Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Cohu sich für das neue Glasfenster im Kölner Dom begeistern kann. Ich, die zertifiziert quasi-anarchokapitalistische Linkspartei–Satanistin!
Es hat mich dann doch beruhigt, dass der Kardinal Meisner das Fenster doof findet, weil er lieber eine schöne Maria g’habt hätte mit einem Jesuskindlein, oder ein Kruzifix incl. Heiland (oder vielleicht, zur verschärften Distanzierung von Konkurrenzveranstaltern, Ecclesia und Synagoga oder ein paar Muselmänner). Aber es kam anders, und es gefiel Cohu, aber ach… katholisch, katholisch is dees need!

31. August 2007 at 09:29
Gerhard Richter ist schon ewig einer meiner Helden. Im Lenbachhaus hängen übrigens ein paar Skizzen zum Fenster. Farbtafeln sind ja nichts neues für ihn. Auch wenn es jetzt »nur« eine verpixelte Zufallsmischung ist, aber damit hat er doch Religion ganz gut erfasst, oder? Du solltest das geniale Fenster in deine Schimärensammlung aufnehmen, wenn Du eine hast.[Wie leicht man Kathedralengefühle bei Rasterung und bunten Primärfarben bekommt, kann man die Woche noch im Haus der Kunst bei »Gilbert & George« erfahren. Ein Besuch lohnt sich.]
1. September 2007 at 10:17
Jetzt denkt man erst, der Kardinal meint das boese. Meint aber nicht. Als einem der hochrangigen christenmenschen liegen ihm solche regungen natuerlich fern. Er will mit dieser einlassung was einleiten. Eine geste. … [weiter hier: "Des Kardinals neue Fenster"]