German Society

Schaust Du hier: Endlich ist die neue Homepage für die German Society fertig. Naja, so gut wie…was, Laufschriften sind nicht der neueste Trend im Webdesign?…ok, ok…Ich arbeite dran!

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Kulturkontraste

Den Heimaturlaub habe ich unbeschadet überstanden, wenn man von einiger Gewichtszunahme absieht. Aber schließlich ist die Advents- und Neujahrszeit ja eine Zeit der Einkehr; dies habe ich mir sehr zu Herzen genommen und bin so oft wie möglich in urbayerischen Lokalen  und Haushalten eingekehrt. Vermutlich habe ich einige unter der schlechten Konjunktur leidenden Münchner Gastwirte doch noch durch den Winter gerettet!

Andere Urbavarismen sind anscheinend ähnlich bedroht wie Tellerfleisch und Weißwurst: eingefleischte Münchner werden sich an den traurigen Tag erinnern, an dem die klonhafte, mit undefinierbarem Hannoveranerdeutsch und Teilzeit-Englischlehrerinnen-Englisch bewehrte Siemens-Maschinenstimme Einzug in die U-Bahn-Ansagen hielt. Markerschütternd, mit dem Sex-Appeal einer Realdoll klang es seitdem aus den neuen Lautsprechern: "Nächster Halt: Séndligertor!". Nun stellte ich bei meinem Aufenthalt in München fest, dass jetzt nicht nur die Mehrheit der zugereisten U-Bahn-Ansager, sondern auch einige anscheinend münchnerische U-Bahn-Fahrer dazu übergegangen sind, "Séndlingertor!" zu sagen. Sic transit gloria mundi.

Am Samstag kam ich also wieder in Heathrow an und wurde, kaum in den Bus nach Oxford gestiegen, erfreut durch diese am Sitz des Vordermannes angebrachte Inschrift:

Unglaublich, dass ein Land, das zu solch erstaunlichen Kulturleistungen fähig ist, sich nicht zum "Alten Europa" zählt, ist es nicht?

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Feierabend

Mein letztes Essay ist abgegeben, und nun kann ich euch einen ausführlichen Bericht über die Ereignisse der letzten Wochen bieten: und zwar über mein Geburtstags-nach-Feier in Summertown,  über das triumphale Christmas Dinner der German Society.

Da ich ja schon in 5 Tagen wieder in München bin, habe ich hauptsächlich (interne) Fotos zu bieten, mit kleinen Kommentaren (ach ja: natürlich habe ich streng zensiert!)…alle Details könnt ihr ja dann hoffentlich bald in der Analogie/ auf dem Christkindlmarkt/beim Weißbier im Alten Simpl direkt von mir erfahren!

Nur soviel: es wurden Mengen von Spezereien aus aller Herren Länder eingekauft, provokante Themen wie "weiblicher Orgasmus: muss das sein?", "Metrosexualität: Wie nähere ich mich diesem Ideal an?" oder "Sind Katholiken wirklich Nazis?" kontrovers diskutiert, außerdem fleißig Fliegen gebunden, Schuhe gewienert,  das eine oder andere Glas Sherry, Portwein oder eben Export-Bier, ja sogar "Erdinger" geleert, britisches Rindfleisch in rauen Mengen verputzt und unglaublich, aber wahr: das Lied "Drunt in da greana Au" vor einem rein britischen Publikum vorgetragen! Gut, dass ihr nicht dabei wart…

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Matriculation

Nun wollte ich euch ja zunächst von der "Matriculation"-Zeremonie berichten, die schon vorletzte Woche stattfand – leider habe ich meine Fotos noch nicht bekommen. Also seht ihr mich noch nicht im "sub-fusc" – ah ja, da bin ich ja schon mitten im Bericht: so nennt man hier die akademische Uniform für undergraduates. Sie besteht aus einem "gown" – einer Art knielangem schwarzen Kittel – darunter wird schwarze Kleidung, eine schwarze Krawatte und ein weißes Hemd getragen. Abgerundet wird das Outfit durch einen dieser albernen viereckigen Hüte mit Quaste, den man aber als undergraduate nicht aufsetzen, sondern nur mit sich herumtragen darf.

Mit dem allen angetan, tritt man vor der Matriculation in seinem jeweiligen College zum "Roll Call" an, der darin besteht, dass der "Bursar", der eine noch viel albernere, rote Schabracke trägt, eine Liste aller zu matrikulierenden Studenten vorliest, wobei der Betroffene bei Nennung seines Namens kundzutun hat, dass er anwesend ist. Da die Liste üblicherweise nicht nur aus englischen, sonder auch indischen, japanischen o.ä. Namen besteht, ist hier immer Platz für ein oder zwei erfrischende Witzchen.

Bursar: "Chang, Lee"

Asiatischer Student: "Here!"

Bursar: "Chang, Yu… any relation, by the way?"

