Wirkungsvoll

Auf dem Weg durch den Englischen Garten springen von rechts und links  Promotionschnecken auf uns zu und rufen simultan: "Flyer für After-Work-Events!!!???", während sie mit bunten Zetteln vor uns herumwedeln.
"Danke", erwidert die IT, "wir arbeiten nicht!", worauf die Schnecken entsetzt von uns ablassen.

Ursachenforschung

Im Zoo Rotterdam entkam am Freitag ein Gorilla aus dem Gehege – der Amok-Affe verletzte mehrere Besucher. Während der Stern noch über die Gründe rätselt – War es Panik? Wollte er sein Weibchen und Babys beschützen? – könnt ihr bei Cohu den wahren Grund für den Ausraster erfahren: Killerspiele! Menschenaffen in Zoos werden nämlich inzwischen auch schon mit diesen üblen Machwerken versorgt, so z.B. die Orang-Utans in Atlanta. Unverantwortlich!!! Frau Böhmer, übernehmen Sie!

Schöne Freizeit-Projekte

Wenn ich nicht weiß, was ich an einem schönen Samstag Nachmittag mit meiner Zeit anfangen soll, hole ich mir gerne Anregungen in meinen Google-Keywords:

klöppeln in bukarest – wie komme ich denn nach Bukarest! Außerdem wurde schon aus dem Strick-Projekt nichts.
balkonbepflanzung per helicopter – habe leider keinen Balkon. Ansonsten super Idee.
kann man sich eine rippe rausoperieren – Spare-Ribs, anyone?
bunker party berg am laim – dann doch lieber das mit der Rippe.

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Und von da an gings bergab.

Hier erklärte uns bereits 1987 der hardcore-interdisziplinäre Evolutionsbiologe Jared Diamond
(den man ebensowenig mit Hans-Werner Sinn verwechseln sollte wie mit Gregory Peck als Kapitän Ahab), was der schlimmste Fehler in der Geschichte der Menschheit war: nein, nicht etwa der große Selbstbetrug. Auch nicht die Erfindung Gottes.
Das Übel nahm, so Herr Diamond, noch früher seinen Lauf, nämlich mit der Wandlung von der Jäger-und-Sammler zur Agrargesellschaft, die – inklusive Hungersnöten, Tyrannei, sozialer Ungleichheit und allen unschönen Dingen – letztlich zu einer Vergrößerung der Population bei gleichzeitiger Verringerung der Lebensqualität des Individuums führte. Jäger und Sammler wurden durch die schiere Bevölkerungsmasse der Bauern und Viehzüchter an die äußersten Ränder der bewohnbaren Gebiete gedrängt und leben heute bekanntermaßen nur noch in Savannen (Aborigines), in den Tennis- und Golfclubs der wohlhabenden Vorstädte, wo sie es auf Zahnärzte und Heuschrecken abgesehen haben (Ralph Lauren), in Eiswüsten (Inuit) und Sandwüsten (San), bei Schlußverkäufen (Woolworth), in Urwäldern (Yanomami) und auf Messen (Bauma), wo sie von nahrhaften, vitaminreichen Werbegeschenken wie z.B. Kugelschreibern mehr recht als schlecht leben. Wir Bauern hingegen sind unglücklich und verfettet. Angeblich ist das sogar das Geheimnis, das hinter der seltsamen Seuche ADHS steckt.
Jaja, schöne Theorie, aber in Wirklichkeit ist jemand anderer an allem Unglück in der Welt Schuld. Nämlich die Ärzte. 250.000 Tode im Jahr werden in den U.S.A. als iatrogen (d.h. von Göttern in Weiß verursacht) interpretiert. Nach Herz- und Krebstoden ist das also die dritthäufigste Todesart!!! Dann doch lieber, frei nach Jared Diamond, in Ausübung des Jäger- und Sammlerberufs, vom Säbelzahntiger (s. Abb.) niedergestreckt werden…

Your tax dollars at work

Wenn man öffentlich-rechtlichen Anstalten wie der FFA schon Millionen in den Rachen stopft, um die Qualität des deutschen Films zu verbessern, dann ist es doch tröstlich, dass die Kröten nicht nur für Schund wie "Herr Bello" , "Rennschwein Rudi Rüssel 2 – Rudi rennt wieder" und "Das Parfum" ausgegeben werden, sondern auch mal richtige Qualitätsprodukte gefördert werden. Z.B. "Der Goldene Nazivampir von Absam 2 – Das Geheimnis von Schloss Kottlitz." Allein der Name hätte m.E. bereits einen Oscar verdient! Worum geht es?

