Der gute alte Uncle Ben von "Uncle Ben’s", bekannt für einen relativ geschmacksarmen und schneeweißen amerikanischen "Parboiled"-Reis, ist jetzt aus Marketinggründen plötzlich kein "Onkel" mehr, sondern CEO. Sein Büro, das unter dem Motto "Ben knows best" steht, kann man hier besichtigen. Der "wirkliche" Uncle Ben war angeblich ein "afroamerikanischer Reisbauer, der seinen Reis mit so großer Sorgfalt erntete, dass er immer wieder für die hohe Qualität seiner Reiskörner ausgezeichnet wurde. Mit der Zeit wurde er in und rund um Houston berühmt dafür, jedes Jahr den Reis mit der höchsten Qualität zu produzieren." (Deutsche Seite von "Uncle Ben’s")
Die Darstellung auf der Reispackung – mit gestärktem Hemd und Fliege – erinnerte allerdings eher an einen Plantagendiener bzw. -butler. Und das "Uncle" hört sich zwar nett an, war aber wohl ehemals deshalb als Anrede für Schwarze verbreitet, weil man sich weigerte, sie als Mr. oder Mrs. anszureden…auch keine so schöne Geschichte.
Naja, aber jetzt ist der gute Ben (wenn auch immer noch ohne Nachnamen!) zum Boss aufgestiegen. Allerdings nur in den USA – bei uns bleibt er "Reisbauer", und zwar mit dem Zusatz "afroamerikanisch", damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Markenbildung. Und die funktioniert, wie der Shopblogger zu berichten weiß…