(einer der besseren Witze)

Danach marschieren dann alle Freshers im Gefolge ihres Bursars in die "Stadt" und dort zum Sheldonian Theatre (siehe Bild). Dort müssen sich alle brav erheben, wenn das Gefolge von – äh, also im Zweifel haben sie wieder irgendwelche seltsamen Namen – also jedenfalls, von Uni-Haupt-Greisen in den Raum schreitet (die Kittel werden anscheinend je nach Rangfolge immer bunter). Es wird etwas lateinisches vorgetragen, dann kommt eine kleine Rede darüber, dass man in Oxford viel arbeiten soll etc., die man aber im Sitzen anhören darf. Das ganze ist also sehr rührend und dramatisch. Zu schade, dass unsere amerikanischen visiting students gar nicht matrikuliert wurden, es wäre vermutlich nach ihrem Geschmack gewesen.

Ansonsten hatte ich das Vergnügen, Herrn Brunotte in die "Formal Hall" in St. John’s zu begleiten. Liebe Münchner Mensa-Anhänger: die Athmosphäre ist zwar sehr gediegen (gowns, Bedienung, es gibt Alkohol und zum Ausgleich ein lateinisches Tischgebet), aber das Essen in der Mensa ist normalerweise besser als hier in den Halls (solange man nicht das Spargel-Omelette oder die Chinesische Schinken-Reis-Pfanne oder die Truthahnflügelkeule als Vergleichsmaßstab nimmt). Naja, wahrscheinlich einfach nicht vergleichbar.

Für alle, die mein akademischer Fortschritt interessiert: ich höre Hacker und Schroeder zu Wittgenstein, abgerundet mit einer kleinen Prise epistemology bei Cassam (Understanding Human Knowledge). Hier sei angemerkt, dass "hören", gerade was Hacker angeht, nicht "verstehen" bedeutet.

Soviel für heute. Vergesst nicht, die neuen Fotos anzusehen.

(Bild: Toby Ord/Wikimedia Commons)

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Ausgang

Am Dienstag kam Hr. Brunotte, mein Kommilitone aus München, nach Oxford, und wir labten uns an einem Guinness "extra cold" (also normal-warm) im King’s Arms. Am Mittwoch hatten wir unsere erste mehr-oder-weniger-formal hall, also: Candlelight-Dinner in HP-mäßigem Esssaal, "No jeans and no trainers, please". Das Essen war, trotz chronischer Unter-Würzung, genießbar, und man wurde so richtig bedient!

 Am Donnerstag ging es dann in einen coolen Jazz-Club namens "The Spin" mit Live-Musik (tja, Tobi, man kann in Ox auch stilvoll ausgehen! Teppichboden ist allerdings nicht vermeidbar).

Am Freitag war in der JCR-Bar Karaoke-Abend, aber nicht genug der Stimmungs-Mache: Die jungen Briten lockerten sich zunächst mit amüsanten Trinkspielen á la Besoffene Studenten auf. Dabei versucht jeder der 2-6 Kombattanten, sein alcopop-haltiges, strohhalmbestücktes Fläschlein  nach hurtiger Leerung schnellstmöglich in eine Tonne zu werfen. Der Sieger erhält ausser Rum Ruhm und Ehre auch den Inhalt des geleerten Fläschleins, falls er diesen behalten kann. So wird hierzulande Recycling populär gemacht, nicht etwa mit Lachnummern wie Dosenpfand o.ä.!

Später, im MCR, war der Alkoholpegel nicht viel niedriger, dafür waren aber auch Dozenten anwesend, die die intellektuelle Tiefe der Gespräche überwachten.  Ja, ansonsten halt eine Monster-Induction-Week, jeden Tag ungefähr 5 Einführungen in irgendwas, medical registration, damit nicht eins der Chineserl an Sars daherbringt…und natürlich Potter-Lektüre, wie ihr seht, bin ich schon recht weit.

Ah, einige von euch scheinen sich ja um meine Studienfortschritt zu sorgen (Michael, Mama)…ich muss am 22.Oktober meinen ersten Essay zu Wittgensteins Tractatus Logico-Philosophicus abgeben und soll diese Woche entscheiden, welche Vorlesungen ich machen werde. Darunter auf jeden Fall die von P.M.S.Hacker zu Wittgenstein. Bis jetzt nicht viel Gutes über seinem Charakter gehört, da passen doch die Initialen!


Endlich, Vio: ich lese "HP 5"

Impedimenta!
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College

Nach einer etwas ausschweifenden Nacht bleibe ich heute zuhause, um mich wieder etwas zu erholen und für das morgige Visiting Student – Meeting fit zu sein. Wie ihr seht, bin ich nun stolzer Benutzer einer 100MBit Ethernet-Verbindung. Ansonsten erfreue ich mich an:

  • der Studenten-Bar – ein schwaches Substitut für unsere Analogie, zumal das Bier dort 1,60 kostet – Pfund, wohlgemerkt.
  • drolligen College-Boys und -Girls (natürlich nur optisch!)
  • Puscheligen grauen Eichhörnchen

Was den "Studienfortschritt" angeht: Meinen Tutor habe ich heute auch schon getroffen. Dabei erneute Bestätigung der Small World Thesis: Die Eltern von Dr. Schroeders Frau spielen Bridge mit den Eltern von Pater "Papa" Bordt.

Soviel für heute – vielleicht gehe ich doch noch in die Bar?…

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