Everything that’s wrong with this country in one Etsy item: LE BIBB Commuter Bib. It even has “a handy lapel pocket for your cell phone” – thank god, because driving while eating is not enough!
If you’ve never taken the time to read what’s on your soap, you might want to make an exception for Dr. Bronner’s Magic Soaps, an old hippie favorite. Thankfully, the Dr. Bronner Company has put at least some of its text-packed soap labels online, so I don’t have to copy all of the information contained on my “18-in-1 Hemp ALMOND PURE-CASTILE SOAP” bottle – you can read the pdf here. Further labels here. The bottle I have in front of me actually has a different inscription from the online one, so the company seems to update their labels from time to time to include new/rotate old content.
Dr. Emanuel Bronner, who penned these strange and endearing soap wisdoms, was a German jew who escaped to the US in 1929 (dropping the “Heil” from his original name “Heilbronner”).
“Stay Warm & Snuggle up with your significant other. The Snuggie® Blanket keeps you totally warm and gives you the freedom to use your hands!” (Snuggie Couples)
I remember a time not long ago when “using your hands” during “snuggling” your “significant other” was exclusively done under/inside the blanket, and this was actually considered a feature, not a bug.
On second thought, maybe this is what the ominous THIRD SLEEVE is for. The picture of the smiling, interracial couple is just an innocent cover for how this thing is really meant to work. Much like this blonde showing off the many potential uses of her “personal massager” (you know you’ll click that link, eventually, so don’t try to resist it). Ewww.
Rätsel: Die PostbeamtInnen sind freundlich, lächeln und sagen sogar “Bitte” und “Danke”
Lösung: Nadelbestreifter Oberchef aus der Zentrale ist zu Besuch
Wenn der FC Bayern mal wieder einen mittelmäßigen Ami kaufen sollte, dann würde Cohu diesmal für Steve Cherundolo plädieren. Läppische zwei Millionen werden ja wohl noch drin sein, oder? Das ist quasi ein Fünfunzwanzigstel Ribery, und dafür dieses Lächeln!
Heißer Kandidat für den diesjährigen Wettbewerb “ekligste Produkte der Welt”: “Hering zarte Filets Tomate-Banane”
Hat mich gerade im Fischkonservenregal erschreckt, in einer Kiste mit dem Aufdruck “Trau Dich!”. So heißt wohl diese unselige Produktlinie. Der Hersteller meint dazu:
“Ob für die kleine Stärkung zwischendurch oder das besondere Highlight am Abend: Die neuen handlichen 125g-Dosen machen sich auch unterwegs gut und sind genau richtig für Singles. Und sehen dabei noch richtig gut aus!” (Hawesta.de)
Alleinstehenden wird das Leben ja immer schwerer gemacht. Früher hatten Singles wenigstens noch One-Night-Stands, mittlerweile müssen für Deutschlands einsame Herzen gutaussehende (?!) Heringe mit Bananensauce als “Highlight am Abend” herhalten…da kann man ja gleich heiraten. Cohu wittert eine konserv-ative Verschwörung!
Es gibt bestimmte Arten von Erfahrungen, die muss man selbst machen, die sind nicht aus zweiter Hand zu erwerben. Dazu gehören neben Pipifax wie Nanga Parbat und Einhandsegeln traditionell der Genuss von Drogen, das Zeugen und/oder das Gebären von Kindern und das Sterben – aber auch die Lektüre mancher Bücher. In diese Kategorie fällt zweifellos der amerikanische Antikommunismus-Klassiker Atlas Shrugged von Ayn Rand: Das muss man erlebt haben. So wie Cohu in den letzten, äh, geschätzt 5 Monaten. Ich gestehe - ich musste zwischendrin zur Erholung immer wieder andere Bücher lesen, so wie der Extremalpinist in der Todeszone ab 7000 Metern ab und zu einen tiefen Zug aus der Sauerstoffpulle nimmt – aber jetzt ist es vollbracht. Ich bin nach dieser Tortur dem Amerikanischen Wesen, und vor allem dem Wesen des Kapitalismus, nun so nahe, dass Obama mir, meritokratisch gesprochen, eigentlich stante pede die Greencard überreichen müsste. Stattdessen bekomme ich ab August den Status eines non-resident alien, noch dazu mit einem dependent visa, Unverschämtheit.
