Für Tierfreunde

Für Tierfreunde, denen der weiße Boxer nicht reicht, gibt es hier totaaal süüüüße Fotos aus dem Tierpark Hagenbeck. Leider nicht sehr viele, da ich das upload-limit erreicht habe.

("Schau halt nicht so saublöd," denkt man im neuen Orang-Utan-Haus beidseitig)

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Morticia


Also wieder zu weniger dramatischen Ereignissen: Morticia Addams mit Dauerwelle wohnt hier, und sie läuft uns ständig über den Weg. Nachts reitet sie vermutlich auf dem Viech (ein weißer Boxer, eindeutig ein Symbol des Todes) durch den Nachthimmel.
Assoziationen zu gewissen Nachbarn aus der Hessstraße drängen sich auf…

 

 

 

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Schrapp, schrapp, schrapp!

Aus meinem ansonsten phänomenal ereignislosen Dasein wurde ich heute jäh aufgeschreckt, als plötzlich und unerwartet ein Hubschrauber auf der durchaus belebten Kreuzung vor dem Hamburger WG-Balkon landete. Ein Männlein mit einem wichtig und isoliert aussehenden Rucksack sprang heraus und sogleich in ein wartendes Polizeiauto (siehe Abb.). Der Helikopter blieb dann ca. 15 Minuten mitten auf der Kreuzung stehen, bis schließlich die Polizei Männlein und Rucksack pflichtschuldig zurückgebracht hatte und der Hubschrauber entschraubte (.mov).
Seitdem ist mein Leben wieder total ereignislos, aber wenigstens kann ich jetzt beim Studieren meiner  ethischen Aufsätze zur Transplantationsmedizin von diesen tollkühnen Nieren- und Herz-Chauffeuren in ihren fliegenden Kisten träumen (wenns denn mal nicht eine Leberkassemmel war, die so starker Eile und Isolation bedurfte. Obwohl, auch das fände ich heldenhaft, solange nur scharfer Senf dabei ist!).

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Heute bleibt die Küche kalt, …

Der bajuwarische Bösewicht kann auch anders! Die SZ schreibt:
"Auch Barbara Frey will Horvath erkennbar anschärfen: So holt sich der Rittmeister des Gert Anthoff statt der Ziehungslisten vom Lotto seine Pornohefte bei der Trafikantin, wird des Zauberkönigs Aussprache mit seiner gefallenen Tochter durch schwallweises Erbrechen konterkariert. Es wird gefummelt und gegrapscht, keine sexuelle Konnotation vernachlässigt, der Ton ist von forcierter Schärfe, die Körperlichkeit ruppig, gefühlige Szenen werden wie mit dem Glasschneider seziert, und der österreichische Akzent klingt wie auf einer Sprachlernkassette. Für solche Härten entschädigen Slapsticknummern, die vor allem Sunnyi Melles als Valerie abzieht, mal im Kampf mit der Tücke des Objekts, mal mit der des Lustobjekts. Entscheidend aber ist die Haltung der Schauspieler, die ihren Figuren Gerechtigkeit widerfahren lassen, ohne dabei zu blinzeln." (spiegel online)

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Antichrist

"You scored as Satanism. Your beliefs most closely resemble those of Satanism! Before you scream, do a bit of research on it. To be a Satanist, you don’t actually have to believe in Satan. Satanism generally focuses upon the spiritual advancement of the self, rather than upon submission to a deity or a set of moral codes. Do some research if you immediately think of the satanic cult stereotype. Your beliefs may also resemble those of earth-based religions such as paganism."

Satanism
100%
atheism
92%
Paganism
50%
Buddhism
42%
Christianity
25%
Judaism
17%
Hinduism
17%
agnosticism
17%
Islam
17%

Which religion is the right one for you? (new version)
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Na Toll…vom Regen in die
Traufe! Irgendwas stimmt
doch an dem Test nicht…

Im Institut…

…hängen folgende Schilder auf dem Klo:

"Fenster nicht öffnen! Lüftung funktioniert sonst nicht!"

und

"Toiletten bitte sauber verlassen!"

