Ich kenne kein Gerät, das den Kontrast zwischen den Tiefen menschlicher Körperlichkeit und den Höhen humaner Geistestätigkeit, also den grundlegenden Dualismus unseres Wesens, unser Geworfensein in die Leere zwischen Geist und Materie, ja, man könnte sagen, das im Menschen vereinte Göttliche und Tierische, oder: den Widerstreit zwischem Konkretem und Abstraktem, derart treffend illustriert wie der Otohime-Geräuscherzeuger der japanischen Firma Toto. Bei Betätigung des Bewegungsmelders (rechts oben) ertönt aus dem Kästchen der Klang einer spülenden Toilette, und auch auf dem WC bleibt so zumindest oberflächlich die Illusion gewahrt, der Mensch sei ein reines Geistwesen.

20. August 2007 at 10:55
Der Japaner fällt anderen nicht gern zur Last. So wird ja auch das Ende eines Telefongesprächs mit kaskadierenden Verabschiedungsformeln angekündigt, in der Hoffnung, der andere möge zuerst auflegen, damit man ihm eben das Geräusch des eigenen Auflegens ersparen kann.Die Klogeräuschgeneratoren kenne ich auch noch mit verschiedenen anderen Geräuschen, damit man ja nichts hört. So etwas wird es in Japan wohl so schnell nicht geben: http://www.nichtlustig.de/comics/full/020618.jpg