Wenn es nach General Donovan ginge, dann würde sich der Militärgeheimdienst der Vereinigten Staaten um wirklich wichtige Dinge kümmern, denn von denen gibt es im Oktober 1942 mehr als genug. Läßt die Waffen-SS doch nach Atlantis forschen und nackt germanischen Druidenriten frönen – wer glaubt schon an okkulte "Wunderwaffen"? Doch wohl kein vernünftiger amerikanischer Patriot – höchstens William Blazkowicz, der einzige Brillenträger des Geheimdienstes.
Und doch… kann man eindeutige Warnungen ignorieren? Filmaufnahmen? Beweise?
Was geht wirklich vor im Schloß von Kottlitz? Wer tötete Smokey Savallas? Wonach forscht das "Ahnenerbe der SS"? Wer hat das Gerippe von Graf Dracula aus der Walachei verschwinden lassen? Was verbindet einen fanatischen SS-General, unterirdische Laboratorien voller deutscher Wissenschaftler und eine Grube mit geschmolzenem Gold?
Fragen über Fragen – und ausgerechnet William Blazkowicz wird in die Alpen geschmuggelt, um Antworten zu finden. Aber was ihn auf Schloß Kottlitz erwartet, hätte niemand auch nur im Traum ahnen können…
(Teaser)

Am Montag wird der (leider nur 45 min. Kurz-)Film in Cannes vorgeführt.

(Bild: Chris Hirschhäuser)

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Behindertenparkplätze


…besonders liebevoll gestaltet. Und das ausgerechnet hinter der Waldorfschule…

Reisen bildet

1. Passauer Jugendliche kennen den Spruch "Trink Bier – nach Vier" nicht, bzw. sie halten sich nicht daran, sondern sitzen auch gerne schon um zwei Innstadt-schlürfend auf der Promenade
2. Man hätte gedacht, der Abriss der Nibelungenhalle – ein sagenhaft hässlicher Nazibau – könne architektonisch gesehen das Innenstadtbild nur aufwerten. Hätte man gedacht, bevor man die "Piazzetta" und den wahnwitzigen mit dunkelgrünem Marmor verkleideten Turm inklusive Cineplex und KIK-Discounter gesehen hat, der jetzt dort steht. Naja, für die Gestaltung des restlichen Platzes kann es jetzt eigentlich nur noch besser kommen…würde man denken.
3. Nachträglich erwies sich Cohus Entschluss, Passau gen München und gen Philosophie zu verlassen, als zutiefst richtig. Ansonsten müsste sie jetzt vielleicht das Ende ihres Jurastudiums auf einer Party feiern, die unter dem Motto "In dubio Promille" steht und – fast schon im Alabamahallen-Flatrate-Stil – angepriesen wird mit "3 Euro Eintritt – 1000 Shots for free!". Die haben wohl den Schuss nicht gehört! Und die Philosophische Fakultät schaffen sie auch grad ab: keine Respekt vor der Mater Scientiae, die Deppen, dann viel Spaß beim Streamlining auf erhöhten Juristen- und BWLer-Ausstoß, Unfug wie "KuWi" mit 0,75er NC und mit integrationsunwilligen Norddeutschen, die mit Jeeps und Z8s den endgültigen Verkehrskollaps herbeiführen und sich nicht zu schade dafür sind, im Reiterhofstil inkl. kniehohen Stiefeln die Gänge der Uni zu bevölkern, dabei ohne Unterlass das Razr am Ohr, um die zarte Nabelschnur zum Norden nicht zu durchtrennen. In der Zivilisation hat ja das ländliche Verkleiden noch einen gewissen ironischen Reiz (man denke z.B. an Marie Antoinettes Schäferspiele in Versailles!). Aber in Passau?  Wenigstens sind die Ballerinas hier praktisch noch nicht angekommen.
4. Auf dem Residenzplatz in der Sonne sitzend erlebt sich Passau wie eine drollige kleine italienische Stadt. Bonus: auch hier versteht man kein Wort von dem, was die Einheimischen reden.