 

 

Hamburger Hafen

Da es gestern überraschenderweise mal kurz nicht regnete, konnten wir tatsächlich unsere lang ersehnte Hafenrundfahrt machen (hier gibt es ein paar Bilder). Wir einigten uns darauf, dass Containerhäfen wohl nach Kleinstadt-Fußgängerzonen und Schweinemastanlagen zu den abscheulichsten Orten zählen, die die westliche Zivilisation hervorgebracht hat, und wunderten uns darüber, dass große Autobahnkreuze, Umschlagbahnhöfe etc. nicht auch mit Rundfahrten, Touristenkneipen, Akkordeonspielern etc. bedacht werden, "Tore zur Welt" sind sie schließlich auch.
 Im Lokal Strandperle, über das es hier heißt, es gäbe dort "…Würstchen und Kartoffelsalat, Kaffee, Brause und Bier direkt auf die Hand" (???) stärkten wir uns mit einer typisch hamburgischen Brotzeit, siehe Fotos. Nach einem Tagesmarsch durch die Speicherstadt fanden wir schließlich auch noch das SPIEGEL-Haus, das allerdings architektonisch genauso enttäuschend ist wie der wöchentliche Output seiner Bewohner.
So, und jetzt wird Frl. med. vet. Jung vom Bahnhof abgeholt.
 

Totalitärer Ökonomismus oder: Sind doch alles Nazis!

Während andernorts schon eiskalt der schnöde Wahlkampf eingeläutet wird, möchte ich noch auf den abschließenden Artikel der "Zukunft des Kapitalismus"-Serie in der Zeit eingehen: Jens Jessen, "Fegefeuer des Marktes". Habe ihn allerdings nur überflogen, schließlich bin ich im Urlaub und breche gleich zur Hafenrundfahrt auf…Positiv aufgefallen ist mir natürlich, dass der Autor sich meines Lieblings-Stilmittels, des Nazivergleichs, bedient:

"Nach diesem Muster erklärt der neue Ökonomismus sämtliche Gesellschaftsphänomene, selbst in der Kultur (Aufstieg und Abstieg von Kunstgattungen) und in der Bildung (Untergang des altsprachlichen Gymnasiums). Mit anderen Worten: Das Unterfutter der neuen Marktideologie bildet ein Darwinismus einfältigster Sorte. Die Entwicklung der menschlichen Kultur vollzieht sich in dieser Perspektive unsteuerbar wie die Evolution.

Eine solche Behauptung ewiger Gesetze, nach denen sich die Zukunft vorhersagen lässt, ist nun freilich nach der klassischen Definition Hannah Arendts das wesentliche Kennzeichen aller totalitären Bewegungen. Sie entbinden von jeder Form moralischer Abwägung; denn wer nach diesen Gesetzen Opfer und wer Sieger sein wird, steht von Anbeginn fest. Der Untergang der zum Untergang Verurteilten (der am Markt Schwächelnden) kann nicht verhindert, er kann nur beschleunigt werden, so wie die Nationalsozialisten den Untergang angeblich schlechtrassiger Völker und die Bolschewisten den Untergang so genannter absterbender Klassen beschleunigen wollten.

Dieser Wille zur Beschleunigung ist ein weiteres Merkmal der neokapitalistischen Ideologen, das sie mit den totalitären Bewegungen der Vergangenheit teilen." (link)

Na, was meint ihr? Is doch einer, oder nicht? Ich lass ihn zählen! Und jetzt alle abstimmen, was ist schlimmer: Nationalsozialismus, Stalinismus oder Neokapitalismus?
Was Jessen (obwohl sein Artikel bei weitem nicht so lustig ist wie Lütkehaus’) mit Lutti Lütte gemeinsam hat, ist eine gewisse Skepsis, was die Segnungen der Innovation angeht:

"…alle leiden unter der hysterischen Abfolge technologischer Neuerungen, aber der Wettbewerb zwingt die Produzenten dazu, ständig neue Waren herzustellen." (link)

Ich leide unter vielen Dingen und kann mich auch über viele sehr stark aufregen. Auch Jammern ist eine meiner Stärken. Aber irgendwie hat mich erst Jessen draufgebracht, dass die "hysterische Abfolge technologischer Neuerungen" ein Problem sein könnte…mögliche Erklärungen: Jessen hatte Probleme mit der Umstellung auf DVB-T und sieht jetzt schwarz. Oder er hat eine umfangreiche Sammlung von (künstlerisch wertvollen) Schwedenfilmen (sfw) – auf VHS.

