Sumpfmythen

Erstens, kurze Zwischenmeldung für die Meerjungfrauenfreunde unter meinen Lesen. Und zwar: die Behauptung, dass Seeleute Manatees früher für Meerjungfräuleins gehalten hätten, ist wohl eher so eine Art Insiderwitz unter Menschen, die so ein Tier einmal leibhaftig vor Augen hatten:

Zweitens, man soll nicht Zickzacklaufen, wenn man von einem Alligator verfolgt wird, sagen die Park Rangers. Gegenteilige Behauptungen gehören zum Standardrepertoire aller Möchtegern-Nehbergs. Lirum larum, sagt Cohu, und weist mit der ihr eigenen Klugscheißerei Akribie darauf hin, dass es, was Verfolgungsjagden zwischen Mensch und Alligator angeht, einfach viel zu wenig empirisches Material gibt, um daraus tragbare Aussagen über die beste Fluchtstrategie abzuleiten. Die weitere Bemerkung der Frau Rangerin, man möge in die hiesigen Sümpfe einfach immer jemanden mitnehmen, der langsamer ist als man selbst, überzeugt jedoch. Pragmatismus: eine uramerikanische Erfindung!

Kühle Blonde

Bekanntlich ist es hauptsächlich unser Bier, das den glorreichen Ruf unserer wunderschönen bayerischen Heimat weit über alle geographischen Grenzen hinweg verbreitet. Weltweit schätzt man das Lowenbrow, das Hofbrowhouse und das Octoberfest.

Aber dass ich erst über den Umweg eines nur in den USA erhältlichen, durchaus g’schmackigen Exportbieres namens "St Pauli" lernen durfte, dass Bremerinnen weit ausgeschnittene Dirndl tragen und einen Körperbau haben, den man eigentlich nur Bayerinnen zutrauen würde  – wer hätte das gedacht?

(Hmmmm, die Bierfrau ist in Wirklichkeit weder Nord- noch Süddeutsche, sondern Slovakin, die nach kurzer Recherche zu großen Teilen in den USA hergestellt wurde. So ist das eben mit gutem Bier: in Bayern daheim, in der Welt zuhause.)

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