte Wildsauen söderte das Maisfeld, bis kein Halm mehr aufrecht stand!"Oder hat das Wort eine Dir bekannte andere Bedeutung?

  3. cohu Says:

    Es könnte aber auch ein Begriff aus einem alten Beruf sein (vgl. BR-Serie "Der Letzte seines Standes")"Ein gebeugter alter Tattergreis mit schlecht sitzendem Gebiss fuhrwerkt in einem Berg zerfetzter Kleidung herum, der den ganzen Boden eines düsteren Schuppens bedeckt – VOICEOVER (tiefe, langsame Männerstimme mit bayr. Zungenschlag) – "Zu den Aufgaben des Lumpensieders gehört auch das gründliche SÖDERN, darunter versteht man das Entfernen von grobem Schmutz aus den Lumpen mithilfe einer stählernen Söderbürste. Heribert Krumpfl, Jahrgang 1923, ist der letzte Lumpensieder, der im Thüringischen Oberbröda sein Rohmaterial noch selbst SÖDERT…"

  4. bibo Says:

    Mit dem Plakat will sich die Linke anscheinend ein paar NPD-Protest-Wähler södern.

  5. cohu Says:

    Mann, hab ich heut schlecht geschlafen. Fühle mich wie gesödert…

  6. felix Says:

    Ich meine mich zu erinnern, daß "södern" in der Nockherbergpredigt 2008 oder 2007 vorkam.Es steht für "ohne Verstand dumm daherreden". Und zumindest bei mir hat es sich bereits tief in meinen Wortschatz eingeschliffen. (sa ma ehrlich, beinah jeder Politiker södert auf Teufel komm raus. Aber der Söder machts halt immer noch besonders schön…)


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