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Philosophie

Damit nicht nur der (verschollene bzw. sich gerade vom Biertrinker
Tellerwäscher zum Millionär hocharbeitende) Jurist W. an meiner philosophischen
Arbeit teilhaben kann, habe ich auf vielfachen Wunsch
hier eine kleine Seite gestaltet.

(Siehe auch links unter "Philosophie")

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Hamburg

Damit ihr nicht befürchten müsst, ich wäre inzwischen dem S- bzw. U-Bahn-Schubser zum Opfer gefallen, hier eine kurze Meldung aus Hamburg, wo ich – rein dienstlich! – meine IT-Abteilung besuche.

Das Viertel Hamburg-Eppendorf, wo meine IT wohnt, ist von ausgesuchter Schönheit und kann, da es anscheinend nicht oder kaum von Bombenangriffen betroffen war, mit großartigen Bürgerhäusern aufwarten – dagegen ist Schwabing ein Witz!

Da ich genau wie Herr Schmalzgruber keine Ahnung von der Musik der jungen Leute habe, kenne ich das Lied (?) “Eppendorf” von Samy Deluxe nicht, entnehme dem Text aber, dass Herr Sorge (nicht zu verwechseln mit Herrn Dr. Kleinsorge) die Konsum- und Finanz-Orientierung der Bewohner dieses Stadtteils zutiefst ablehnt (siehe dazu auch Lutti Lütte). Also, um es mit den Worten der AZ zu sagen: “Wer hier wohnt, hat’s geschafft” – was man schon daran sieht, dass vormittags im SPAR (der natürlich “Schlemmermarkt” heißt) Alkoholikerinnen anzutreffen sind, die sich zusätzlich zu den üblichen 3 Flaschen Veuve Clicquot auch noch eine Buddel “Carpe-Diem”-Kombucha in die Burberry-Tasche laden (“Detox” ist ja sooo in, das werden mir die Neu-Neu-Yorker vielleicht bestätigen. Cowboyboots hatte die Dame übrigens auch an…). Auf das Klingelschild schreibt der Eppendorfer gerne mal “I.N.Kognito”. Im Feinkostladen weist er bzw. sie darauf hin, beim Einkauf stets auf den professionellen Rat der eigenen Köchin zu hören. Zudem  lassen die zahlreichen außergewöhnlich geschmackvollen Lokale, Einrichtungs-, Antiquitätengeschäfte und exklusiven Boutiquen Eppendorfs darauf schließen, dass das Geld hier auch schon sehr lange zuhause ist, es sich gemütlich gemacht hat und jetzt die eigenartige Schönheit entfaltet, die niemals dem Neureichtum, sondern nur einer Dekadenzkultur buddenbrook’schen Ausmaßes, einem Absterben und Verfall über Jahrhunderte angehäuften Vermögens mykotisch entsprießen kann. Mann, watt’n Satz!

Ansonsten habe ich noch nichts von Hamburg gesehen, da das Wetter auch nicht so grandios war. Anscheinend gibt es aber unter anderem ein weniger reich gesegnetes Viertel, das tatsächlich (Nagetierfreunde aufgepasst!) “Mümmelmannsberg” heißt. Dort werde ich aber hoffentlich nicht hin müssen. Des weiteren kann ich hier (im Büro meiner IT) wunderbar für meine anstehende Promotion recherchieren und bin gestern sozusagen schon auf eine Literatur-Goldader gestoßen.

Bilder von Fischmarkt, Hafen, und vielleicht von der Ostsee wird es bald geben, wenn das Wetter mitspielt; von der Reeperbahn allerdings nur, wenn meine IT sich mit Freizeitgestaltungsvorschlägen durchsetzt (Matteo, was hast du den Jungen verdorben…).
(Bild: Eppendorf um 1845, Wikimedia Commons)