Böse Zungen behaupten, Atlas Shrugged sei das schlechteste Buch, das je geschrieben wurde. Das halte ich für übertrieben, es gibt schließlich noch Ken Follett und, wie mancher anmerken wird, im deutschen Sprachraum einen gewissen “Herrenschmuckträger, der sich aktiv entschieden hat, in der Öffentlichkeit mit einem Klobrillenbart aufzutreten”. Außerdem nötigt die Heldin des Buches, Dagny Taggart, dem Leser doch gewissen Respekt ab: Sie hat ein unter literarischen Heldinnen wohl einmaliges Selbstbewusstsein, eine Eisenbahnlinie, und last but not least wilden Sex mit den tollsten Kerlen. Abgesehen von diesen marginalen Vorzügen weist Atlas Shrugged wohl den krassesten Quotienten zwischen literarischer Qualität und Verkaufserfolg auf, der dem Romanleser je untergekommen ist: trotz haarsträubender Miserabilität steht es 53 Jahre nach seinem Erscheinen bei Amazon immer noch auf Rang 154, Tendenz steigend!
Als markerschütternd schlechtes Buch mit großem Erfolg beim Publikum hat Atlas Shrugged natürlich hunderte von Rezensenten auf den Plan gerufen – die meisten von ihnen wutschäumend, wobei Whittaker Chambers’ Rezension aus dem Erscheinungsjahr des Buches besonders hervorsticht und kulminiert in der Feststellung:
…From almost any page of Atlas Shrugged, a voice can be heard, from painful necessity, commanding: “To a gas chamber — go!”
(Whittaker Chambers: Big Sister is Watching You, 1957)
Umso erstaunlicher übrigens, dass der Wälzer zwar irgendwann ins Deutsche übersetzt wurde, aber schon seit ewigen Zeiten vergriffen und in Deutschland selbst unter Amerikanisten quasi unbekannt ist. Neulich stand mal ein Mini-Artikel darüber in der SZ am Wochenende (natürlich nicht online verfügbar), das war aber auch schon alles. Der Möchtegern-Amerikaversteher muss sich weiterhin durch den englischen Text quälen, bis das Buch 2011 endlich verfilmt wird. Für die Lesefaulen gibt es hier eine stark gekürzte Fassung.
Crusty-Müsli*? Das muss aus der gleichen Produktlinie stammen wie
(*Ich bin enttäuscht, anscheinend handelt es sich dabei gar nicht um eine Frühstückszerealie, sondern um Knäckebrot…)
Oh, die seligen Stunden, die Cohu schon mit Google Earth, Google Maps und Google Streetview verbracht hat! Atlanten blättern war mal: heute spaziert man durch die Straßen fremdester Länder, fliegt über Himalaya-Gletscher und sieht sogar mal eine Elefantenherde durch die Savanne laufen, wenn man Glück hat:
Cohus neuester Google-Zeitvertreib liegt im Immobiliensektor. Wenn man auf einem Google-Maps-Kartenausschnitt, der in den USA liegt, unter “Suchoptionen” “Immobilien” auswählt, findet man dort interessante Dinge (Achtung: das geht nur unter maps.google.com, nicht auf der .de-Domain). Der Amerika-Kenner scrollt natürlich sofort Richtung Kennebunkport, und entdeckt dort solche Schmuckstücke wie:
(Mehr Bilder vom Anwesen findet man beim Klick auf “mehr Info” in der Sprechblase).
Dabei würde ich ja fast noch eher zur Privatinsel “Gooseberry Island” tendieren, denn “This one-of-a-kind treasure with over 1.4 lush acres will invoke the romantic adventurer in all of us”:
Zu kalt da oben? Dann ist vielleicht ein Abstecher nach Key Largo angesagt – für nicht mal 4 Mille bekommt man schon das hier:
Wenn man noch Vierzehn Millionen Dollar drauflegt – ich meine, wenn wir schon dabei sind, Häuser zu kaufen, sollten wir keinen falschen Geiz walten lassen! – bekommt man auch auf den Keys eine eigene Insel (bzw. 4!). Und da gilt dann auch: “Plenty of dock space for all of your yachts.” - Gottseidank! – Denn, mal ehrlich – dieses ewige Parkplatzsuchen mit der Dritt- oder Viertyacht macht doch wirklich keinen Spaß…