TED: Verbreitenswerte Ideen!

Weiß ja nicht, wie sich das mit dem Wetter am Wochenende entwickelt. Falls es so bleibt, weise ich für einen gemütlichen Video-Nachmittag auf die TED-Talks hin. Die aus Kalifornien stammende Konferenz "Technology Entertainment Design" hat sich von ihrer ursprünglichen Ausrichtung wegbewegt und präsentiert inzwischen spannende wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Ideen aus allen Bereichen, die populär und unterhaltsam aufbereitet werden – ohne akademischen Staub, aber auch ohne vereinfachende Verblödung, wie man sie sonst oft in der Populärwissenschaft findet. Die letzte TED Global Konferenz fand gerade Anfang Juni in Tanzania statt und die aktuellen Videos sind online. Hier kann man sich die Vorträge zu Gemüte führen.
Besonders empfehlen möchte ich Euch zunächst (habe noch nicht viele angeschaut):

– Hans Roslings neuen Vortrag. Er war letztes Jahr schon bei TED und hat mit brillianten Visualisierungen viele Mythen bezüglich der Armut in der Welt beiseite geschafft. So spannend kann Statistik sein.
Daniel Dennett. Durch sein Buch "Darwin’s Dangerous Idea" habe ich es nie ganz durchgeschafft. Aber diese Geschichte des philosophischen Märchenonkels, die auf dem von Dawkins geprägten Begriff des "Mems" aufbaut, ist so spannend, dass man sie bis zu Ende hören will!
– Nick Bostrom. Der war mal Cohus Tutor in Oxford. Noch nie von "Transhumanismus" gehört? Dann wird es aber höchste Zeit, dieses Video anzusehen.
– Last but not least muss euch Cohu, als größter Mola-Mola-Fan der westlichen Hemisphäre, auf einen Vortrag über diese faszinierendsten aller Fische aufmerksam machen. Die Meeresbiologin Thierney Thys versteht es, die Geschichte des bizarren Mondfischs in eine Art Stand-Up Comedy zu verwandeln…

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Scotland the Brave

Ich will den Mut des schottischen Taxifahrers, der sich mit einem der Glasgower Terroristen anlegte, keinesfalls in Abrede stellen. Aber davon mal abgesehen – das ist ja wohl die geilste Schlagzeile ever:

Da kann "Schwabing: Baggerfahrer verfolgt Dönermann" nicht mal ansatzweise mithalten…

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Insel der Seligen

Falls jemand vor hat, mir einen Urlaub zu spendieren: ich möchte gerne hier hin! Habe die wunderschöne Kanalinsel Sark vor ein paar Monaten zufällig bei einer (vertippten) Suche nach "Sarko" gefunden und bin ihren Reizen erlegen. Die Größe von 5 Quadratkilometern kommt meiner nicht gut ausgebildeten Orientierungsfähigkeit entgegen. Autos sind verboten. Added Bonus: auf der Insel gilt übersichtliche Lehensherrschaft, sie ist über 40 bewaffnete  und ungewählte "Tenants" direkt der Britischen Krone und nicht der EU unterstellt (wobei sich momentan ein politischer Systemwechsel hin zur Demokratisierung vollzieht – also praktisch eine Revolution, wo findet man das noch in Europa? Leider eine Revolution, die nicht vom Volke, sondern von der EU ausgeht, bei weitem nicht so sexy…). Und natürlich hats dort massig interessante Seevögel, Meeressäuger und Fische sowie eine endemische Spitzmausart.
Leider wird es aber aufgrund der gesalzenen Preise auf diesem Eiland auch dieses Jahr wieder nur Türkei für Cohu. Ich hoffe ganz selbstlos, dass der Meeresspiegelanstieg Sark zumindest noch so lange verschont, bis ich mir einen Urlaub dort leisten konnte.

(Bild: Wikimedia Commons)

Von Schönheit geblendet

Wenn ich der Sprechstundenhilfe von eben Glauben schenken soll, dann sind alle Augenärzte Schwabings bis November (!) ausgebucht.
Ich habs doch geahnt, dass der diesjährige Ballerina- und Leggins-Wahn die Netzhäute schädigt. Und die Wiederkehr der Jeans-Short in wunderschöner grade-eben-bis-zum-Knie-Länge. Man gehe nicht ohne stark verdunkelnde Sonnenbrille auf die Straße!

Frisch aus dem Elfenbeinturm

Wetten, dass meine werten Blogleser sich schon oft gefragt haben – ja, eigentlich ständig fragen! – ob "Mensch" eine natürliche Art ist und was dies für das ethische Problem der "marginal cases" bedeutet? Ja, so ein Zufall, ich nämlich auch! Deshalb hab ich auch eine Seminararbeit drüber geschrieben.
 Wer die Spannung jetzt schon nicht mehr aushält, wen diese Ankündigung noch nicht ausreichend abgeschreckt hat, und wessen Englischkenntnisse ausreichend sind, der darf sich hier (unter dem in diesem Zusammenhang naheliegenden Titel: "‘Human’ as a natural kind – a solution to the problem of marginal cases?" ) das paper* mal ansehen. Da ist sogar ein Bild drin!!**
Kritik, insbesondere in Form von überschwenglichem, fast übertrieben aber dennoch glaubhaft wirkendem Lob, ist ausdrücklich erwünscht.

(*) Für die Anglizismenfeinde: ja, paper. Neulich war ein Referent aus der Schweiz da, der die vor dem Vortrag ausgeteilten Zettel hartnäckig als "Tischvorlage" bezeichnete. ‘Tschuldigung, oder soll ich sagen: sorry, da ist mir "handout" ja noch lieber…Dabei haben die Schweizer auch dezidiert schöne Bezeichnungen, z.B. "Grillieren." Grillieren ziehe ich natürlich jedem Barbecue (oder gar "BBQ") vor.

(**) Ok, es ist nur ein Diagramm, aber für einen philosophischen Aufsatz ist das schon Hammer!

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