(Bild: Wikimedia Commons)

Unten am Fluß

 Humboldt-Pinguin
(Bild: Wikimedia Commons)

Morgen verschlägt es Cohu aufgrund wissenschaftlicher (haha!) Verpflichtungen der IT in eine niederbayerische Metropole, die sogar vom doch relativ weitgereisten Humboldt zu den 7 schönsten Städten der Welt gezählt wurde. Ein Mann, nachdem sogar eine Pinguinart (s. Abb.) benannt wurde, muss doch eigentlich recht haben, oder?
Jaaa, ahnt ihr es? Nein, nicht Plattling, nicht Deggendorf, es geht vielmehr an meine ehemalige Alma Mater, nach Passau. Werde ich mir also etwas die Füße vertreten und hoffen, dass ich doch ein nettes Café finde, sollte es zu regnen anfangen. Besichtigungs- (und Lokal-)Tipps werden gerne entgegengenommen.

Radler, wollt ihr ewig leben?

 Teufelswerk!
(Bild: Wikimedia Commons)

Cohu scheut das Fahrradfahren (insbesondere in der Stadt), weil es bekanntermaßen eine der gefährlichsten Beschäftigungen ist, der man als gesetzestreuer Bürger eines sicheren (Frei)staates wie dem unseren überhaupt nachgehen kann. Natürlich direkt nach dem Besuch einer G8-Demo, oder dem Spielen von Killerspielen, die einen innert weniger Minuten zum Amokläufer degenerieren lassen. Ja, und Handytelefonieren. Aber wir waren beim Radl.
"Moment!" – werden jetzt einige von Euch entrüstet einwerfen – "Gibt es nicht supertolle wunderschöne modische Fahrradhelme, mit denen man das Risiko minimieren kann?". Bis jetzt musste ich bei diesem Hinweis verschämt zugeben, dass ich hauptsächlich deshalb nicht Radl fahre, weil ich es einfach superschlecht kann (insbesondere Abbiegen) und es mir zu anstrengend ist – insbesondere bei letzterem Problem hilft auch der tollste Helm nix.
Aber das Ausredensuchen wird in Zukunft nicht mehr nötig sein: denn die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Radeln mit Fahrradhelm eventuell sogar noch gefährlicher ist als ohne! Das liegt daran, dass Autofahrer behelmte Biker mit weniger Abstand überholen als ihre vorsichtigeren Vettern, wodurch das Unfallrisiko enorm steigt. Das könnte – so eine Hypothese – daran liegen, dass Autofahrer Helmträger für besonders erfahren und gewandt im Straßenverkehr halten. Cohus Theorie: Autofahrer billigen durch tumorartig wuchernde Gebilde hässlich-entstellten Menschenein geringeres Lebensrecht zu als hübschen Helmlosen und lassen Helmköpfe deshalb gern mal unter die Räder kommen. Egal, jedenfalls Obacht!
Ein wenig beruhigen kann ich allerdings die den langhaarigen Extrembiker unter Euch: für die nimmt das Risiko, gerammt zu werden, wieder ab, weil die sexistischen Autofahrer sie für fahrunfähige Frauen halten und ihnen durchschnittlich 14cm mehr Platz lassen als den kurzhaarigen Konkurrenten. Herausgefunden hat das übrigens alles ein waagemutiger und – wie könnte es anders sein – britischer Verkehrspsychologe der Uni Bath, der im Laufe der Experimente nicht nur von einem Lastwagen und einem Bus angefahren wurde, sondern auch noch mit einer Perücke durch die Stadt radeln musste. Siehe BBC – Artikel.

Lügen haben kurze Beine

Herr im Straßencafé: "Ja, so wie der Lügner von…der Lügner von… der Lügner von Notre Dame, so heißt doch die G’schicht!"
Dame im Straßencafé: "Glöckner"
Herr: "Hä?’
Dame: "Glöckner von Notre Dame!"
Herr: "Ja dann halt Glöckner!"