Substance abuse und: Praecox oder Boeseman?

Falls sich jemand über die herabgesetzte Postfrequenz wundert: Cohu wird grade zerrieben zwischen 1. einer Seminararbeit (hoffentlich meiner letzten) und 2. den Ansprüchen der modernen Aquaristik.
ad 1.: Ich weiß nicht, warum ich dieses Fach studiere. Ich habe diesen Text gefunden. Ihn am nächsten Tag nochmal gelesen. Ihn nach dem Mittagessen nochmal angeschaut. Dann: nochmal genauer inspiziert, mit Hilfe einer  Tafel "Rausch Nouméa Edel-Vollmilch Plantagenschokolade aus Neuguinea Edel-Kakao". Was ich bis jetzt verstanden habe: es gibt mindestens sechs Sachen, die man unter "Substanz" verstehen kann. Grob gesagt, "Substanzen" sind irgendso Dinger (es sei denn, man versteht was anderes drunter). Zu mehr hat es von meiner Seite aus leider nicht gereicht. Dysmetaphysie, eindeutig.
ad 2.: Als Cohu ihr erstes Aquarium bekam, kaufte man sich üblicherweise ein 40cm-Becken, warf ein wenig Rollsplit, Wasserpest und fünfzehn Goldfische hinein, füllte mit Leitungswasser auf und gut wars. Menschen mit Filter oder (Wunder der Technik!) Ausströmerstein waren Profis der Aquaristik. Heutzutage schaut’s da ein bisserl anders aus. Lange Zeit war fraglich, ob ich nach heutigen Standards in meinem alten (immerhin 200-Liter)-Becken, das in den vierten Stock zu tragen wir gestern die Freude hatten, überhaupt irgendwelche Fische außer die ungeziefermäßigen lebendgebärenden Zahnkarpfen halten kann. Immer wieder erstaunlich auch, dass in zahlreichen Aquaristikforen Filtertuning (ne, echt!) und sonstige technische Fragen wesentlich regeren Anklang finden als Nebensächlichkeiten wie etwa die, äh, wie hießen sie? Fische. Aber da muss ich jetzt durch! Der momentane Favorit ist ein Ährenfisch mit dem schönen Namen Melanotaenia praecox, bzw. treffender: Diamant-Regenbogenfisch, oder aber: M. boesemani (Harlekin-Regenbogenfisch, siehe Abbildung). Ist er nicht ein Prachtkerl? Falls hier jemand seinen Möchtegernzynismus ausleben möchte: essen könnte man sie vermutlich schon, wäre aber ein sehr teures Vergnügen. Ihr entschuldigt, ich muss weiter die Kalkränder aus dem Alt-Aquarium kratzen.

(Bild: Eileen Kortright, Wikimedia Commons)

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