Ich sehe nix wo du was siehst

Ziemlich lustig findet Cohu, dass die Farbenblindheit von einem britischen Wissenschaftler namens John Dalton im 19. Jahrhundert entdeckt wurde, der selbst nicht nur (was relativ häufig ist) "farbenfehlsichtig", sondern tatsächlich rot-grün-blind war. Herr Dalton beschrieb es so:

"…that part of the image which others call red appears to me little more than a shade or defect of light. After that the orange, yellow and green seem one colour which descends pretty uniformly from an intense to a rare yellow, making what I should call different shades of yellow." (Extraordinary facts relating to the vision of colours, 1794)

Klar, mit solchen Anekdötchen lockt man heutzutage niemanden hinter dem Ofen hervor, seien die wissenschaftstheoretischen Implikationen auch noch so hammermäßig. Aber die verwöhnte Jugend fordert Interaktivität! Darum, und weil ich Futurama-Fan bin, verweise ich Euch auf den Farb-Sehtest nach Farnsworth, den man hier auch online absolvieren kann. Bei Cohu war alles in Ordnung (siehe Abb.). Der Farbenblinde oder -fehlsichtige hat es im Übrigen nicht nur im Straßenverkehr schwer ("Alle Kinder halten vor der Ampel – nur nicht Clint, der ist farbenblind"), sondern auch in anderen Lebensbereichen. So markiert zumindest der Österreicher seine sich vielfach kreuzenden und verzweigenden Bergwanderwege bevorzugt mit entweder roten, grünen, oder rot-grünen Zeichen. An der accessibility muss am Berg also  noch ein bisserl gefeilt werden.

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