Schaust Du hier: Endlich ist die neue Homepage für die German Society fertig. Naja, so gut wie…was, Laufschriften sind nicht der neueste Trend im Webdesign?…ok, ok…Ich arbeite dran!
Schaust Du hier: Endlich ist die neue Homepage für die German Society fertig. Naja, so gut wie…was, Laufschriften sind nicht der neueste Trend im Webdesign?…ok, ok…Ich arbeite dran!
27. Januar 2004 – Bei der Anfertigung Eines Essays zum Skeptizismus tippte ich soeben statt "theorists of knowledge" "terrorists of knowledge" …
Aus "Tom Waits" wird in der automatischen Google-Übersetzung "Wartezeiten Tom".
Endlich kommt die Bildungsoffensive. Es bedrückt mich etwas, dass ich extra nach Oxford gegangen bin und jetzt erfahren musste, dass es in Deutschland auch bald 10 Unis auf Harvard-Niveau geben soll… Ich selbst bin seit Jahren eine anerkannte Kämpferin für Eliten und zweifle keinen Augenblick lang daran, dass unsere Bundesregierung, die ich ja sogar teilweise selbst gewählt habe, Mittel und Wege finden wird, diesen zukunftsweisenden Plan schon bald in die Tat umzusetzen und unser Land endlich, trotz der üblen Blockadepolitik der Opposition, auf den richtigen Weg zu bringen.
Ich selbst habe, um zukünftig auch etwas zur Produktivität unserer geliebten Wirtschaft beitragen zu können (natürlich auf Meta-Ebene, wie es eben Sache der Elite ist), in diesem Term Macroeconomics belegt. Schon nach der ersten Vorlesung kam mir eine visionäre Idee zur Finanzierung der Bildungsoffensive: die Einnahmen aus dem Dosenpfand werden direkt an die zu fördernden Elite-Institute ausgezahlt. Um endlich Wettbewerb in die Bildung zu bringen, sollte die Bezuschussung direkt proportional zum Dosenverbrauch pro Student/Dozent des Fachbereichs erfolgen. So erreichen wir – aufgrund der von Fach zu Fach unterschiedlichen Alkoholikerquote – nicht nur eine gezielte Förderung gerade der Fachabsolventen, die mittelfristig besonders gesucht sind (Mediziner und Ingenieure), sondern schaffen auch noch Arbeitsplätze für Absolventen, die nicht so gefragt sind (Philosophen, aufgepasst!) – in der Automatenindustrie!.
Den natürlich auch nahe liegenden Plan, unsere zukünftige Elite mit den Einnahmen des Toll-Collect-Konsortiums zu unterstützen, habe ich wieder verworfen: Das Geld braucht unser Gerd schließlich für die Innovationsoffensive!
Ich zitiere aus der Regierungserklärung:"Politik für Bildung und Innovation – Chancen eröffnen, Werte vermitteln, Teilhabe sichern,
im Wettbewerb erfolgreich bestehen".
Wow. Das soll der Stoiber erstmal nachmachen!
Platz 2: Gärten
Die englische Gärtnerkunst verwandelt jeden Dreckhaufen auch mitten im Winter in ein kleines stück blühendes Teletubby-Paradies.
Platz 3: Nette Menschen
Busfahrer, Verkäufer, Putzfrauen, Sekretärinnen und sogar die Essens-Austeiler in der Hall sind ausnehmend freundlich. (Es kann ein bisschen dauern, bis man sich daran gewöhnt hat und feststellt, dass man nicht blöd angemacht, sondern nur nett bedient wird)
Platz 4: Köstlicher Käse
Ich als alter Käsefex war natürlich sehr verwundert, dass es hier in England exquisiten Käse gibt. Man würde ja denken, das sei ein Privileg Frankreichs, aber nein, auch hier beherrscht man die Kunst der Milchfermentation. Cheddar gibt es in den erstaunlichsten Varianten, und wer eine Blauschimmel-Schwäche hat, sollte mal Stilton probieren…
Den Heimaturlaub habe ich unbeschadet überstanden, wenn man von einiger Gewichtszunahme absieht. Aber schließlich ist die Advents- und Neujahrszeit ja eine Zeit der Einkehr; dies habe ich mir sehr zu Herzen genommen und bin so oft wie möglich in urbayerischen Lokalen und Haushalten eingekehrt. Vermutlich habe ich einige unter der schlechten Konjunktur leidenden Münchner Gastwirte doch noch durch den Winter gerettet!
Andere Urbavarismen sind anscheinend ähnlich bedroht wie Tellerfleisch und Weißwurst: eingefleischte Münchner werden sich an den traurigen Tag erinnern, an dem die klonhafte, mit undefinierbarem Hannoveranerdeutsch und Teilzeit-Englischlehrerinnen-Englisch bewehrte Siemens-Maschinenstimme Einzug in die U-Bahn-Ansagen hielt. Markerschütternd, mit dem Sex-Appeal einer Realdoll klang es seitdem aus den neuen Lautsprechern: "Nächster Halt: Séndligertor!". Nun stellte ich bei meinem Aufenthalt in München fest, dass jetzt nicht nur die Mehrheit der zugereisten U-Bahn-Ansager, sondern auch einige anscheinend münchnerische U-Bahn-Fahrer dazu übergegangen sind, "Séndlingertor!" zu sagen. Sic transit gloria mundi.
Am Samstag kam ich also wieder in Heathrow an und wurde, kaum in den Bus nach Oxford gestiegen, erfreut durch diese am Sitz des Vordermannes angebrachte Inschrift:

Unglaublich, dass ein Land, das zu solch erstaunlichen Kulturleistungen fähig ist, sich nicht zum "Alten Europa" zählt, ist es nicht?